Namibia: Protestaktion gegen Delfinfänge für Delfinarien
Ein chinesisches Unternehmen will in namibischen Gewässern Delfine, Orcas, Haie, Robben und andere Meerestiere fangen und für asiatische Aquarien und Delfinarien exportieren. Davor warnen die britische Organisation Marine Connection und die Earth Organisation Namibia. Wir haben den namibischen Staatssekretär Dr. Moses Maurihungirire vom Ministerium für Fischerei und Meeresressourcen (MFMR) Namibia aufgefordert, keine Fang- und Exporterlaubnis...
Wir nehmen Abschied von Mark Berman
Wir trauern um unseren lieben Freund und Kollegen Mark Berman vom amerikanischen Earth Island Institute (EII), der am 13. Mai 2016 plötzlich und unerwartet aufgrund postoperativer Komplikationen im Krankenhaus verstarb. Wir verlieren mit ihm einen leidenschaftlichen Delfinschützer und liebenswerten Weggefährten und Mitstreiter. Seit über 25 Jahren setzte sich Mark Berman beim EII für den Schutz von Delfinen einMark war zuständig für das...
Kein neues Delfinarium in Polen!!!
Der polnische Umweltminister Maciej H. Grabowski hat den geplanten Bau des ersten Delfinariums in Polen gestoppt. Sein Ministerium werde keine Einfuhrerlaubnis für die Delfine erteilen. Fast 1000.000 UnterschriftenDas ist ein großartiger Erfolg der Plattform "NIE! dla delfinarium" und andere polnische Umweltgruppen, die zu Protesten gegen die im 44 km südwestlich von Warschau gelegenen Mszczonów geplante Anlage aufgerufen haben. Zusammen...
Spaß für Urlauber – Qual für Tiere
München, 03.03.2015 - Verbände fordern Reisebranche zu Verbesserungen im Tier- und Artenschutz auf: Anlässlich der Internationalen Tourismus-Börse (ITB), die vom 4. bis 8. März 2015 in Berlin stattfindet, fordern elf deutsche und internationale Tier- und Artenschutzorganisationen von den Reiseveranstaltern, Wildtiere vor Missbrauch als Touristenattraktion zu schützen. Ob Delfine, Tiger oder Elefanten – noch immer müssen Wildtiere zur...
Warnung vor Delfinarium Marineland Mallorca
Spanische Tierschützer von "SOS Delphine" dokumentierten Anfang Februar, wie Trainer im Delfinarium "Marineland" auf Mallorca Delfine brutal misshandeln und beschimpfen. Zu sehen sind Szenen, in denen Trainer die Tiere treten, schlagen und oder sogar auf sie springen. Die GRD warnt vor Besuchen dieses wie auch aller anderen Delfinarien. Da Mallorca besonders bei Deutschen ein beliebtes Urlaubsziel ist, dürften viele nichtsahnende deutsche...
Artenschutzkonferenz endet mit positiven Signalen für Delfine und Wale
Für Delfine, Wale und weitere 31 Tierarten brachte die elfte Vertragsstaatenkonferenz der Konvention zur Erhaltung wandernder wild lebender Tierarten (Convention on the Conservation of Migratory Species of Wild Animals, CMS), die am 09.11.2014 im ecuadorianischen Quito endete, einige erfreuliche Ergebnisse. Größte und wichtigste Gruppe der neu in die CMS-Schutzlisten aufgenommenen Tiere sind 21 Hai-, Rochen- und Sägefischarten. Auf der...
TUI streicht fast alle Delfinarien-Angebote!
Nachdem der Tourismuskonzern TUI auf Druck der GRD kurz vor Weihnachten bereits sein Angebot für das tierquälerische Delfinarium Cayo Santa Maria auf Kuba aus dem Ausflugsprogramm genommen hatte, wurden jetzt weltweit Bewerbung und Verkauf von Ausflügen zu Delfinarien fast vollständig gestoppt. Seit Jahren setzt sich die GRD mit Erfolg bei den großen Tourismusanbietern dafür ein, dass diese keine Ausflüge in Delfinarien mehr anbieten. So...
Bitteres Ende für Schweizer Delfinarium: Erneut ein Delfin tot
Es ist unglaublich: Schon wieder ist im Schweizer Freizeitpark "Connyland" ein Delfin gestorben! Unmittelbar bevor er in ein Delfinarium in Jamaika verfrachtet werden sollte, erkrankte der achtjährige "Angel" und starb bereits am 3. November, wie die Geschäftsleitung des "Connyland" am 11. November eingestehen musste. Laut Aussagen der Betreiber des "Connyland" starb "Angel" an einer stressbedingten Erkrankung der Bauchspeicheldrüse....
Erfolg: Kein Import wilder Belugas aus Russland in die USA!
"Das ist eine wichtige Entscheidung und eine schwere Niederlage für US-Delfinarien", kommentiert die GRD den Beschluss der Wetter- und Ozeanografiebehörde der Vereinigten Staaten (National Oceanic and Atmospheric Administration / NOAA), einen Importantrag des Georgia Aquariums für sage und schreibe 18 in russischen Gewässern wild gefangenen Weißwalen oder Belugas (Delphinapterus leucas) abzulehnen. Die GRD hatte - wie zahlreiche andere...
Indien erkennt Delfine als nicht-menschliche Personen an
Nachdem im August 2012 die Bewohner der japanischen Insel Toshima den weltweit bis dahin einmaligen Schritt wagten, die in den Gewässern um die kleine Insel lebenden Delfine zu Mitbürgern zu erklären und sie damit als nicht-menschliche Personen anzuerkennen, ist jetzt ein ganzes Land diesem Schritt gefolgt: In Indien wurden Delfine offiziell als nicht-menschliche Personen anerkannt, deren Rechte und Lebensbedürfnisse respektiert werden...
Türkei: Delfinarium in Kaş geschlossen
