Grausame Delfinschlachtung in Japan

Protestaktion gegen die grausamen Delfinmassaker

Aktuelles aus Taiji - Delfinjagd geht weiter!!!

Der positive Effekt des Films THE COVE (DIE BUCHT) hat leider nicht lange angehalten. Seit dem 25. Oktober 2009 werden in Taiji wieder Delfine und Grindwale abgeschlachtet (einige Rundkopfdelfine wurden am Leben gelassen und müssen ihr Dasein jetzt als Touristenattraktion in Delfinarien fristen).

 

22.10.2009 - "Film on the Dolphin Hunt Stirs Outrage in Japan" Artikel aus The New York Times - Asia Pacific von Hiroko Tabuchi

19.10.2009 - Die Behörden des japanischen Fischerdorfes Taiji haben veranlasst, dass von den Bewohnern erstmals Haarproben genommen wurden, um diese auf eine mögliche durch den Verzehr von Delfinfleisch bedingte Quecksilberbelastung zu untersuchen. Vielleicht liefert das Ergebnis den Behörden genügend Argumente, um die Delfinjagd mit Verweis auf den Gesundheitsschutz zu untersagen und damit ohne "Gesichtsverlust" aus dem durch den Film DIE BUCHT ausgelösten Konflikt herauszukommen.

Delfinfleisch aus Taiji enthält bis zu 2.000 µg Quecksilber und überschreitet damit den japanischen Grenzwert von 0,4 µg um das bis zu 5.000-Fache. Die japanische Bevölkerung ist hierüber kaum informiert, über 90 Prozent der Bevölkerung wissen nichts oder nur wenig über die hohen Quecksilberwerte von Delfinfleisch, das unter anderem auch an Schul- und Krankenhauskantinen verteilt wird.

 

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15.09.2009 - Erfreulicherweise haben die Behörden des Fischerdorfes Taiji veranlasst, dass 70, der am 09. September gefangenen 100 Großen Tümmler, wieder freigelassen wurden.

Das Schicksal der übrigen 30 Tümmler ist noch unklar, einige sollen an Delfinarien verkauft werden. Leider sind bereits 2 Tiere an den Folgen der Fangaktion verendet.

11.09.2009 - Heute ist ein besonderer Tag für die Delfine! Das Earth Island Institute (EII) - unsere Partnerorganisation beim Kontrollprogramm für "delfinsicher" gefangenen Thunfisch -, die maßgeblich die "Save Japan Dolphins Coalition" des Delfinschützers Ric O'Barry unterstützt, teilt uns mit, dass das "traditionelle" Abschlachten von Tausenden Delfinen in Japan in diesem Jahr nicht stattfinden wird. Dies ist ein überwältigender Erfolg für den Delfinschutz, der nicht zuletzt auf den Doku-Thriller "The Cove" und die anhaltenden Proteste gegen die alljährlichen, barbarischen Massaker zurückzuführen sein dürfte.

Bei aller Freude stimmt es natürlich traurig, dass nach der Abreise von Ric O'Barry und den ihn begleitenden Journalisten aus Taiji etwa 100 Große Tümmler und 50 Grindwale gefangen wurden. Einige Tümmler sollen an Delfinarien verkauft, der Rest aber wieder in die Freiheit entlassen werden. Die 50 Grindwale allerdings werden geschlachtet und ihr Fleisch an Restaurants weiterverkauft.

Ob die Delfin-Massaker gänzlich eingestellt werden, ist noch nicht klar, wie ein Sprecher des Fischereiverbandes von Taiji bekannt gab.

Wir gratulieren Ric O'Barry und unseren Partnern vom EII vielmals zu diesem Erfolg und danken allen, die unsere Protestaktion gegen die Delfin-Massaker in Japan unterstützt haben ganz herzlich.

Unsere Protestaktion gegen die Massaker gehen so lange weiter, bis die Fischer in Taiji die Delfinjagd endtültig einstellen!

Artikel auf Focus-online: Dokumentarfilm sorgt für vorläufiges Ende von Delfin-Gemetzel

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07.09.2009 - Die für Anfang September geplanten Delfintreibjagden haben bislang nicht stattgefunden. Ein Grund dafür mag das schlechte Wetter sein, das ein Ausfahren der Boote verhindert. Ein anderer vielleicht die Anwesenheit von Ric O'Barry, der gemeinsam mit seinem Sohn Lincoln und einem Pressetross zur Berichterstattung vor Ort weilt. Als wichtigen Erfolg bezeichnet Ric O'Barry, dass jetzt erstmals japanische TV-Stationen über das Thema berichten. Auf mehreren großen TV-Kanälen wurden ausführliche Beiträge ausgestrahlt. Bislang hatten japanische Medien, insbesondere die TV-Stationen, die Delfinmassaker in ihrem Land weitgehend totgeschwiegen.

Am 08. September wird Ric O'Barry nach Frankreich weiterreisen. Dort wird er gemeinsam mit dem weltbekannten Regisseur Luc Besson, der die Verleihrechte für "The Cove" (siehe unten) in Frankreich eworben hat, Werbung für den aufrüttelnden Dokumentarfilm machen.

