Sealanya 0161München, 03.03.2015 - Verbände fordern Reisebranche zu Verbesserungen im Tier- und Artenschutz auf: Anlässlich der Internationalen Tourismus-Börse (ITB), die vom 4. bis 8. März 2015 in Berlin stattfindet, fordern elf deutsche und internationale Tier- und Artenschutzorganisationen von den Reiseveranstaltern, Wildtiere vor Missbrauch als Touristenattraktion zu schützen.

Ob Delfine, Tiger oder Elefanten – noch immer müssen Wildtiere zur Unterhaltung von Touristen leiden.

Ein Kriterienkatalog soll den Reiseveranstaltern helfen, ihre Angebote tierfreundlich zu gestalten.

Ausrottung aus purer Gier
Attraktionen mit gefangenen Wildtieren stehen bei vielen Reisenden hoch im Kurs und füllen die Kassen der Veranstalter. Für die betroffenen Tiere bedeutet dies jedoch meist eine lebenslange Qual und einen frühen Tod. Besonders bedenklich ist, dass unzählige dieser Touristen-Tiere aus der freien Wildbahn stammen.

„Für einige Arten wird dieser Blutzoll mit dem Aussterben enden und das nur, damit skrupellose Reiseveranstalter schnelle Gewinne einfahren können“, warnt der Biologe Ulrich Karlowski von der Gesellschaft zur Rettung der Delphine e.V. (GRD).

Die Tier- und Artenschutzverbände fordern, dass deutsche Reiseunternehmen sich zu wirklich tierfreundlichen Standards bekennen. Angebote wie Delfinarien, Wildtier-Shows, Elefanten als Reit- und Showtiere und unseriöse Tierwaisenhäuser müssen aus den Reiseangeboten verschwinden.

Kriterienkatalog zur Verhinderung von Tiermissbrauch
Mit ihrem Positionspapier wollen die Tierschützer der Reiseindustrie Kriterien an die Hand geben, die einen Missbrauch von Wildtieren für Touristenattraktionen verhindern und den Schutz von Wildtieren fördern.

Das Positionspapier wurde unterzeichnet von Animal Public e.V., Bund gegen Missbrauch der Tiere e.V., Deutscher Tierschutzbund e.V., Gesellschaft zur Rettung der Delphine e.V., Meer e.V., Menschen für Tierrechte - Bundesverband der Tierversuchsgegner e.V., Peta Deutschland e.V., Pro Wildlife e.V., Vier Pfoten Stiftung für Tierschutz, Whale and Dolphin Conservation, World Animal Protection.

⇒ Gemeinsames Positionspapier: Wildtiere im Tourismus (PDF)

Dobro Jutro braucht Hilfe

Adria Patendelfin DOBRO JUTRO (guten Morgen) in einer Gruppe von 4 Tümmlern, die eng zusammen fast auf gleicher Höhe schwimmen.

Dobro Jutro (Guten Morgen) war der erste Delfin, den unsere kroatischen Partner eines Morgens bereits um 6.30 Uhr sichteten (zweiter von vorne).

⇒ Patenschaft für Dobro Jutro (Adria/Kroatien) ⇒ Patenschaft verschenken

Ihre Hilfe für bedrohte Delfine

Ein kleiner Delfin blickt uns neugierig an.

Delfine suchen Freunde!

Indopazifischer Großer Tümmler spielt mit einem Kugelfisch.