02. 05.2013 - Nach Informationen der "Deutsch Türkischen Nachrichten" soll das wegen seiner katastrophalen Haltungsbedingungen seit Langem im In- und Ausland heftig kritisierte Delfinarium in Kaş (Provinz Antalya) geschlossen worden sein. Die anhaltende Kritik von Nichtregierungsorganisationen habe laut "Deutsch Türkischer Nachrichten" Wirkung gezeigt. Experten der GRD hatten die Zustände in den Delfinarien an der türkischen Riviera mehrfach...
Sind Delfine so schlau wie Menschen?
Die Frage ist eigentlich so nicht zulässig. Delfine sind genauso schlau, wie sie es als Delfine sein müssen, sonst hätte sich ihre heutige Artenvielfalt nicht in dieser Weise im Laufe ihrer fast 60 Millionen Jahre langen Evolution durchsetzen können. Wenn Delfine "nur" so schlau wie Menschen wären, gäbe es sie in den Weltmeeren schon lange keine mehr. Und doch ziehen Menschen immer wieder gerne diese falschen Vergleiche zwischen der...
Erfolgreicher Protest gegen mobile Delfinshows in Indonesien!
Nach monatelangen Protesten aus der ganzen Welt hat der indonesische Forstminister jetzt zugesagt, Delfin-Wanderzirkusse zu verbieten und die verbleibenden Delfine zu rehabilitieren. Das ist ein toller Erfolg. Wir danken allen, die unserem Aufruf gefolgt sind und sich an den Online-Protesten beteiligt haben. Mitmachen lohnt sich also! Um sie auf ein Leben in Freiheit vorzubereiten, kommen die etwa 72 Zirkusdelfine nun in eine...
ENDLICH: Delfine verlassen Allwetterzoo Münster
Anfang Februar 2013 war es endlich so weit: Das Delfinarium im Allwetterzoo Münster schließt seine Pforten! Die drei dort noch verbliebenen männlichen Großen Tümmler "Nando", "Palawas" und "Rocco" sollen am Dienstagmorgen ins Delfinarium Haderwijk abtransportiert worden sein. Ursprünglich wollte man die Delfinhaltung bereits Ende 2012 beenden, doch es gab wohl Probleme, eine Zeit lang schienen die Verantwortlichen nicht so recht zu wissen,...
Warnung an Mexiko-Urlauber
Wer die Haltung von Delfinen in Gefangenschaft ablehnt, hat als Gast im Gran Bahia Principe Tulum keine Chance, dem Tierleid zu entkommen. Die GRD rät Mexiko-Urlaubern daher dringend davon ab, dieses Hotel zu buchen. Im Hotel Gran Bahia Principe Tulum an der Karibikküste in Mexiko erleben Tierfreunde eine böse Überraschung: Sechs Delfine werden, keine 20 m von ihrem natürlichen Lebensraum entfernt, unter katastrophalen Bedingungen in einem...
Connyland gibt auf: Schweiz wird "delfin-frei"
04.06.2012 - Jetzt hat man doch ein Einsehen im Freizeitpark Connyland im thurgauischen Lipperswil (Schweiz): Das letzte Delfinarium der Schweiz wird seine verbliebenen drei Großem Tümmler abgeben oder verkaufen. Der letzte Widerstand scheint gebrochen, das Connyland strebt kein Referendum gegen das kürzlich vom Schweizer Parlament beschlossene Importverbot von Delfinen mehr an. Bei der Information, man wolle mit Hilfe von in die Schweiz...
Keine neuen Delfine für die Schweiz - Parlament verabschiedet Importverbot!
30.05.2012 - Die Lex-Connyland steht: In die Schweiz dürfen keine Delfine mehr eingeführt werden. Dem hat nach dem Ständerat nun auch der Nationalrat zugestimmt. Die GRD begrüßt diesen Entscheidung als Meilenstein und entscheidenden Schlag gegen die Haltung von Delfinen in Gefangenschaft. Eine Mehrheit des Nationalrates folgte dabei der Argumentation, wonach Delfine nicht artgerecht gehalten werden könnten – schon gar nicht im Binnenland...
Connyland-Delfine durch Opiate vergiftet?
11.05.2012 - Wurden die beiden Großen Tümmler "Shadow" und "Chelmers", die im Schweizer Vergnügungspark Connyland Ende November 2011 binnen einer Woche starben, durch Drogen vergiftet? Laut einem ersten Gutachten des Instituts für Veterinärpathologie der Universität Zürich sollen die beiden Tümmler an Gehirnschädigungen, ausgelöst durch Antibiotika, gestorben sein. Gegen die zwei Tierärzte, die die Antibiotika den Tieren verabreicht hatten,...
Erfolgreicher Protest gegen den Bau eines Delfinariums auf den Malediven
Pressemitteilung, 08.05.2012 - Dank internationaler Proteste, an denen sich auch die GRD und ihre Unterstützer beteiligt hatten, sind die Pläne für den Bau eines Delfinariums auf den Malediven vorerst vom Tisch. Anfang des Jahres hatte die GRD dazu aufgerufen, den vom Earth Island Institute (EII) und der ortsansässigen NGO Ecocare gestarteten Online-Protest gegen die geplante "Delfinlagune" zu unterstützen, nachdem es bei Demonstrationen vor...
Erfolgreicher Protest gegen den Bau eines Delfinariums in Indien
Februar 2012 - Toller Erfolg: Geplanter Bau eines Delfinariums in Indien vom Tisch! Auf Druck internationaler Proteste entschied sich das indische Umweltministerium gegen den Bau eines Delfinariums in Sindhudurg an der Küste des Arabischen Meeres. Dort sollte ein gigantisches Sea World mit Aquarium, Delfinarium plus Anlage zum Trainieren der Delfine, Theater, Themenrestaurants und Ferienhäusern entstehen. Am 20. Januar erreichte uns ein...
Traurige Bilanz des "UN-Jahr des Delfins 2007/2008"
Pressemitteilung, 06.01.2009 - Das mit großem Mediengewitter eingeläutete und um ein Jahr verlängerte "UN-Jahr des Delfins" (2007 und 2008) ist nach Ansicht der Gesellschaft zur Rettung der Delphine (GRD) weit hinter den hochgesteckten Erwartungen zurückgeblieben. "Die Bilanz ist mehr als enttäuschend, für die Delfine wurde nichts erreicht. Der Chinesische Flussdelfin gilt seit 2007 als ausgestorben. Weitere Arten stehen kurz davor, so die...

