Jagd auf Delfine in Peru – Patendelfine nicht in Gefahr
Seit 1999 kämpft die GRD, gemeinsam mit ihrer peruanischen Partnerorganisation ACOREMA gegen die Jagd auf Delfine vor der Küste des Andenstaates Peru. Skrupellose Fischer harpunieren dabei Dusky-Delfine, das Blut der verwundeten Meeressäuger soll Haie anlocken. Anschließend werden die Delfine an Bord der Fischerboote getötet und zerlegt, um ihr Fleisch als Köder für den Fang der angelockten Haie einzusetzen. Die Jagd auf Delfine ist in Peru...
Färinger im Blutrausch: Über 250 Grindwale abgeschlachtet
Gegen Ende Juli 2015 fanden während zweier Treibjagden auf den Färöer-Inseln über 250 den Tod. Die Tiere wurden grausam abgeschlachtet und verbluteten bei lebendigem Leib. Während in Australien oder Neuseeland Rettungsnetzwerke für Meeressäuger existieren und regelmäßig Hunderte von freiwilligen Helfern bei Strandungen von Grindwalen oder Delfinen herbeieilen, um aufopferungsvoll Hilfe zu leisten, finden vor den Toren Europas, auf den...
Keine Delfinjagd auf den Salomoninseln seit 2014
Nach Informationen unserer US-Partnerorganisation Earth Island Institute (EII) wurden von den Bewohnern der Salomoninseln weder 2014 noch 2015 Delfine gejagt. Anders lautende Meldungen entsprechen nicht den Fakten! Das EII hatte 2010 auf den Salomoninseln ein Projekt ins Leben gerufen, bei dem Dörfer finanzielle Ausgleichszahlungen erhalten, wenn sie die traditionelle Jagd und den Fang von Delfinen für Delfinarien einstellen. Mit den...
Wenn die Meere sterben, dann sterben auch wir
Nicole und Markus Kappelhoff, begeisterte Taucher und im Meeres- und Delfinschutz auch für die GRD aktiv, nahmen 2015 als "Cove Guardians" im Rahmen der Operation "Infinite Patience" von Sea Shepherd teil. Hier ihr erschütternder Bericht über die grausamen Delfintreibjagden in der Todesbucht von Taiji (Japan). Wir möchten unser Möglichstes dafür tun, dass die Aufklärung über die Grausamkeiten vorangetrieben wird, damit die schrecklichen...
Färinger töten 33 Pilotwale auf der Insel Sandoy
Das Leben von 33 Pilotwalen endete am 30. August auf einem Sandstrand der färöischen Insel Sandoy. Die Tiere wurden von den barbarischen Inselbewohnern abgeschlachtet. Sie starben einen langsamen und grauenvollen Tod. Die Bewohner der Inseln nutzen das Fleisch der Delfine zum Eigenverzehr. Das Massaker von Sandoy geht als zweite Pilotwaljagd oder "Grind" in die Todesstatistik für 2014 ein. Insgesamt sollen 2014 "erst" 46 dieser großen Delfine...
Wenn das Meer sich rot färbt: Japaner töten wieder Delfine
Und erneut färbt sich das Wasser in der Bucht von Taiji rot vom Blut sterbender Delfine. Die brutale Treibjagd auf Delfine ist, trotz weltweiter Proteste, wieder voll im Gange. Mehr als 250 Große Tümmler sollen derzeit in der Todes-Bucht zusammengetrieben worden sein. Unter den Tieren befindet sich auch ein extrem seltener junger Albino-Tümmler. Auch die Kritik der neuen US-Botschafterin in Japan, Caroline Kennedy, hat das blutige Gemetzel...
Hoffnung für Delfine in Japan: Auf der Insel Toshima erhalten Delfine Bürgerstatus
Mehr als erstaunliche Nachrichten gibt es aus Japan. Während einerseits in der Todes-Bucht bei Taiji am 1. September Fischer erneut mit ihren brutalen Delfinmassakern beginnen werden, erklärten die Fischer der kleinen, etwa 160 Kilometer vor Tokio gelegenen Insel Toshima ihre Delfine zu Mitbürgern. Dies ist einmalig auf der Welt. Die Meeressäuger genießen jetzt den vollen Schutz in den Gewässern rund um die Insel, zu deren Einwohnern...
