Abschlachtung von Grindwalen auf den Färöern

 

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November 2011 - Färöer wieder im Blutrausch

Erneut machten Färöer Jagd auf Grindwale. 406 Grindwale sollen nach Auskunft des Färöer Behörden allein dieses Jahr bereits getötet worden sein. Die GRD appelliert an die Verbraucher, keine Produkte der Färöer zu kaufen und die Inseln als Reiseziel zu meiden. Ganze Schulen werden beim sogenannten traditionellen „Grindadrap“ in eine Bucht getrieben und dort brutal abgeschlachtet. Diente die Jagd auf die bis zu knapp acht Meter langen Grindwale früher der Nahrungsbeschaffung, so ist sie heute zu einem alljährlichen sinnlosen Mordritual mit Volksfestcharakter geworden.

 

Juli 2010 - Färinger im Blutrausch

Bis Ende Juli 2010 töteten Bewohner der Färöer-Inseln 674 Grindwale und 21 Rundkopfdelfine. Damit wurden allein in den letzten beiden Monaten doppelt so viele Meeressäuger abgeschlachtet wie insgesamt in 2009! Unter den mehr als 200 Grindwalen, die am 19. Juli in der Klaksvik-Bucht abgeschlachtet wurden, befanden sich auch viele trächtige Weibchen und Muttertiere mit ihren Jungen (Von April bis Juli gebären weibliche Grindwale in den Gewässern bei den Färöer-Inseln ihre Jungen und richten "Kinderstuben" ein.

 

Abschlachten von Grindwalen auf den Färöern

Ein barbarisches Relikt aus der Vergangenheit, das längst seine Bedeutung verloren hat – nicht anders ist das brutale Abschlachten von Grindwalen auf den Färöern zu bezeichnen, einer zu Dänemark gehörenden Inselgruppe mit Blutbad auf den Färöern - Ein barbarisches Relikt aus der Vergangenheit, das längst seine Bedeutung verloren hat.Selbstverwaltung.

Diente die Jagd auf die bis zu knapp acht Meter langen zu den Delfinen gehörenden Grindwale (Globicephala melas) früher der Nahrungsbeschaffung, so ist sie heute zu einem alljährlichen sinnlosen Mordritual mit Volksfestcharakter geworden.


Die Tiere werden in enge Buchten getrieben, wo die Jäger ihnen Eisenhaken ins Blasloch rammen, um sie orientierungslos zu machen und an Land zu ziehen, dann werden Rückgrat und Kopfarterien mit Messern durchgeschnitten. Noch lebend verbluten sie langsam. Wal- und Delfinfleisch gehören noch immer zum Speiseplan der Inselbewohner, auch wenn sie längst nicht mehr darauf angewiesen sind.

Die Tiere werden in enge Buchten getrieben, wo die Jäger ihnen Eisenhaken ins Blasloch rammen, um sie orientierungslos zu machen und an Land zu ziehen, dann werden Rückgrat und Kopfarterien mit Messern durchgeschnitten.Die Regierung warnt inzwischen sogar vor dem Verzehr des durch die Verschmutzung der Meere hochgradig mit Umweltgiften verseuchten Fleisches, doch die Jagd geht weiter, noch...

Die Populationsgröße der Nordatlantischen Grindwale ist unbekannt. Sie sind durch internationale Abkommen, wie die Berner Konvention zum Erhalt der europäischen wild lebenden Tiere und ihrer natürlichen Lebensräume sowie die Bonner Konvention zum Schutz wandernder Arten streng geschützt.

Beide Abkommen wurden auch von Dänemark unterzeichnet und ratifiziert. Dänemark entzieht sich der Verantwortung, indem es auf den autonomen Status der Färöer unter der dänischen Krone hinweist. Doch ist Dänemark für das färöische Justizsystem zuständig, repräsentiert die Färöer auf internationaler Ebene und stellt jährlich Millionen von Kronen als Subventionen zur Verfügung.

Die Färöer-Inseln mit den offiziell zur Durchführung
der Massaker zugelassenen whaling baysIndem sie hunderte Tiere auf einmal töten, löschen die Färinger ganze Familien und soziale Gruppen aus. Abgesehen von der Grausamkeit dieser Methode vernichten sie damit Bausteine des Genpools und zerstören die genetische Vielfalt dieser Art.

Die GRD protestierte bei der dänischen Botschaft in Deutschland sowie beim Premierminister der Färöer und dem färöischen Fremdenverkehrsbüro und fordert ein Verbot dieser martialischen Waljagd.