Petition gegen Bau eines Delfinariums in Polen. Der polnische Umweltminister Maciej H. Grabowski hat den geplanten Bau des ersten Delfinariums in Polen gestoppt. Sein Ministerium werde keine Einfuhrerlaubnis für die Delfine erteilen.

Fast 1000.000 Unterschriften
Das ist ein großartiger Erfolg der Plattform "NIE! dla delfinarium" und andere polnische Umweltgruppen, die zu Protesten gegen die im 44 km südwestlich von Warschau gelegenen Mszczonów geplante Anlage aufgerufen haben. Zusammen hatten "NIE! Dla delfinarium", WWF-Polen und Greenpeace-Polen bis Anfang September fast 100.000 Unterstützer für ihre Petitionen.

Die GRD unterstützt die von polnischen Wissenschaftlern und Tierschützern gegründete Aktionsplattform "NIE! dla delfinarium - Petition to stop dolphinarium in Mszczonow". Wir danken allen, die die Petition mit ihrer Stimme unterstützt haben vielmals für ihren Einsatz!

Vier Große Tümmler sollten in der Anlage in Mszczonów ab 2017 mit ihren unfreiwillig erbrachten "Diensten" für so genannte "Delfintherapien" die Taschen der Betreiber füllen.

⇒ Zur Entscheidung des Ministers (engl.)

⇒ Radio Poland: Tear drops in the ocean

Petition gegen Bau von Delfinarium in Polen bitte weiter unterstützen!
Am 25. Oktober finden in Polen Parlamentswahlen statt. Es ist ungewiss, ob die derzeitige Regierung im Amt bleiben wird. Ein neuer polnischer Umweltminister könnte die Entscheidung von Maciej H. Grabowski kippen!

Deshalb bittet die Plattform "NIE! dla delfinarium" weiterhin um Unterstützung ihrer Petition.

⇒ Petition "NIE! dla delfinarium"

GRD-Presse, September 2015

Sealanya 0161München, 03.03.2015 - Verbände fordern Reisebranche zu Verbesserungen im Tier- und Artenschutz auf: Anlässlich der Internationalen Tourismus-Börse (ITB), die vom 4. bis 8. März 2015 in Berlin stattfindet, fordern elf deutsche und internationale Tier- und Artenschutzorganisationen von den Reiseveranstaltern, Wildtiere vor Missbrauch als Touristenattraktion zu schützen.

Ob Delfine, Tiger oder Elefanten – noch immer müssen Wildtiere zur Unterhaltung von Touristen leiden.

Ein Kriterienkatalog soll den Reiseveranstaltern helfen, ihre Angebote tierfreundlich zu gestalten.

Ausrottung aus purer Gier
Attraktionen mit gefangenen Wildtieren stehen bei vielen Reisenden hoch im Kurs und füllen die Kassen der Veranstalter. Für die betroffenen Tiere bedeutet dies jedoch meist eine lebenslange Qual und einen frühen Tod. Besonders bedenklich ist, dass unzählige dieser Touristen-Tiere aus der freien Wildbahn stammen.

„Für einige Arten wird dieser Blutzoll mit dem Aussterben enden und das nur, damit skrupellose Reiseveranstalter schnelle Gewinne einfahren können“, warnt der Biologe Ulrich Karlowski von der Gesellschaft zur Rettung der Delphine e.V. (GRD).

Die Tier- und Artenschutzverbände fordern, dass deutsche Reiseunternehmen sich zu wirklich tierfreundlichen Standards bekennen. Angebote wie Delfinarien, Wildtier-Shows, Elefanten als Reit- und Showtiere und unseriöse Tierwaisenhäuser müssen aus den Reiseangeboten verschwinden.

Kriterienkatalog zur Verhinderung von Tiermissbrauch
Mit ihrem Positionspapier wollen die Tierschützer der Reiseindustrie Kriterien an die Hand geben, die einen Missbrauch von Wildtieren für Touristenattraktionen verhindern und den Schutz von Wildtieren fördern.

Das Positionspapier wurde unterzeichnet von Animal Public e.V., Bund gegen Missbrauch der Tiere e.V., Deutscher Tierschutzbund e.V., Gesellschaft zur Rettung der Delphine e.V., Meer e.V., Menschen für Tierrechte - Bundesverband der Tierversuchsgegner e.V., Peta Deutschland e.V., Pro Wildlife e.V., Vier Pfoten Stiftung für Tierschutz, Whale and Dolphin Conservation, World Animal Protection.

⇒ Gemeinsames Positionspapier: Wildtiere im Tourismus (PDF)

Delfinshow im Marineland MallorcaSpanische Tierschützer von "SOS Delphine" dokumentierten Anfang Februar, wie Trainer im Delfinarium "Marineland" auf Mallorca Delfine brutal misshandeln und beschimpfen. Zu sehen sind Szenen, in denen Trainer die Tiere treten, schlagen und oder sogar auf sie springen.

Die GRD warnt vor Besuchen dieses wie auch aller anderen Delfinarien. Da Mallorca besonders bei Deutschen ein beliebtes Urlaubsziel ist, dürften viele nichtsahnende deutsche Touristen – auch über Angebote ihrer Reiseveranstalter – das Marineland besuchen.

Zwei im türkischen Delfinarium Sealanya gefangene Große Tümmler dümpeln apathisch vor einem AbsperrgitterNachdem der Tourismuskonzern TUI auf Druck der GRD kurz vor Weihnachten bereits sein Angebot für das tierquälerische Delfinarium Cayo Santa Maria auf Kuba aus dem Ausflugsprogramm genommen hatte, wurden jetzt weltweit Bewerbung und Verkauf von Ausflügen zu Delfinarien fast vollständig gestoppt.

Seit Jahren setzt sich die GRD mit Erfolg bei den großen Tourismusanbietern dafür ein, dass diese keine Ausflüge in Delfinarien mehr anbieten.

So bieten die großen deutschen Reiseveranstalter seit 2010 ihren Gästen keine Ausflüge zu den Delfinarien an der Türkischen Riviera mehr an. Grundlage war eine Situationsanalyse vor Ort durch zwei GRD-Experten.

TUI stoppt Verkauf von Delfinariumsausflügen und deren Bewerbung
Auf Dauer scheint das Delfinariums-Angebot die TUI dann doch vor zu viele Imageprobleme gestellt zu haben. Jedenfalls sind Ausflüge, Bewerbung und Verkauf von Ausflügen in Delfinarien seit Januar 2014 gestoppt. Weiterhin teilte uns Annika Föhse, Referentin Nachhaltigkeitsmanagement, der TUI mit: "Auch soll es in unseren Reisekatalogen künftig keine Bilder mit Delfinen und Orcas und keine Katalogtexte mehr geben, die zum Besuch von Delfinarien ermuntern. Wir versuchen, dies bereits für die Winterkataloge 2014/15, die im Juni bzw. Juli 2015 erscheinen, umzusetzen."

Leider kein vollständiger Abschied von Delfinarien
Damit hat die TUI eine Vorreiterrolle im Tourismusbereich in Deutschland übernommen. Die GRD begrüßt diese Entscheidung ausdrücklich und hofft sehr, dass sich andere Tourismuskonzerne dieser fortschrittlichen Haltung anschließen werden.

Doch so erfreulich der lange überfällige Schritt der TUI ist, so unerfreulich ist, dass es Ausnahmen gibt. Von der Regelung ausgenommen wurden, so die TUI, der Loro Parque auf Teneriffa sowie SeaWorld in Kalifornien und Florida. Diese Parks werden mehr als Themenparks angesehen, da die integrierten Delfinarien lediglich einen kleinen Teil des gesamten Angebotes darstellen. Dennoch wird die TUI auch hierfür die aktive Bewerbung im Internet und in den Katalogen einstellen.

