Delfine werden eingekreist bei der Dolphinhouse Tour.Gebucht hatten einen reinen Schnorchelausflug (1 Tag, 3 Inseln) über unseren Reiseleiter im Hotel. Der Name war Masters, ich glaube sie gehören zur FTI Gruppe. Wir wurden morgens um 8.00 Uhr von einem Taxifahrer im Hotel abgeholt.

Es gibt keinerlei Informationen oder eine Einweisung
Nach einer halben Stunde, mussten wir an einer Straße aussteigen. Niemand war da, der uns abholte. Also mussten wir uns den Weg über eine steile Straße, die bergab führte, zu den Booten selber suchen. Dort angekommen, wurden wir auf die Boote verteilt. Wir mussten über 3 andere Boote klettern, um zu unserem gelangen zu können. Es gab keine Einweisung auf dem Boot, nur das wir nach oben auf das Sonnendeck sollten. Dort angekommen, warteten und warteten wir, bis es endlich losging.

Plötzlich befindet man sich auf einer ganz anderen Tour
Nach gut einem Kilometer auf dem Meer, wurden wir aus der Gruppe geholt. Man teilte uns mit, dass wir jetzt zum Dolphinhouse fahren. Entsetzt schaute ich den Guide an, und fragte ihn nach unserer eigentlich gebuchten Tour. Er erwiderte nur, dass wir doch jetzt eine viel bessere Tour hätten und nicht einmal die 41 Euro bezahlen müssten wie die anderen Gäste.

Dann passierte genau das, was ich vor meinem Urlaub schon im Internet gesehen hatte... Sobald die Rückenflossen von Delfinen zu sehen waren, nahm der Kapitän Fahrt auf und hupte um andere Boote darauf aufmerksam zu machen. Eine wahre Hetzjagd begann.

Panisch versuchen die eingekreisten Delfine zu entkommen
Delfine werden eingekreist bei der Dolphinhouse Tour.Die Delfine wurden eingekreist von 5-6 Booten, ihnen wurde der Weg abgeschnitten. Speedboote und Schlauchboote, warfen Menschen über ihnen ab. Die armen Tiere suchten panisch nach einem Weg um ihnen zu entkommen, keine Chance.

Tränen liefen über mein Gesicht, und ich fühlte mich unendlich schlecht auf solch einem Boot sitzen zu müssen. Die restlichen Passagiere grölten und lachten, machten Fotos wenn wieder Delfine zu sehen waren. Wir blieben sitzen, sehr zum Unverständnis der Besatzung. Sie hatten kein Verständnis für uns, warum wir keine Freude daran hatten. Ich diskutierte mit ihnen, fand aber überhaupt kein Gehör.

Beim Schnorcheln holt der Guide Seeigel, Seegurken oder Muscheln aus dem Wasser
Nachdem alle Touristen ihre Fotos hatten, fuhren wir weiter zu einem Riff, um Schnorcheln zu gehen. Auch hier wieder keine Einweisung, und das bei relativ hohem Wellengang. Der Guide holte Tiere aus dem Wasser, Seeigel, Seegurken, Muscheln usw., um sie den Gästen in die Hände zu drücken.

Touristen werden vergessen und einfach im Meer zurückgelassen
Eine große Mehrheit auf dem Boot hatte keine Schnorchelerfahrung, viele kehrten nach 15 Minuten zurück auf das Boot. Der Guide, ein Mann, und wir schnorchelten weiter. Als wir wieder auftauchten, war unser Boot weg. Nach einiger Zeit auf dem Wasser, kehrte es zurück zu uns. Dies hatten wir nur zwei Mädels zu verdanken, welche mit uns im Taxi gefahren waren. Sie schrien und machten den Kapitän darauf aufmerksam, dass noch Gäste fehlten.

Auch Korallen werden den Touristen in die Hände gedrückt
Zu guter Letzt übergab unser Guide noch einem englischem Pärchen ein Stück von einem Riff. Aber mit der Bitte, sie sollten nichts sagen, weil die deutschen Frauen auf dem Boot darüber nicht so begeistert wären.

Ein Appell:
Bitte informiert euch vor der Reise über seriöse Unternehmen, denn die gibt es auch. Zum Glück hatten wir im Vorfeld noch eine andere Tour gebucht, und durften erfahren, mit wie viel Respekt und Verantwortung die Natur im Roten Meer behandelt wird. Bucht auch bitte keine Touren bei eurer Reiseleitung, denn die wollen nur Geld verdienen zum Leidwesen der lieben Delfine und der Natur.

Noch gibt es intakte Riffe und Delfine im Roten Meer. Geht dieses so weiter, wird es irgendwann dort nichts mehr geben. Traurig wie die Menschen, die Natur mit Füßen treten...
N. S. im September 2015

Ferdinand-Destiny braucht Hilfe

Unterwasseraufnahme des Hurghada Patendelfins Ferdinand-Destiny, die schräg in der Wassersäule steht, ihr Baby FRODO schwimmt dicht über ihr.

Ferdinand-Destiny überlebte 2001 einen Haiangriff. Schwer verwundet suchte sie Schutz bei Tauchern. Als die Wunden heilten, kehrte sie zu ihrer Gruppe zurück, doch ihr Interesse an Menschen blieb. 2012 bekam sie ihr erstes Kalb: Frodo, 2016 ein weiteres.

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