Ein vor La Gomera tot gestrandeter Zwergpottwal liegt an Land auf einer grünen Plane, sein Maul ist weit geöffnet, am Schwanzstiel ist noch das Seil, mit dem er aus dem Wasser gehievt wurde, befestigt.In den kommenden drei Jahren muss die US-Marine bei Marinemanövern zum Schutz von Meeressäugern auf den Einsatz von Sonarsystemen und Übungsmunition in bestimmten Gebieten im Pazifik verzichten oder zumindest stark einschränken. US-Naturschutzorganisationen, darunter der Natural Ressource Defense Council (NRDC), hatten geklagt und haben sich jetzt außergerichtlich mit der Navy geeinigt. Die Schutzzonen umfassen wichtige Lebensräume für Delfine und Wale rund um Hawaii und vor der Küste Kaliforniens.

Hunderte toter Delfine und Wale bei Marinemanövern befürchtet
Laut einer von der US-Marine 2013 veröffentlichten Umweltverträglichkeitsstudie musste damit gerechnet werden, dass bei Waffentests und Marinemanövern Hunderte Delfine und Wale getötet, über 10.000 schwer und fast zwei Millionen leicht verletzt werden. Die Tiere werden vor allem durch Sonarsignale, Unterwasserexplosionen sowie durch Kollisionen mit U-Booten und Schiffen der Navy in tödliche Gefahr gebracht.

In europäischen Gewässern, insbesondere im Mittelmeer, kommt es immer wieder zu Delfin- und Walstrandungen, die zeitlich und örtlich mit militärischen Manövern korrelieren. Im Dezember 2007 beschloss das spanische Umwelt- und Verteidigungsministerium, dass in einem Umkreis von 50 Seemeilen (ca. 90 km) um die Kanarischen Inseln der Einsatz leistungsstarker Sonare durch das Militär verboten ist. Mit dem Verbot des Einsatzes von Hochleistungssonaren reagierte die spanische Regierung als erstes Land auf eine Empfehlung des EU-Parlamentes vom Oktober 2004, diese Technologie nicht einzusetzen, wenn Wale in Gefahr sein könnten.

Die Entscheidung der US-Marine ist ein wichtiger Schritt für den Schutz von Meeressäugetieren.

So profitieren u. a. Buckelwale oder Blauwale sowie eine ganze Reihe residenter Delfinpopulationen rund um Hawaii und vor der Küste von Kalifornien. Einen derart umfassenden Verzicht auf den Einsatz von Waffensystemen zum Schutz von Meerestieren hat es seitens der US-Marine noch nie gegeben.
GRD-Presse, 17. September 2015

⇒ Massaker auf Raten: US-Marine wird Hunderte Wale und Delfine töten

INGRID braucht Hilfe

Unterwasseraufnahme des Mosambik Patendelfins INGRID, Nahaufnahme des Kopfes, in ihrer Schnauze hält sie einen kleinen runden Fisch.

Ingrid ist ein Weibchen und wurde 2006 identifiziert. Sie wurde nach einer Frau benannt, deren letzter Wunsch es war, einmal mit Delfinen zu schwimmen. Ingrid verbrachte besonders viel Zeit mit ihr, als ob sie die ungewöhnliche Situation spürt...

⇒ Patenschaft für Ingrid (Mosambik) ⇒ Patenschaft verschenken

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Ein kleiner Delfin blickt uns neugierig an.

Delfine suchen Freunde!

Indopazifischer Großer Tümmler spielt mit einem Kugelfisch.