Die GRD appelliert an die Verbraucher, keine Produkte der Färöer zu kaufen und die Inseln als Reiseziel zu meiden.
Ulrich Karlowski


Zugelassene "whaling bays", Färöer-Inseln

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Gesundheitsbehörde der Färöer rät dringend vom Grindwalfleischverzehr ab!

Die Bewohner der im Nordatlantik gelegenen Färöer-Inseln laben sich gerne am Fleisch von Grindwalen und Delfinen. Sie täten gut daran, dies sein zu lassen.30.11.2008 - Was den Wikingern einst recht und billig war, bringt bei einigen ihrer Nachfahren heute die Familienplanung durcheinander. Die Bewohner der im Nordatlantik gelegenen Färöer, einer zu Dänemark gehörenden Inselgruppe mit Selbstverwaltung, laben sich, wie ihre Vorfahren, gerne am Fleisch von Grindwalen (einer Delfinart) und Delfinen.

Neben den Norwegern, Isländern und Grönländern gehören die knap 50.000 Bewoner der Färöer-Inseln zu den Europäern, die regelmäßig Fleisch von Meeressäugern konsumieren. Sie täten gut daran, dies sein zu lassen. Grindwalfleisch ist eigentlich Sondermüll, vollgestopft mit Umweltgiften wie Quecksilber, PCB (polychlorierte Biphenyle), Kadmium und Pestiziden wie Dieldrin, die sich bei den am Ende der Nahrungskette stehenden Zahnwalen im Körper anreichern. Insbesondere der extrem hohe Quecksilbergehalt verursacht bleibende Schäden beim Menschen.

Zwar sind diese Erkenntnisse schon seit Jahren bekannt. Doch nun wurden sie auch von offizieller färöischer Stelle bestätigt.

Wie der New Scientist am 28.11.2008 berichtet, hat die Gesundheitsbehörde der Färöer dazu aufgerufen, ab sofort kein Fleisch von Grindwalen mehr zu verzehren, da es aufgrund der hohen Konzentration an Giftstoffen nicht für den menschlichen Verzehr geeignet sei. "Es ist sehr bedauerlich, dass wir diese Empfehlung geben müssen. Grindwale haben viele Färöer über Jahrhunderte hinweg am Leben erhalten", erklären Pal Weihe und Hogni Debes Joensen von der Gesundheitsbehörde.

Heutzutage führt der Genuss von Walfleisch zu Störungen in der neuronalen Entwicklung bei Föten, zu Bluthochdruck, Immunschwächen bei Kindern sowie Kreislauferkrankungen. Auch wurde eine Zunahme von Parkinson-Erkrankungen und möglicherweise Unfruchtbarkeit bei Erwachsenen festgestellt.

Bereits 2000 zeigte eine von Wissenschaftlern der Universität Odense, Dänemark, durchgeführte Langzeitstudie, dass die rund 45 000 Bewohner der Schafsinseln auffallend hohe Konzentrationen der bei Grindwalen nachgewiesenen toxischen Stoffe aufweisen. Die Forscher stellten insbesondere bei Kindern Sprach-, Konzentrations- und Erinnerungsstörungen fest – typische Symptome einer Quecksilbervergiftung. Diese Ergebnisse veranlassten die färöische Gesundheitsbehörde jedoch lediglich zu der Empfehlung, den Konsum von Grindwalfleisch einzuschränken.

Seit Jahren kämpft die GRD, gemeinsam mit vielen anderen Organisationen, gegen die Grindwal- und Delfinmassaker auf den Färöern.
Ulrich Karlowski & Ulrike Kirsch
Copyright Fotos: eia

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Weitere Informationen:

- Artikel auf Focus-Online: Wenn sich das Meer rot färbt

 

Getötete Weißseitendelfine, Färöer-Inseln

- Download der Publikation "Catch history and distribution of white-sided dolphin of the Faroe Islands" -> ->Klick aufs Bild-> ->

von Dorete Bloch and Bjarni Mikkelsen, Museum of Natural History, FO-100 Tàrshavn, Faroe Islands

 

- Protestaktion gegen das Blutbad auf den Färöern

 

©Fotos Grindwale: EIA
©Foto Weißseitendelfine: Bjarni Mikkelsen
©Karte: Dorete Bloch and Bjarni Mikkelsen, Museum of Natural History, FO-100Tàrshavn, FaroeIslands

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