Brutaler Delfinmord in Kroatien: Großer Tümmler stirbt im Kugelhagel
Pressemitteilung, 02.10.2012 - Von Schrotkugeln förmlich durchsiebt starb einer von nur noch etwa 220 Adria-Delfinen im September nahe der istrischen Hafenstadt Poreč. Der Portier eines Hotels, das ausgerechnet den Namen "Delfin" trägt, entdeckte den tot vor dem Hotelstrand treibenden Großen Tümmler. Bei der Obduktion fand man 7 Schrotkugeln im Brustkorb des erwachsenen Männchens. "Doch er war nicht sofort tot", erklärt Ulrike Kirsch,...
Projektbesuch in Peru 2012
Im Februar dieses Jahres war ich in Peru-Paracas, besuchte unser Delfin- und Meeresschutzprojekt, das die GRD seit 1999 mit der peruanischen Organisation ACOREMA durchführt. Es war mein vierter Projektbesuch und wieder einmal habe ich einen sehr guten Eindruck von der Arbeit unserer peruanischen Partnerorganisation vor Ort gewonnen. Ich habe viele Plätze und Leute besucht und wir konnten gemeinsam neue Pläne für das weitere Vorgehen...
Bambi-Preisträger Ric O’Barry verdammt EDEKA-Thunfisch als "blutige Schande"
Pressemitteilung, 29.03.2012 - Richard O'Barry (Held des Oscar-prämierten Dokumentarfilms "Die Bucht" 2010, Bambi-Preisträger 2011, Ex-TV-"Flipper"-Trainer) aus Miami warnt eindringlich vor "delfintödlichem" Dosenthunfisch, der von EDEKA verkauft wird: "Es ist schändlich und verdammenswert, dass sich einer der größten deutschen Lebensmitteldiscounter an grausamen Delfinmorden beteiligt und bereichert. Damit stellt sich EDEKA moralisch auf...
Jagd auf Delfine mit Schrotflinte und Harpune
"Nur ein toter Delfin ist ein guter Delfin".... Zwar heißt der Große Tümmler auf Kroatisch der "Gute Delfin" (dobri dupin), doch seit eh und je betrachten die meisten Fischer, wie fast überall auf der Welt, Delfine als Nahrungskonkurrenten. So müssen die Meeressäuger häufig auch für den Rückgang der Fischbestände als Sündenböcke herhalten. Noch bis in die 1960er-Jahre vergab der damalige jugoslawische Staat "Kopfprämien" für jeden toten...
Traurige Bilanz des "UN-Jahr des Delfins 2007/2008"
Pressemitteilung, 06.01.2009 - Das mit großem Mediengewitter eingeläutete und um ein Jahr verlängerte "UN-Jahr des Delfins" (2007 und 2008) ist nach Ansicht der Gesellschaft zur Rettung der Delphine (GRD) weit hinter den hochgesteckten Erwartungen zurückgeblieben. "Die Bilanz ist mehr als enttäuschend, für die Delfine wurde nichts erreicht. Der Chinesische Flussdelfin gilt seit 2007 als ausgestorben. Weitere Arten stehen kurz davor, so die...
Gesundheitsbehörde der Färöer rät dringend vom Grindwalfleischverzehr ab!
30.11.2008 - Was den Wikingern einst recht und billig war, bringt bei einigen ihrer Nachfahren heute die Familienplanung durcheinander. Die Bewohner der im Nordatlantik gelegenen Färöer, einer zu Dänemark gehörenden Inselgruppe mit Selbstverwaltung, laben sich, wie ihre Vorfahren, gerne am Fleisch von Grindwalen (einer Delfinart) und Delfinen. Neben den Norwegern, Isländern und Grönländern gehören die knap 50.000 Bewoner der Färöer-Inseln zu...
Delfine zerstückelt als billiger Hai-Köder
Wie wir befürchtet hatten, werden immer noch Delfine entlang der peruanischen Küste getötet, obwohl dies per Gesetz verboten ist. Fischer in Peru harpunieren Delfine und benutzen ihr Fleisch als billigen Köder zum Fang von Haien. Dies deckte die Gesellschaft zur Rettung der Delphine (GRD) in Zusammenarbeit mit ihrer peruanischen Partnerorganisation ACOREMA (Areas Costeras y Recursos Marinos) auf. Eine von der GRD finanzierte umfassende...

