Ein Paracas-Tümmler lugt aus dem Wasser und schwimmt dabei langsam auf uns zu, seine Rückenfinne ist gerade dabei die Wasseroberfläche zu durchbrechen. Seit September 2011 sind sich australische Forscher sicher, dass es nicht zwei, sondern drei Tümmler-Arten gibt.

Neben dem aus den TV-Sendungen "Flipper" bekannten Großen Tümmler (Tursiops truncatus) und dem Indopazifischen Großen Tümmler (Tursiops aduncus) gibt es in den Gewässern vor dem australischen Bundesstaat Victoria eine Population von Tümmlern, die sich derart deutlich von den bisher bekannten Arten unterscheidet, dass sie als eigenständige Art - Tursiops australis oder Burrunan Delfin - klassifiziert werden muß.

Es bedurfte recht aufwendiger Untersuchungen, um die neue Art aufzuspüren. Die Forscher von der Monash University in Clayton konnten erst durch vergleichende Studien an zahlreichen Delfinschädeln, darunter auch bis zu 100 Jahre alte Museumsstücke, sowie mit Hilfe vergleichender Genanalysen signifikante Unterschiede zu den beiden anderen Tursiops-Arten feststellen und die neue Delfinart aus der Taufe heben.

Wenn man genau hinschaut, dann lässt der Burrunan Delfin aber auch bereits mit bloßem Auge von seinem wesentlich größeren Verwandten, dem Großen Tümmler, unterscheiden, der seinen Namen also weiterhin zu Recht trägt. So ist Tursiops australis mit durchschnittlich etwa 2,60 Metern Körperlänge deutlich kleiner, andererseits auch wiederum etwas größer als der Indopazifische Große Tümmler, der es im Schnitt auf eine Körperlänge von etwa 2,40 Metern bringt. Diese beiden auf Anhieb auseinanderzuhalten, dürfte allerdings recht knifflig sein - sicher mit ein Grund, warum man erst jetzt auf die Burrunan Delfine stieß.

Problematisch ist die Größe der bislang bekannten Gruppen der neuen Tümmler-Art. Ihr Lebensraum beschränkt sich auf ein recht kleines Meeresgebiet in der Nähe von Melbourne. Während eine Gruppe nur 50 Tiere umfasst, bringt es die zweite immerhin auf 100. Sicher werden sich aber noch weitere Populationen finden, jetzt, wo man weiß, wonach man suchen muss: Nach der dritten Tümmler-Art.
© U. Karlowski, November 2011

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