Zwei im türkischen Delfinarium Sealanya gefangene Große Tümmler dümpeln apathisch vor einem AbsperrgitterNachdem der Tourismuskonzern TUI auf Druck der GRD kurz vor Weihnachten bereits sein Angebot für das tierquälerische Delfinarium Cayo Santa Maria auf Kuba aus dem Ausflugsprogramm genommen hatte, wurden jetzt weltweit Bewerbung und Verkauf von Ausflügen zu Delfinarien fast vollständig gestoppt.

Seit Jahren setzt sich die GRD mit Erfolg bei den großen Tourismusanbietern dafür ein, dass diese keine Ausflüge in Delfinarien mehr anbieten.

So bieten die großen deutschen Reiseveranstalter seit 2010 ihren Gästen keine Ausflüge zu den Delfinarien an der Türkischen Riviera mehr an. Grundlage war eine Situationsanalyse vor Ort durch zwei GRD-Experten.

TUI stoppt Verkauf von Delfinariumsausflügen und deren Bewerbung
Auf Dauer scheint das Delfinariums-Angebot die TUI dann doch vor zu viele Imageprobleme gestellt zu haben. Jedenfalls sind Ausflüge, Bewerbung und Verkauf von Ausflügen in Delfinarien seit Januar 2014 gestoppt. Weiterhin teilte uns Annika Föhse, Referentin Nachhaltigkeitsmanagement, der TUI mit: "Auch soll es in unseren Reisekatalogen künftig keine Bilder mit Delfinen und Orcas und keine Katalogtexte mehr geben, die zum Besuch von Delfinarien ermuntern. Wir versuchen, dies bereits für die Winterkataloge 2014/15, die im Juni bzw. Juli 2015 erscheinen, umzusetzen."

Leider kein vollständiger Abschied von Delfinarien
Damit hat die TUI eine Vorreiterrolle im Tourismusbereich in Deutschland übernommen. Die GRD begrüßt diese Entscheidung ausdrücklich und hofft sehr, dass sich andere Tourismuskonzerne dieser fortschrittlichen Haltung anschließen werden.

Doch so erfreulich der lange überfällige Schritt der TUI ist, so unerfreulich ist, dass es Ausnahmen gibt. Von der Regelung ausgenommen wurden, so die TUI, der Loro Parque auf Teneriffa sowie SeaWorld in Kalifornien und Florida. Diese Parks werden mehr als Themenparks angesehen, da die integrierten Delfinarien lediglich einen kleinen Teil des gesamten Angebotes darstellen. Dennoch wird die TUI auch hierfür die aktive Bewerbung im Internet und in den Katalogen einstellen.

Ein Gruppe von Touristen steht im flachen Wasser und hat einen Delfin eingekesselt, um ihn streicheln zu können, tödlicher Stress für den Meeressäuger, Delfinarium Sealanya, TürkeiEs ist aus Sicht der GRD sehr bedauerlich, dass die TUI ausgerechnet bei diesen "Schwergewichten" der internationalen Delfinariumsindustrie vor der eigenen Courage zurückschreckt. Denn spätestens seit dem erschütternden Dokumentarfilm BLACKFISH über die Hintergründe der tierquälerischen Haltung von Orcas in Gefangenschaft, die im Loro Parque und in den SeaWorlds stattfindet, sollte auch der TUI klar sein, das derartige "Themenparks" eine absolute No-Go-Area sind. Aber das kann ja noch kommen, wir bleiben jedenfalls dran!
GRD-Presse, Februar 2014

⇒ Die Welt v. 08.11.2013: Warum ein Wal seinen Menschen tötete

Vitali braucht Hilfe

Peru Patendelfin VITALI, dümpelt ruhig im Wasser, Kopf, Blasloch, Finne und sein linkes Auge sind sichtbar.

Vitali steckt voller Lebenskraft. Er hat keine Schwanzfluke, kommt aber dennoch zurecht - nicht zuletzt Dank seines Freundes Viatli-Pal.

⇒ Patenschaft für Vitali (Paracas/Peru) ⇒ Patenschaft verschenken

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Ein kleiner Delfin blickt uns neugierig an.

Delfine suchen Freunde!

Indopazifischer Großer Tümmler. Foto: DWA / Angela Ziltener