Es mag sein, dass die Fischer von Taiji auf den Moment warten, an dem wieder Ruhe einkehrt in das Fischerdorf, um dann mit dem Abschlachten der Delfine zu beginnen. Vielleicht verhindern aber auch die schlechten Wetterbedingungen, dass die Massaker stattfinden werden.

-> -> -> zum Blog von Ric O'Barry auf www.savejapandolphins.org

Artikel auf fr-online.de: Tierschützer Ric O'Barry - "Flippers Fluch"

Die GRD protestierte bei der Japanischen Botschaft und dem Weltzooverband WAZA gegen die grausame Delfinschlachtung in dem Fischerdorf Taiji. Unterstützen Sie unseren Protest und schreiben Sie an die Japanische Botschaft in Deutschland.

Protestaktion gegen die grausamen Delfinmassaker

Etwa 2500 Delfine kommen jedes Jahr bei der sogenannten „dolphin drive fishery“ im japanischen Taiji qualvoll zu Tode. Ein Delfinmassaker, dessen Brutalität sich in Worten nur schwer beschreiben lässt, begangen von 26 Fischern aus Taiji.

Erst im Frühjahr ist Schluss mit dem Gemetzel. Bis zu dreimal pro Woche treiben die Fischer Delfine, zumeist Große Tümmler, aber auch andere Arten wie Rundkopf- oder Weißstreifendelfine, mit Motorbooten in eine Bucht. Wild stechen sie mit Messern und Harpunen auf die wehrlosen Tiere ein, die aus der abgesperrten Bucht nicht fliehen können.
Panische Sprünge und das schrille Kreischen der Tiere vermitteln nur ansatzweise das unsägliche Leid, das ihnen angetan wird.

Wie auch Walfleisch landet das Delfinfleisch in japanischen Kochtöpfen. Sogar Schulen werden für ihren Mittagstisch damit beliefert. Dass durch die Verschmutzung der Meere das Delfinfleisch hochgradig mit dem toxischen Quecksilber und anderen Umweltgiften verseucht ist, interessiert die Regierung wenig. Sie verheimlicht der Bevölkerung die mit dem Verzehr des Fleisches verbundenen Gefahren für die Gesundheit ebenso wie das Gemetzel an der Küste von Taiji.

Die als Begründung zitierte "alte Tradition" ist jedoch nur ein Deckmantel. Den Fischern geht es in Wirklichkeit darum, unliebsame Nahrungskonkurrenten aus dem Weg zu räumen. Sie machen – entgegen aller Vernunft und wissenschaftlichen Erkenntnissen – Delfine, und auch Wale, für überfischte Fischbestände verantwortlich.

Ric O’Barry, der ehemalige Flipper-Trainer, der sich jetzt dem Schutz der Delfine verschrieben hat. Mit diesen Metallstangen erzeugen die Fischer unter Wasser infernalischen Lärm, durch den die Delfine in Panik geraten.Ein weiterer, gewichtigerer Grund ist der lukrative Erlös aus dem Verkauf von lebenden Delfinen. Denn die schönsten der zusammengetriebenen Tiere bleiben verschont und werden an Delfinarien in der ganzen Welt verkauft. Begehrt sind die Meeressäuger u.a. in den Vereinigten Arabischen Emiraten, der Türkei, China, Thailand, Südkorea sowie in der Karibik. Das japanische Taiji gilt dabei als erste Beschaffungsadresse. Bis zu 200.000 US-Dollar werden für einen Delfin auf den Tisch gelegt. "Das ist viel Geld, wenn man bedenkt dass ein toter Delfin nur 600 Dollar einbringt", erklärt Ric O’Barry, ehemaliger "Flipper"-Trainer und bekehrter Delfinschützer sowie Vorstand der Organisation "Save Japan Dolphins Coalition". Mit gefährlichen Undercover-Aktionen ist es ihm gelungen, das Blutbad zu filmen und die Bilder weltweit zu veröffentlichen. Denn die Verwaltung der Hafenstadt sperrt die Zugänge zur "Schlachterbucht", die Delfinmassaker sind strikte Geheimsache, Fotografieren und Filmen bei Strafe verboten.

Solange die internationale Delfinariumsindustrie die japanischen Delfinkiller durch den Ankauf von Tieren aus Taiji unterstützt, wird das Gemetzel weitergehen. Ohne diese Nachfrage käme das grausame Treiben zum Erliegen. Deshalb forderten wir den Weltzooverband WAZA (World Association of Zoos and Aquariums) auf, die Einhaltung seines eigenen Ethikcodes durchzusetzen und die japanische Zoovereinigung sowie alle Zoos und Parks, die Delfine aus Taiji erworben haben, aus ihrem Verband auszuschließen.

Unterstützen Sie unsere Forderungen nach einem sofortigen Verbot der Delfinmassaker und protestieren Sie beim japanischen Botschafter in Deutschland Dr. Takahiro Shinyo.
Ulrike Kirsch

Copyright Fotos: Ric O’Barry (oben); Helene O’Barry (unten)

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