04.06.2012 - Jetzt hat man doch ein Einsehen im Freizeitpark Connyland im thurgauischen Lipperswil (Schweiz): Das letzte Delfinarium der Schweiz wird seine verbliebenen drei Großem Tümmler abgeben oder verkaufen.

Der letzte Widerstand scheint gebrochen, das Connyland strebt kein Referendum gegen das kürzlich vom Schweizer Parlament beschlossene Importverbot von Delfinen mehr an. Bei der Information, man wolle mit Hilfe von in die Schweiz importiertem Delfin-Sperma und anschließender künstlicher Befruchtung die Zucht weiterführen, handelte es sich wohl nur um ein Gerücht.

Das Ende einer Sackgasse
Ohne neue Delfine kann das Connyland aber die Gefangenschaftshaltung von Delfinen nicht weiterführen, da die drei verbliebenen Tümmler alle miteinander verwandt sind (eine Mutter mit ihren zwei männlichen Jungtieren). Da das ältere Männchen "Angel" mit seinen sieben Jahren bald geschlechtsreif ist, würde es versuchen, sich mit seiner Mutter "Chicky" zu paaren – an dieser Sackgasse, in die sich das Connyland letztendlich selbst manövriert hat, wird einmal mehr der haarsträubende Unsinn der Haltung von Delfinen in Gefangenschaft deutlich. "Angel" müsste also von seiner Mutter getrennt werden und allein leben, während er in freier Wildbahn jetzt mit gleichaltrigen Artgenossen eine "Männerbande" bilden oder sich einer anderen Delfingruppe anschließen könnte.

Wohin die drei verbleibenden Connyland-Delfine verbracht werden ist noch unklar, besonders der Transport des einjährigen Jungtieres "Secret" ist mit großen Risiken behaftet, er ist eigentlich noch zu jung, um die damit verbundenen Strapazen zu überstehen.

Die Schweiz wird "delfin-frei"
Damit scheint das Ende des Katastrophen-Delfinariums "Connyland" besiegelt, die Schweiz wird "delfin-frei", ein lange überfälliger Fortschritt. Vom Schweizer Steuerzahler möchte das Connyland allerdings noch eine angemessene Entschädigung, da man sich durch das Delfin-Importverbot enteignet sieht.

Acht tote Delfine in nur 4 Jahren
Ende November 2011 waren im Connyland die beiden Großen Tümmler "Shadow" und "Chelmers" binnen einer Woche unter immer noch nicht restlich geklärten Umständen einen offensichtlich sehr schmerzvollen Tod gestorben. Damit hatte das "Connyland" in gerade nur vier Jahren acht Delfine verloren - ein enormer Blutzoll!
U.Karlowski

Nama braucht Hilfe

Peru Patendelfin NAMA taucht gerade vor einem anderen Delfin ab, gut zu erkennen ist der mit vielen Kerben gezeichnete rückwärtige Teil ihrer Finne.

Nama wurde 2006 erstmals identifiziert. Nama hat mehrere Kerben und zwei auffällige Narben in der Finne. Nama hält sich von Booten fern.

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Indopazifischer Großer Tümmler spielt mit einem Kugelfisch.

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