Ein Gruppe von Touristen steht im flachen Wasser und hat einen Delfin eingekesselt, um ihn streicheln zu können, tödlicher Stress für den Meeressäuger, Delfinarium Sealanya, TürkeiEs ist aus Sicht der GRD sehr bedauerlich, dass die TUI ausgerechnet bei diesen "Schwergewichten" der internationalen Delfinariumsindustrie vor der eigenen Courage zurückschreckt. Denn spätestens seit dem erschütternden Dokumentarfilm BLACKFISH über die Hintergründe der tierquälerischen Haltung von Orcas in Gefangenschaft, die im Loro Parque und in den SeaWorlds stattfindet, sollte auch der TUI klar sein, das derartige "Themenparks" eine absolute No-Go-Area sind. Aber das kann ja noch kommen, wir bleiben jedenfalls dran!
GRD-Presse, Februar 2014

⇒ Die Welt v. 08.11.2013: Warum ein Wal seinen Menschen tötete

Drei im türkischen Delfinarium Sealanya gefangene Große Tümmler dümpeln traurig an der Wasseroberfläche vor einer Absperrung zu einem anderen Becken. Ein Delfin befindet sich direkt mit dem Maul an der Absperrung.Es ist unglaublich: Schon wieder ist im Schweizer Freizeitpark "Connyland" ein Delfin gestorben! Unmittelbar bevor er in ein Delfinarium in Jamaika verfrachtet werden sollte, erkrankte der achtjährige "Angel" und starb bereits am 3. November, wie die Geschäftsleitung des "Connyland" am 11. November eingestehen musste.

Laut Aussagen der Betreiber des "Connyland" starb "Angel" an einer stressbedingten Erkrankung der Bauchspeicheldrüse. Angeblich waren die Transportvorbereitungen zu viel für "Angel", die tägliche Routine wurde umgestellt, der Abtransport mit einer speziellen Trage wurde intensiv geübt – vielleicht zu intensiv?

Neue Heimat: Jamaika
"Chicky", die Mutter von "Angel", und ihr Junges "Secret" waren unter Polizeischutz und in speziellen Boxen verpackt am 9. November mit einer Boeing 737 vom Flughafen Zürich auf den Weg nach Jamaika gebracht worden. Dort sollen sie am folgenden Tag in ihrer neuen Heimat, dem Lagunen-Delfinarium "Dolphin Cove", angekommen sein.

Schweiz verhängt Importverbot für Delfine
Im Mai 2012 hatte das Schweizer Parlament einem Importverbot für Delfine zugestimmt, die Mehrheit der Parlamentarier folgte dabei der Argumentation, wonach Delfine nicht artgerecht gehalten werden könnten – schon gar nicht im Binnenland Schweiz.

Das Ende einer Sackgasse und einer traurigen Ära
Ohne neue Delfine konnte das "Connyland" die Gefangenschaftshaltung nicht weiterführen, da die drei verbliebenen Tümmler alle miteinander verwandt sind (eine Mutter mit ihren zwei männlichen Jungtieren) – an dieser Sackgasse, in die sich das "Connyland" letztendlich selbst manövriert hat, wird einmal mehr der haarsträubende Unsinn der Haltung von Delfinen in Gefangenschaft deutlich. So musste nach 40 Jahren die Delfinhaltung in der Schweiz endlich aufgegeben werden. Viele Delfine - viel zu viele - haben diesen eidgenössischen Irrsinn mit ihrem Leben bezahlen müssen.

Neun tote Delfine in nur 4 Jahren
Ende November 2011 waren im "Connyland" die beiden Großen Tümmler "Shadow" und "Chelmers" binnen einer Woche unter immer noch nicht restlich geklärten Umständen einen offensichtlich sehr schmerzvollen Tod gestorben. Damit hatte das "Connyland" in gerade nur vier Jahren acht Delfine verloren, jetzt ist mit Angel der neunte dazugekommen.
U. Karlowski, 12.11.2013

Erniedrigende Beluga-Show im türkischen Delfinarium Dolphinland"Das ist eine wichtige Entscheidung und eine schwere Niederlage für US-Delfinarien", kommentiert die GRD den Beschluss der Wetter- und Ozeanografiebehörde der Vereinigten Staaten (National Oceanic and Atmospheric Administration / NOAA), einen Importantrag des Georgia Aquariums für sage und schreibe 18 in russischen Gewässern wild gefangenen Weißwalen oder Belugas (Delphinapterus leucas) abzulehnen.

Die GRD hatte - wie zahlreiche andere internationale Tier - und Naturschutzorganisationen - im Oktober vergangenen Jahres bei der NOAA Einspruch gegen den Import eingereicht und zu Protesten aufgerufen. Die NOAA bestätigte in ihrer Ablehnung einen von mehreren von den Organisationen vorgebrachten Kritikpunkt: Der Fang könnte schädigende Auswirkungen für den Belugabestand im Ochotskischen Meer gehabt haben.

Wir danken allen Mitgliedern und Unterstützern, die unserem Protestaufruf gefolgt sind, ganz herzlich. Dieser Erfolg ist auch Ihr Erfolg!

"Beluga-Flut" in den USA?
Im Georgia Aquarium leben derzeit (noch) 4 Belugas, insgesamt sind in dieser erst seit 2006 bestehenden Anlage aber bereits 4 Weißwale verstorben. So hatte das Aquarium bereits 2010 den Importantrag für 18 neue Belugas gestellt. Sie wären die ersten Wildfänge für amerikanische Delfinarien seit 20 Jahren gewesen.

Hautschäden am Kinn eines Belugawals durch zu hohe Wassertemperaturen im Troy-Delfinarium in Belek, TürkeiDas Aquarium wollte die Belugas aus der an der russischen Schwarzmeerküste befindlichen Utrish-Meeressäugerforschungsstaion importieren.

Mit einigen der wegen ihrer Stimmfreudigkeit auch als "Kanarienvögel der Meere" bekannten weißen Wale wollte man in der eigenen Anlage ein Schwimmprogramm aufbauen, die restlichen sollten auf Partner-Delfinarien verteilt warden, darunter Sea World Anlagen in Texas, Kalifornien, Florida und das Shedd Aquarium in Chicago. Die Wale waren in russischen Gewässern im Ochotskischen Meer zwischen 2006 und 2011 gefangen worden.

Nur das Geld zählt - Das Leiden der Tiere spielt keine Rolle
Da wild lebende Belugas in US-Gewässern vor dieser Art kommerzieller Ausbeutung geschützt sind, versuchen Delfinariumsbetreiber es immer wieder, diese wunderbaren Meeressäuger, aus Ländern mit weniger strengen Vorschriften zu erhalten.

Für die in sozialen Verbänden lebenden und in den arktischen und subarktischen Gewässern von Russland, Grönland und Nordamerika heimischen Belugas ist die Haltung in Gefangenschaft die reinste Hölle, entsprechend hoch ist der "Tierverbrauch": 56 Belugas sollen bislang allein in US-Delfinarien frühzeitig gestorben sein.

