11.10.2012 – Die vor den Küsten Westafrikas in großem Maßstab fischenden Piratenfischer dürfen ihre Fänge ganz legal in die EU exportieren. Dies enthüllte die britische Umweltorganisation Environmental Justice Foundation (EJF) Anfang Oktober mit ihrem Bericht "Pirate Fishing Exposed".

Laut EJF, die zwei Jahre lang die Situation vor Westafrika untersuchte, ist der Anteil der IUU-Fischerei (illegale, unregulierte und ungemeldete Fischerei) in Westafrika mit bis zu 37 Prozent der in den dortigen Küstengewässern gefangenen Fischmenge am höchsten. Die skrupellosen Piratenfischer dringen unerlaubt in die Küstengebiete vor, greifen dort lokale Fischer an, verweigern die Zahlung von Strafen und plündern hemmungslos die Fischbestände einiger der ärmsten Länder Welt.

Dass ausgerechnet Westafrika besonders stark unter der IUU-Fischerei leidet, ist nicht erstaunlich. Den staatliche Institutionen fehlt es an allem, um eine angemessene Kontrolle ihrer Fanggebiete und den Schutz der eigenen Fischerboote sicherzustellen oder lassen sich nur allzu gerne korrumpieren.

EJF kritisiert die EU-Regelung, welche seit 2010 den Import von illegal gefangenem Fisch verhindern soll und die Tatenlosigkeit der Behörden, scharf. "Die EU verlässt sich allzu gutgläubig auf die Versicherungen der Staaten, unter deren Flagge illegal gefischt wird", beklagt EJF-Geschäftsführer Steve Trent. "Die Behörden, die in europäischen Häfen angelandeten Fisch kontrollieren, haben nur sehr wenige verlässliche Informationen über das was wirklich dort passiert, wo der Fisch gefangen wurde".

Ein Sprecher von EU-Fischereikommisarin Maria Damanaki zeigte sich angesichts der EJF-Enthüllungen besorgt. Falls sich die Informationen des Berichts bewahrheiten, würden die betreffenden Fangschiffe keinen Fisch mehr in europäischen Häfen anlanden und diese auch nicht mehr anlaufen dürfen.
U.Karlowski

FERDINAND-DESTINY braucht Hilfe

Unterwasseraufnahme des Hurghada Patendelfins Ferdinand-Destiny, die schräg in der Wassersäule steht, ihr Baby FRODO schwimmt dicht über ihr.

Ferdinand-Destiny überlebte 2001 einen Haiangriff. Schwer verwundet suchte sie Schutz bei Tauchern. Als die Wunden heilten, kehrte sie zu ihrer Gruppe zurück, ihr Interesse an Menschen blieb. 2012 bekam sie ihr erstes Kalb: Frodo, 2016 ein weiteres.

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