Zwei tote Pilotwale liegen mit durchtrenntem Rückgrat im flachen Wasser, das wie ein See aus Blut aussieht. Weitere tote Delfine liegen etwas entfernt, bei ihnen stehen einige Menschen. Gegen Ende Juli 2015 fanden während zweier Treibjagden auf den Färöer-Inseln über 250 den Tod. Die Tiere wurden grausam abgeschlachtet und verbluteten bei lebendigem Leib.

Während in Australien oder Neuseeland Rettungsnetzwerke für Meeressäuger existieren und regelmäßig Hunderte von freiwilligen Helfern bei Strandungen von Grindwalen oder Delfinen herbeieilen, um aufopferungsvoll Hilfe zu leisten, finden vor den Toren Europas, auf den Färöer-Inseln, ebenso regelmäßig gnadenlose Hetzjagden statt.

In der Bucht von Bøur starb eine Gruppe von 111 dieser zu den Delfinen gehörenden Meeressäuger, nur wenige Stunden später endete vor den Toren der Hauptstadt Tórshavn eine zweite Treibjagd, bei der 142 Pilotwale ihren Reise zu der zu Dänemark gehörenden, im Nordatlantik gelegenen Inselgruppe mit dem Leben bezahlen mussten.

Damit sind in diesem Jahr bereits mehr als 400 Grindwale von Bewohnern der Färöer-Inseln abgeschlachtet worden.

Mordritual mit Volksfestcharakter
Einst diente die Jagd auf die bis zu knapp acht Meter langen Grind- oder Pilotwale (Globicephala melas) und andere Arten wie Große Tümmler, Atlantische Weißseitendelfine oder Nördliche Entenwale der Nahrungsbeschaffung. Doch heute ist sie zu einem alljährlichen Mordritual mit Volksfestcharakter geworden.

"Das blutige Mordspektakel ist Ausdruck der Entmenschlichung und Verrohung weiter Teile der färingischen Gesellschaft", erklärt Ulrich Karlowski, Biologe bei der Gesellschaft zur Rettung der Delphine e.V. (GRD) aus München. "Es geht hier nur noch um den Spaß am Quälen und Töten anderer Lebewesen".

Dabei warnt die Gesundheitsbehörde der Färöer schon seit 2008 davor, das Fleisch von Grindwalen zu verzehren, da es aufgrund der hohen Konzentration an Giftstoffen nicht für den menschlichen Verzehr geeignet ist.

Noch lebend verbluten die Meeressäuger langsam und sehr qualvoll
Bei den grausamen Treibjagden werden ganze Grindwalfamiliengruppen mit vielen kleinen, hoch motorisierten Booten in enge, flache Buchten gehetzt und dort zusammengetrieben.

Dann rammen die Jäger ihnen Eisenhaken ins Blasloch, um sie orientierungslos zu machen und an Land ziehen zu können, anschließend werden Rückgrat und Kopfarterien mit Messern durchgeschnitten.

Karte der 24 Whaling-Bays auf den Färöer InselnZum sogenannten "Grindadrap" oder "Grind" sind 24 Buchten mit flachen, sandigen Stränden auf verschiedenen der 18 Färöer Inseln freigegeben.

Kein Tier hat eine Chance zu entkommen, selbst neugeborene Kälber und ihre Mütter werden gnadenlos getötet
Von April bis Juli gebären weibliche Grindwale in den Gewässern bei den Färöer-Inseln ihre Jungen und richten "Kinderstuben" ein.

Die Populationsgröße der Nordatlantischen Grindwale ist unbekannt. Sie sind durch internationale Abkommen, wie die Berner Konvention zum Erhalt der europäischen wild lebenden Tiere und ihrer natürlichen Lebensräume sowie die Bonner Konvention zum Schutz wandernder Arten streng geschützt.