Die unfassbare Skrupellosigkeit der Delfinariumsindustrie zeigt sich nicht nur an den Zahlen aus den USA. So gibt es weiße Wale auch in türkischen Delfinarien. Die an maximal 8 Grad Wassertemperatur angepassten Belugas müssen hier mit Werten von weit über 20 Grad klar kommen und sich im Zuge der zutiefst erniedrigenden Vorführungen sogar in die mit über 40 Grad sengend heiße Luft katapultieren oder am Beckenrand aufliegen, damit von Mitgefühl oder Wissen um die Tiere völlig imunisierte Touristen die bedauernswerten Kreaturen streicheln können.
U.Karlowski, August 2013

Ans Licht: Ein Großer Tümmler schwimmt der hell leuchtenden Meeresoberfläche entgegen.Nachdem im August 2012 die Bewohner der japanischen Insel Toshima den weltweit bis dahin einmaligen Schritt wagten, die in den Gewässern um die kleine Insel lebenden Delfine zu Mitbürgern zu erklären und sie damit als nicht-menschliche Personen anzuerkennen, ist jetzt ein ganzes Land diesem Schritt gefolgt:

In Indien wurden Delfine offiziell als nicht-menschliche Personen anerkannt, deren Rechte und Lebensbedürfnisse respektiert werden müssen.

Als direkte Folge dieser für den Delfinschutz bahnbrechenden Entscheidung werden sämtliche Bauvorhaben für Delfinarien in Indien abgebrochen und eingestellt. Das indische Ministerium für Umwelt und Forsten wies die Verwaltungen der Bundesstaaten an, Delfinarien und andere kommerzielle Unterhaltungsshows, für die Meeressäugerarten wie Große Tümmler oder Orcas gefangen werden, um sie anschließend in Gefangenschaft zu halten, zu verbieten.

Das Ministerium erklärte, es gäbe ausreichend viele wissenschaftliche Erkenntnisse, dass Meeressäuger hoch intelligente und emphatische Lebewesen seien und sie als nicht-menschliche Personen anerkannt werden müssen. Die Entscheidung fiel nach wochenlangen Protesten im Bundesstaat Kerala gegen den Bau mehrerer Delfinarien.

Ein weiteres wegweisendes Beispiel für die Anerkennung von Delfinrechten
Die GRD freut sich sehr über diese klare Entscheidung der indischen Regierung und hofft, dass dieses weitere Beispiel für die Anerkennung der Delfine als eigenständige Persönlichkeiten mit eigenen Rechten andere Staaten zur Nachahmung animieren wird.

"Die Entscheidung eröffnet eine völlig neue Diskussionsgrundlage für ethische Tierschutzfragen in Indien", erklärt Putja Mitra von der Vereinigung der indischen Tierschutzorganisationen (FIAPO, Federation of Indian Animal Protection Organisations). Für Ric O'Barry, den früheren Flipper-Trainer, der jetzt das Dolphin Project unserer amerikansichen Partnerorganisation Earth Island Institut leitet, ist dies "ein gewaltiger Sieg für die Delfine".

Delfinarien: Eine Lizenz zum Gelddrucken
Der wachsende Wohlstand von Teilen der indischen Bevölkerung führt zu einer stärkeren Nachfrage nach Vergnügungsangeboten. So gab es Pläne zum Bau neuer Delfinarien in Delhi, Kochi und Mumbai.

Die GRD hatte im Februar 2012 gemeinsam mit indischen und internationalen Tierschutzorganisationen erfolgreich gegen den Bau eines Delfinariums in Sindhudurg an der Küste des Arabischen Meeres protestiert. Dort sollte ein gigantisches Sea World mit Aquarium, Delfinarium plus Anlage zum Trainieren der Delfine, Theater, Themenrestaurants und Ferienhäusern entstehen.

Touristin wird von Delfin durch's Wasser gezogen, Delfinarium Belek, Türkei."Es gibt keine bessere Möglichkeit auf schnellem Wege viel Geld zuverdienen, als trainierte Delfine in Vergnügungsparks zu präsentieren", sagt Belinda Wright von der Wildlife Protection Society of India. "Nur den wenigsten Besucher ist bewusst, in welchem Ausmaß die Tiere unter den Bedingungen der Gefangenschaftshaltung leiden".

Wir kämpfen für eine eigene Delfin-Ethik und die Anerkennung der Delfine als nicht-menschliche Personen
Wenn man alle bislang bekannten Eigenschaften dieser faszinierenden Meereslebewesen überdenkt, dann drängt sich zwangsläufig der Schluss auf, dass man es hier mit eigenständigen, nicht-menschlichen Personen zu tun hat, die dasselbe (gesetzlich verbriefte) Recht auf Leben, Freiheit und Gesundheit wie Menschen haben sollten.

Es verbietet sich eigentlich von selbst, diese Tiere für Shows oder das angeblich "therapeutische Schwimmen" in Gefangenschaft zu halten und solche Angebote als Kunde zu wahrzunehmen, sie zu Tausenden als Beifangopfer auf dem Alter der Profitmaximierung der industriellen Fischerei zu opfern oder sie als Nahrungsquelle zu nutzen.
Juli 2013, U. Karlowski

Erschöpfter Großer Tümmler im Sealanya-Delfinarium, TürkeiFebruar 2012 - Toller Erfolg: Geplanter Bau eines Delfinariums in Indien vom Tisch! Auf Druck internationaler Proteste entschied sich das indische Umweltministerium gegen den Bau eines Delfinariums in Sindhudurg an der Küste des Arabischen Meeres. Dort sollte ein gigantisches Sea World mit Aquarium, Delfinarium plus Anlage zum Trainieren der Delfine, Theater, Themenrestaurants und Ferienhäusern entstehen.

Am 20. Januar erreichte uns ein Hilferuf aus Indien. Die FIAPO (Federation of Indian Animal Protection Organisations), ein Zusammenschluss von ca. 80 Tierschutzorganisationen in Indien, bat Naturschützer auf der ganzen Welt um Unterstützung bei ihrem Kampf gegen das geplante Delfinarium.

Wir wandten uns daraufhin sofort an die indische Regierung und lancierten eine Protestaktion. Der Einsatz hat sich gelohnt. Die Delfine sind vorerst gerettet und Indien bleibt delfinarienfrei!

Wir danken allen, die sich am Protest beteiligt haben!

Logo von Ecocare MaledivesPressemitteilung, 08.05.2012 - Dank internationaler Proteste, an denen sich auch die GRD und ihre Unterstützer beteiligt hatten, sind die Pläne für den Bau eines Delfinariums auf den Malediven vorerst vom Tisch.

