10.04.2009 - Während weltweit Tier- und Naturschutzorganisationen gegen die alljährlichen Grindwalmassaker auf den Färöer-Inseln und
gegen die neuen Walfangpläne Islands protestieren und zu Boykotten dieser Länder aufrufen, wollte ausgerechnet der BUND, eine der größten Umweltorganisationen Deutschlands, mit seiner BUND Naturschutzservice GmbH eine "ökologische Reise" nach Island und auf die Färöer-Inseln durchführen.
Gegen Ende Februar hatten wir haben den BUND-Vorsitzenden, Prof. Dr. Hubert Weiger sowie weitere Verantwortliche aufgefordert, diese Reise aus dem Programm zu streichen. Am 09. April erhielten wir die offizielle Nachricht, dass "die Reise nicht durchgeführt werde".
Die GRD begrüßt diese wenn auch spät getroffene Entscheidung des BUND. Es erscheint auf dem Hintergrund dessen, was sich alljährlich auf den Färöer-Inseln abspielt, mehr als fragwürdig, dass usgerechnet eine anerkannte Umweltorganisation mit ihrem Reiseangebot zum einen die Grindwalmassaker auf den Färöern zumindest indirekt unterstützen und zum anderen selbst daraus Profit schlagen wollte.

In der Werbung für den Färöer-Teil der Reise hieß es u.a.: "Erleben Sie die Magie der Natur auf den Färöern mit rauen Felsen, grünen Feldern und tiefen Schluchten. Ein auf dieser Welt einmaliger Ort, an dem Kultur und Naturerleben einander geradezu auf die Füße treten"....