Dänemark entzieht sich der Verantwortung
Beide Abkommen wurden auch von Dänemark unterzeichnet und ratifiziert. Dänemark entzieht sich der Verantwortung, indem es auf den autonomen Status der Färöer unter der dänischen Krone hinweist. Doch ist Dänemark für das färöische Justizsystem zuständig, repräsentiert die Färöer auf internationaler Ebene und stellt jährlich Millionen von Kronen als Subventionen zur Verfügung.

Wenn das Meer sich rot färbt - Grindwal-Massaker auf den Färöer-Inseln: ein kleines Dorf in einer Bucht, das Wasser am Ende der Bucht ist großflächig rot verfärbt vom Blut der abgeschlachteten Delfine. Das grausame Ritual findet das ganze Jahr über statt
Indem sie hunderte Tiere auf einmal töten, löschen die Färinger ganze Familien und soziale Gruppen aus. Abgesehen von der Grausamkeit dieser Methode vernichten sie damit Bausteine des Genpools und zerstören die genetische Vielfalt dieser Art.

Das grausame Ritual findet das ganze Jahr über statt, Schwerpunkt ist allerdings der Sommer, wenn das Wetter für den Einsatz der Boote geeigneter ist und sich die Grindwale während ihrer Paarungszeit dann mehr in Küstennähe aufhalten.

Im Jahr 2013 starben nach Angaben der britischen Organisation "Campaign Whale" insgesamt 1534 Delfine, darunter 1104 Grindwale.

Die GRD appelliert an die Verbraucher, keine Produkte der Färöer zu kaufen und die Inseln als Reiseziel zu meiden
Wichtigster Erwerbszweig ist neben dem Export von Fischprodukten der Tourismus. Fischprodukte wie z.B. Lachs machen mehr als 95% der Exportwaren der Inseln aus.
GRD-Presse, Juli 2015

⇒ Protestieren Sie jetzt für ein Ende der grausamen Grindwal-Massaker!

Mehrere Menschen in Neoprenanzügen haben einen Delfin im Wasser auf den Rücken gedreht, um festzustellen, ob es ein Männchen oder ein Weibchen ist.Der japanische Verband der Zoos und Aquarian JAZA verzichtet künftig darauf, Delfine aus Taiji zu beziehen. Dort werden jedes Jahr hunderte Delfine zum menschlichen Verzehr grausam getötet, nur ein paar Tiere am Leben gelassen und an Delfinarien weltweit verkauft.

Der Weltverband der Zoos und Aquarien WAZA hatte JAZA mit Ausschluss gedroht, sollte man weiterhin Delfine aus Taiji an japanische Zoos ausliefern.

In Japan soll es nach Informationen der japanischen NGO Elsa Nature Conservancy über 100 Delfinarien geben. Wenn alle japanischen Delfinarien sich an das Verbot hielten, würden den Delfinkillern in Taiji beträchtliche Einnahmen wegfallen. Denn der Hauptantrieb für die Barbarei ist der lukrative Erlös aus dem Verkauf von lebenden Delfinen und nicht der Verkauf des Delfinfleisches.

Während der Jagdsaison 2014/2015 wurden über 800 Delfine gefangen, etwa 80 von ihnen blieben am Leben, sie wurden für den Weiterverkauf an Delfinarien aussortiert.

Laut Medienberichten haben die Fischer von Taiji bereits angekündigt, ihre Treibjagden fortzusetzen. Außerdem sollen mehrere japanische Delfinarienbetreiber überlegen, aus dem japanischen Zoo-Dachverband auszutreten, damit sie weiterhin Delfine aus Taiji für ihre Delfinshows beziehen können.
GRD-Presse, 21.05.2015

 

Weitere Informationen:

⇒ Wenn die Meere sterben, dann sterben auch wir

⇒ Die Flipper-Killer von Taiji

⇒ Protest-Aktion gegen Delfin-Massaker in Japan

⇒ Hoffnung für Delfine in Japan: Auf der Insel Toshima erhalten Delfine Bürgerstatus

Ein Atlantischer Fleckendelfin pflügt ganz knapp unter der Wasseroberfläche durch eine Welle.Nach Informationen unserer US-Partnerorganisation Earth Island Institute (EII) wurden von den Bewohnern der Salomoninseln weder 2014 noch 2015 Delfine gejagt. Anders lautende Meldungen entsprechen nicht den Fakten!