Anfang des Jahres hatte die GRD dazu aufgerufen, den vom Earth Island Institute (EII) und der ortsansässigen NGO Ecocare gestarteten Online-Protest gegen die geplante "Delfinlagune" zu unterstützen, nachdem es bei Demonstrationen vor Ort sogar zu Handgreiflichkeiten gegen unseren Freund und Kollegen Mark Berman vom EII gekommen war.

Ende April nun versicherte der Fischereiminister Ahmed Shafeeu in einem persönlichen Gespräch mit Mark Berman und Paolo Bray von Friend of the Sea (FoS), dass der vor Kurzem neu gewählte Präsident und sein Kabinett keine Gefangenschaftshaltung von Delfinen befürworteten und auch keine Pläne für Delfinarien verfolgten.

Der Minister besuchte die beiden überraschend auf der alljährlich stattfindenden "Seafood Exposition" (Messe für Meeresprodukte) in Brüssel, wo das EII und FoS als Partnerorganisationen der GRD ebenfalls vertreten sind, um Fischereibetriebe und Verarbeiter über delfinsichere und nachhaltige Fangmethoden beim Thunfischfang aufzuklären.

Beim Thunfischfang gelten die Malediven als vorbildlich, da der Thun mit Angelruten gefischt wird, einer Methode, die zu den selektivsten und schonensten überhaupt zählt. Schone lange sind die dortigen Firmen Mitglied des Internationalen Kontrollprogramms für delfinsicheren Thunfisch/SAFE, dessen Kontrollen in Deutschland von der GRD durchgeführt werden.

Die GRD begrüßt, dass das Naturparadies im Indischen Ozean auch beim Thema Gefangenschaftshaltung ein Herz für Delfine zeigt und seinem Motto "Always Natural" treu bleibt.

Die Delfinariumspläne waren nicht bei allen Inselbewohnern auf Zustimmung gestoßen. Wegen ethischer Bedenken, aber auch aus Gründen des Artenschutzes und der mit Meeresanlagen verbundenen Umweltverschmutzung hatte ECOCARE Maldives zusammen mit mehreren ortsansässigen Tauchschulen und Tauchverbänden eine Kampagne gegen die geplante Delfinlagune gestartet und international viel Unterstützung gefunden.
Ulrike Kirsch

Großer Tümmler mit Basketball 11.05.2012 - Wurden die beiden Großen Tümmler "Shadow" und "Chelmers", die im Schweizer Vergnügungspark Connyland Ende November 2011 binnen einer Woche starben, durch Drogen vergiftet? Laut einem ersten Gutachten des Instituts für Veterinärpathologie der Universität Zürich sollen die beiden Tümmler an Gehirnschädigungen, ausgelöst durch Antibiotika, gestorben sein.

Gegen die zwei Tierärzte, die die Antibiotika den Tieren verabreicht hatten, wurde eine Untersuchung eingeleitet. Doch ein Untersuchungsbericht des Instituts für Rechtsmedizin in St. Gallen benennt jetzt Opiate als mögliche Todesursache. Im Urin der beiden Delfine wurde das Opium-Derivat Buprenorphin festgestellt.

Die Luft fürs Connyland wird immer dünner
Gegen die Antibiotika-These gab es von Anfang an starke Zweifel, denn Antibiotika können unter normalen Umständen nicht die Blut-Hirn-Schranke überwinden und somit Schädigungen im zentralen Nervensystem verursachen. Damit geraten jetzt doch wieder durchgeknallte Raver, die sich vielleicht einen tödlichen Scherz mit den Delfinen erlaubten, ins Fadenkreuz.

Denn kurz vor dem Tod von "Shadow" und "Chelmers" hatte das Connyland eine Rave-Party veranstaltet, die von Delfinschutzorganisationen aus Deutschland und der Schweiz wegen möglicher Gefährdungen für die Delfine heftigst kritisiert worden war.

Das rezeptpflichtige Opiat Buprenorphin wirkt wie Heroin oder Morphin und wird in der Humanmedizin als starkes Schmerzmittel verwendet. Bei in Gefangenschaft gehaltenen Meeressäugern wird es nicht eingesetzt. Laut NZZ wurde zusätzlich noch Benzodiazepin nachgewiesen. In Verbindung mit Buprenorphin kann es zur Atemlähmung führen.

Derzeit "leben" im Connyland nur noch drei Delfine - ein erwachsenes Weibchen mit ihrem Nachwuchs, einem männlichen Jungtier im Alter von 9 Monaten, sowie ein 7 Jahre altes Männchen - zu wenig, für eine langfristige Profit-Perspektive auf Kosten der Delfine. Und diese könnte sich bald endgültig in Luft auflösen, wenn sich die beiden Kammern des Schweizer Parlaments tatsächlich auf das bereits anvisierte Delfin-Importverbot einigen. Dies könnte dann endlich der Anfang vom längst überfälligen Ende der Delfinhaltung im Connyland sein.

Nationalratskommission für Delfin-Importverbot
Zwar sollen Delfine in der Schweiz auch künftig gehalten werden, aber nicht mehr importiert werden dürfen. Für diese Version sprach sich Anfang Mai nach dem Ständerat auch die vorberatende Kommission des Nationalrates aus. Dieser hatte sich ursprünglich sogar dafür ausgesprochen, die Delfin-Haltung in der Schweiz gänzlich zu verbieten. Doch der Ständerat votierte nur für das Importverbot, auf das es jetzt hinauszulaufen scheint.

Connyland kündigt Widerstand an
Das Ende vor Augen, haben die Betreiber ein letztes Aufbegehren angekündigt. Sie wollen ein Referendum gegen die Revision des Tierschutzgesetzes ergreifen. Die Delfinkiller aus der Schweiz wollen einfach nicht von ihrem mörderischen aber sicher sehr einträglichen Geschäft lassen. Ungeachtet dessen, dass sie in gerade nur vier Jahren den Tod von acht Delfinen zu verantworten haben!
U.Karlowski

30.05.2012 - Die Lex-Connyland steht: In die Schweiz dürfen keine Delfine mehr eingeführt werden. Dem hat nach dem Ständerat nun auch der Nationalrat zugestimmt. Die GRD begrüßt diesen Entscheidung als Meilenstein und entscheidenden Schlag gegen die Haltung von Delfinen in Gefangenschaft. Eine Mehrheit des Nationalrates folgte dabei der Argumentation, wonach Delfine nicht artgerecht gehalten werden könnten – schon gar nicht im Binnenland Schweiz.

Acht tote Delfine in nur 4 Jahren
Ende November 2011 waren im Schweizer Vergnügungspark Connyland die beiden Großen Tümmler "Shadow" und "Chelmers" binnen einer Woche unter immer noch nicht restlich geklärten Umständen einen offensichtlich sehr schmerzvollen Tod gestorben. Damit hatte das Connyland in gerade nur vier Jahren acht Delfine verloren - ein enormer Blutzoll!

