Erlebnisbericht eines entsetzen Tauchers: Einfach nur eine abartige, rücksichtslose und für Schnorchler im Wasser sehr gefährliche Delfinjagd. Das hat nichts mit dem versprochenen ruhigen Schwimmen mit Delfinen zu tun!

Es waren am 12.8.2015 nicht nur die Fa. Mogli am Werk, auch noch andere Großschiffe mit Schlauchbooten die auch regelrecht Jagd machten und zwischen der Delfinschule und Schnorchlern hineinfuhren und ihre Passagiere absetzten. Absetzen heißt in diesem Fall, ca. 10 Personen ganz schnell ins Wasser stupsen, um die andere Gruppe, die davor hineingeschmissen wurde wieder aufzunehmen. Dabei ging der Fahrer von Mogli besonders rücksichtslos zu Werke und wäre fast uns und den nach Luft holenden Delfinen, über die Köpfe gefahren.

Hauptsache seine Kunden für Sekunden in die Nähe von Delfinen zu bringen - Spitze sage ich da nur. Freunde der Delfine fangt doch damit an, keine 2-Takt-Aussenboarder zu verwenden, und mit Rücksicht auf die Tiere zu agieren. Die Delfine waren nur auf der Flucht und versuchten im Zickzack zu entkommen oder einfach tief am Grund liegen zu bleiben - das konnten aber leider die Jungtiere nicht so lange aushalten und so mussten die Mütter nach oben und die Schule versuchte, sie zu schützen.

Wenn ich wüsste, woher Sie die Genehmigung haben und mir die Adresse von diesem Ministry of Tourism geben, werde ich mich dorthin wenden. Aber seien Sie sicher, dass wenn Sie nicht von Oben gestraft werden, die Delfine sich einen anderen Ort suchen werden!!

Am Ende gebe ich Ihnen und den anderen "Delfinfightern! einen Tipp: bleibt mit euren Mutterschiffen 100m weg und lasst erstmal die, die schon Vorort sind, ganz ruhig die Schule besuchen (und nicht mit euren Booten dazwischen fahren). Nach einer Weile kann man die nächsten Gaste dazu hineinlassen und alles ist auch für die Tiere entspannt und chillig.

Ansonsten wird euch die Natur strafen – genauso, wie die Riffe auf der Meerseite tot sind - da kommen bald auch keine Tauchtouristen mehr - dann habt ihr es geschafft LOL. Ich bin langjähriger Taucher mit deutscher Ausbildung und schnorchle auch sehr gerne - bin weltweit getaucht und sehe hier leider extreme Fehler.

Der Autor hat darum gebeten, dass wir seinen Namen nicht veröffentlichen.

Ferdinand-Destiny braucht Hilfe

Unterwasseraufnahme des Hurghada Patendelfins Ferdinand-Destiny, die schräg in der Wassersäule steht, ihr Baby FRODO schwimmt dicht über ihr.

Ferdinand-Destiny überlebte 2001 einen Haiangriff. Schwer verwundet suchte sie Schutz bei Tauchern. Als die Wunden heilten, kehrte sie zu ihrer Gruppe zurück, doch ihr Interesse an Menschen blieb. 2012 bekam sie ihr erstes Kalb: Frodo, 2016 ein weiteres.

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