Zu wenige Delfine für die Weiterzucht
Derzeit "leben" im Connyland nur noch drei Delfine - ein erwachsenes Weibchen mit seinen zwei männlichen Jungtieren, eines im Alter von 9 Monaten, das andere im Alter von 7 Jahren. Es ist unmöglich, darauf eine Zucht aufzubauen und somit auch langfristig weiter Profite auf Kosten der Delfine zu erzielen.

Tümmler-Sperma für Schweizer Delfindame?
Ob die Betreiber des Connyland, wie angekündigt, ein Referendum gegen das Importverbot auf den Weg bringen werden, ist noch offen. Nach noch unbestätigten Informationen soll es aber bereits Pläne geben, jetzt mit Hilfe von in die Schweiz importiertem Delfin-Sperma und anschließender künstlicher Befruchtung die Zucht wiederzubeginnen. Sollte dies gelingen, wäre dies der endgültige Offenbarungseid, der die Herz- und Kaltblütigkeit der Delfinariumsbetreiber, die das letzte ihnen verbliebene Delfinweibchen zur Zuchtmaschine degradieren würden, mehr als verdeutlicht. Ungeachtet dessen, was sie bereits bislang zu verantworten haben!
U.Karlowski

04.06.2012 - Jetzt hat man doch ein Einsehen im Freizeitpark Connyland im thurgauischen Lipperswil (Schweiz): Das letzte Delfinarium der Schweiz wird seine verbliebenen drei Großem Tümmler abgeben oder verkaufen.

Der letzte Widerstand scheint gebrochen, das Connyland strebt kein Referendum gegen das kürzlich vom Schweizer Parlament beschlossene Importverbot von Delfinen mehr an. Bei der Information, man wolle mit Hilfe von in die Schweiz importiertem Delfin-Sperma und anschließender künstlicher Befruchtung die Zucht weiterführen, handelte es sich wohl nur um ein Gerücht.

Das Ende einer Sackgasse
Ohne neue Delfine kann das Connyland aber die Gefangenschaftshaltung von Delfinen nicht weiterführen, da die drei verbliebenen Tümmler alle miteinander verwandt sind (eine Mutter mit ihren zwei männlichen Jungtieren). Da das ältere Männchen "Angel" mit seinen sieben Jahren bald geschlechtsreif ist, würde es versuchen, sich mit seiner Mutter "Chicky" zu paaren – an dieser Sackgasse, in die sich das Connyland letztendlich selbst manövriert hat, wird einmal mehr der haarsträubende Unsinn der Haltung von Delfinen in Gefangenschaft deutlich. "Angel" müsste also von seiner Mutter getrennt werden und allein leben, während er in freier Wildbahn jetzt mit gleichaltrigen Artgenossen eine "Männerbande" bilden oder sich einer anderen Delfingruppe anschließen könnte.

Wohin die drei verbleibenden Connyland-Delfine verbracht werden ist noch unklar, besonders der Transport des einjährigen Jungtieres "Secret" ist mit großen Risiken behaftet, er ist eigentlich noch zu jung, um die damit verbundenen Strapazen zu überstehen.

Die Schweiz wird "delfin-frei"
Damit scheint das Ende des Katastrophen-Delfinariums "Connyland" besiegelt, die Schweiz wird "delfin-frei", ein lange überfälliger Fortschritt. Vom Schweizer Steuerzahler möchte das Connyland allerdings noch eine angemessene Entschädigung, da man sich durch das Delfin-Importverbot enteignet sieht.

Acht tote Delfine in nur 4 Jahren
Ende November 2011 waren im Connyland die beiden Großen Tümmler "Shadow" und "Chelmers" binnen einer Woche unter immer noch nicht restlich geklärten Umständen einen offensichtlich sehr schmerzvollen Tod gestorben. Damit hatte das "Connyland" in gerade nur vier Jahren acht Delfine verloren - ein enormer Blutzoll!
U.Karlowski

Keine 20 m von ihrem natürlichen Lebensraum entfernt müssen sechs Delfine unter katastrophalen Bedingungen ihr Leben in einem winzigen Becken auf der Anlage des Ferienresorts Gran Bahia Principe Tulum in Mexiko fristenWer die Haltung von Delfinen in Gefangenschaft ablehnt, hat als Gast im Gran Bahia Principe Tulum keine Chance, dem Tierleid zu entkommen. Die GRD rät Mexiko-Urlaubern daher dringend davon ab, dieses Hotel zu buchen.

Im Hotel Gran Bahia Principe Tulum an der Karibikküste in Mexiko erleben Tierfreunde eine böse Überraschung: Sechs Delfine werden, keine 20 m von ihrem natürlichen Lebensraum entfernt, unter katastrophalen Bedingungen in einem winzigen Becken auf der Anlage des Ferienresorts gehalten.

Im ca. 4 m tiefen und ca. 20 m im Durchmesser "großen" Delfinpool dürfen sich die Gäste gegen zusätzliche Gebühr mit den Großen Tümmlern vergnügen, sie streicheln, sich durchs Becken ziehen lassen, Trainer spielen… Kinder werden laut Prospekt sogar aufgefordert, die Delfine zu küssen!

Mehrere Urlauber stehen um einen Delfin, um ihn zu streichelnFür die Tiere ist dies die reinste Qual, nicht einmal minimalste Erleichterungen sind ihnen gegönnt: kein Schatten, keine Rückzugsmöglichkeiten, sieben Tage die Woche von früh bis spät "Dienst" zum Vergnügen der Hotelgäste.

Die GRD fordert von den zuständigen Behörden in Mexiko die sofortige Schließung der Anlage und von den deutschen Reiseveranstaltern die Streichung des Ferienresorts aus ihrem Programm.

Der auf den Anlagen des Ferienresorts gelegene, aber von der externen Firma Dolphinaris betriebene Delfinpool wird nicht von jedem Veranstalter in der Hotelbeschreibung erwähnt (weil, so die "clevere" Erklärung, dieser ja offiziell nicht zum Resort gehört).

Deshalb erleben viele Gäste des Gran Bahia Principe Tulum eine böse Überraschung, so wie der Gast, der uns auf diese Anlage aufmerksam machte:

Das Ferienresort Gran Bahia Principe Tulum mit seinen kleinen Delfinbecken"Morgens gegen 5.30 Uhr wurden wir durch ein lautes, jämmerliches Pfeifen geweckt. Als ich auf dem Balkon stand, sah ich […] Delfine, die sich auf den flacheren Beckenrand Kopf an Kopf gelegt hatten und schrien. Ich dachte, ich sehe nicht recht, und meine Begleiterin fing sofort an zu weinen, als sie diese armen Tiere sah. Wenn es irgendwie möglich gewesen wäre, wären wir auf der Stelle abgereist."

Wir appellieren an Mexiko-Urlauber, das Hotel Gran Bahia Principe Tulum zu boykottieren! Unterstützen Sie auch unsere Protestkampagne.
Ulrike Kirsch

⇒ Online-Protestaktion

 

Anfang Februar 2013 war es endlich so weit: Das Delfinarium im Allwetterzoo Münster schließt seine Pforten! Die drei dort noch verbliebenen männlichen Großen Tümmler "Nando", "Palawas" und "Rocco" sollen am Dienstagmorgen ins Delfinarium Haderwijk abtransportiert worden sein.

Ursprünglich wollte man die Delfinhaltung bereits Ende 2012 beenden, doch es gab wohl Probleme, eine Zeit lang schienen die Verantwortlichen nicht so recht zu wissen, wohin mit den Tieren. Während es sich bei Nando um ein "geparktes" Männchen aus dem Tiergarten Nürnberg handelt, stammen die beiden anderen Tümmler aus Haderwijk.

Der Abschied wurde aus nicht näher bekannten Gründen über mehrere Wochen vertagt. Das lang ersehnte Aus nach 38 Jahren Delfinhaltung hatte finanzielle Hintergründe. Die Anlage im Allwetterzoo ist mit ihrem gerade einmal 10 mal 20 Meter "großen" Hauptbecken absolut unterdimensioniert. Laut Zoochef Jörg Adler wären rund 20 bis 30 Millionen Euro nötig gewesen, um die Haltungsbedingungen auf den neuesten Stand zu bringen.

Die GRD begrüßt die längst überfällige Schließung des völlig veralteten Münsteraner Delfinariums ausdrücklich.

Von ehemals 9 Delfinarien in Deutschland haben in den vergangenen zwei Jahrzehnten somit 7 Anlagen die Delfinhaltung aufgegeben:

  • Europapark Rust
  • Holiday Park Hassloch
  • Phantasialand Brühl
  • Tierpark Hagenbeck, Hamburg
  • Hansapark Sierksdorf
  • Heidepark Soltau (seit Herbst 2008)
  • Allwetterzoo, Münster

Somit existieren in Deutschland nur noch die beiden Delfinarien in den Zoos Nürnberg und Duisburg.

Zwei im türkischen Delfinarium Sealanya gefangene Große Tümmler dümpeln apathisch vor einem Absperrgitter02. 05.2013 - Nach Informationen der "Deutsch Türkischen Nachrichten" soll das wegen seiner katastrophalen Haltungsbedingungen seit Langem im In- und Ausland heftig kritisierte Delfinarium in Kaş (Provinz Antalya) geschlossen worden sein. Die anhaltende Kritik von Nichtregierungsorganisationen habe laut "Deutsch Türkischer Nachrichten" Wirkung gezeigt.

Experten der GRD hatten die Zustände in den Delfinarien an der türkischen Riviera mehrfach unter die Lupe genommen, zuletzt im Juli 2012 gemeinsam mit einem TV-Team des Senders VOX für die Sendung "Hilfe, mein Urlaub geht baden". Das erschreckende Ergebnis der Analyse von zwei GRD-Experten aus dem Jahr 2010 festigte die Haltung der REWE Touristik mit den Veranstaltermarken ITS, JAHN REISEN und TJAEREBORG und anderer großer deutscher Tourismuskonzerne, seinen Gästen auch weiterhin keine Ausflüge zu den Delfinarien an der türkischen Riviera anzubieten.

Die beiden in der Anlage in Kaş dahinvegetierenden Delfine, die unter anderem auch für Delfin-Therapien missbraucht wurden, sollen bereits Ende April ins Moonlight-Delfinarium in Kemer, einen Vergnügungs- und Aquapark, gebracht worden sein. Die Anlage in Kaş werde nun demontiert, berichtet Hürriyet.

"Die Schließung des Delfinariums in Kaş ist natürlich sehr zu begrüßen. Für die Delfine ist die Unterbringung in Kemer allerdings allenfalls eine geringfügige Linderung einer schlimmen, quälenden Lebenssituation. Auch das Show-Delfinarium in Kemer gehört geschlossen", fordert die GRD. Wie die "Deutsch Türkischen Nachrichten" berichten, wurden unter Federführung des renommierten türkischen Schriftstellers Buket Uzuner 20.000 Unterschriften über die Petitions-Webseite Change.org gegen das Delfinarium in Kaş gesammelt.
GRD-Presse

Delfin springt durch einen Feuerreifen in einem im Delfin-Wanderzirkus in IndonesienNach monatelangen Protesten aus der ganzen Welt hat der indonesische Forstminister jetzt zugesagt, Delfin-Wanderzirkusse zu verbieten und die verbleibenden Delfine zu rehabilitieren. Das ist ein toller Erfolg.

Wir danken allen, die unserem Aufruf gefolgt sind und sich an den Online-Protesten beteiligt haben. Mitmachen lohnt sich also!

Um sie auf ein Leben in Freiheit vorzubereiten, kommen die etwa 72 Zirkusdelfine nun in eine Rehabilitationsanlage, die unsere Partnerorganisation Earth Island Institute zusammen mit der indonesischen Tierschutzorganisation JAAN (Jakarta Animal Aid Network) an der Küste errichtet hat.

Bis zuletzt hatten Mitglieder von indonesischen Wanderzirkussen mit harten Bandagen gekämpft, um ihre Pfründe zu verteidigen. Nur mit kugelsicheren Westen konnten der amerikanische Delfinschützer Ric O’Barry und Mitglieder von JAAN an einer vor Kurzem abgehaltenen öffentlichen Podiumsdiskussion in Jakarta über mobile Delfinshows teilnehmen! Anlass für diese drastischen Sicherheitsmaßnahmen waren Gewaltandrohungen und ein regelrechter Mob vor dem Veranstaltungsort.
Ulrike Kirsch, 14.02.2013

Gilly braucht Hilfe

Mosambik Patendelfin GILLY schwimmt in rauer See mit einer Welle, Kopf und Rückenfinne sind sichtbar.

Gilly ist ein Weibchen. Sie wurde im Juli 2003 identifiziert und ist sehr neugierig und gesellig. Gilly ist zweifache Mutter, 2007 brachte sie das Delfinmädchen "Gulliver" zur Welt, 2010 "Gypsy".

⇒ Video "Gulliver und Gilly beim Spiel mit Artgenossen und einem Kugelfisch"

⇒ Patenschaft für Gilly (Mosambik) ⇒ Patenschaft verschenken

Ihre Hilfe für bedrohte Delfine

Ein kleiner Delfin blickt uns neugierig an.

Delfine suchen Freunde!

Indopazifischer Großer Tümmler. Foto: DWA / Angela Ziltener