Das EII hatte 2010 auf den Salomoninseln ein Projekt ins Leben gerufen, bei dem Dörfer finanzielle Ausgleichszahlungen erhalten, wenn sie die traditionelle Jagd und den Fang von Delfinen für Delfinarien einstellen.

Mit den Hilfsgeldern sollten beispielsweise Projekte für alternative Einkommensquellen und Infrastrukturverbesserungen gefördert oder Schulgeld für Kinder bezahlt werden.

Früher wurden jedes Jahr Tausende Delfine getötet
Seit Jahrhunderten dienten Große Tümmler, Zügeldelfine und Ostpazifische Delfine auf den Salomonen als Nahrungsquelle und ihre Zähne als Zahlungsmittel. In der von Januar bis März dauernden Jagdsaison wurden früher Tausende von ihnen getötet.

Bewohner der Provinz Malaita behaupteten Ende 2012, das EII halte einen Teil der zugesagten Gelder zurück, während nach Auskunft des EII die Mittel an das verwaltende Organ gegangen, aber von dort nicht weitergeleitet worden seien. Als Vergeltungsakt für vermeintlich entgangene Gelder fingen die Bewohner 2013 wieder mit der Delfinjagd an. Allerdings wurden seit 2014 bis zum jetzigen Zeitpunkt keine weiteren Delfine getötet.
GRD-Presse, Mai 2015

Tote Delfine liegen in einem offenen Fischerboot, das Meereswasser ringsum ist blutrot verfärbt.Nicole und Markus Kappelhoff, begeisterte Taucher und im Meeres- und Delfinschutz auch für die GRD aktiv, nahmen 2015 als "Cove Guardians" im Rahmen der Operation "Infinite Patience" von Sea Shepherd teil. Hier ihr erschütternder Bericht über die grausamen Delfintreibjagden in der Todesbucht von Taiji (Japan).

Wir möchten unser Möglichstes dafür tun, dass die Aufklärung über die Grausamkeiten vorangetrieben wird, damit die schrecklichen Treibjagden irgendwann enden.

Der erste Schritt war für uns die Entscheidung, unseren Urlaub mit den Cove Guardians in Taiji, Japan zu verbringen, um das grausame Geschehen dort für die Welt zu dokumentieren.

Verbotsschild bei der Todesbucht. Die Bucht zu sehen war ziemlich surreal für uns. Alles wirkt auf den ersten Blick ganz friedlich. Aber die Verbotsschilder und Zäune machen sehr schnell klar, dass dort etwas versteckt werden soll.

Die tägliche Polizeieskorte wartet schon
Der Tag eines Cove Guardians fängt damit an, dass um 4:30 der Wecker klingelt… Aufstehen, Zähne putzen, "Uniform" anziehen, kleines Frühstück, starker Kaffee, Ausrüstung greifen und dann ist pünktlich um 5:45 das Treffen in der Hotellobby, bei dem die einzelnen Gruppen für die verschiedenen Aussichtspunkte eingeteilt werden.

"Uniform" für Cove Guardians bedeutet neben "Sea Shepherd"-Klamotten vor allem: Fotoapparat, Actioncam und Funkgerät - die wichtigsten “Waffen” in diesem Kampf. Das gesamte Team fährt dann gemeinsam nach Taiji, wobei wir bereits kurz vor dem Ort auf unsere Polizeieskorte treffen. Das ist am Anfang sehr merkwürdig, aber man gewöhnt sich daran.

Warten und Beobachten
Die erste Station an jedem Tag ist der Hafen in Taiji, wo die Cove Guardians im Morgengrauen das Auslaufen der 12 sogenannten Bangerboats (englisch: "to bang" - schlagen ) fotografisch festhalten. Jedes Boot ist mit 2 Personen besetzt. An der Außenbrücke ist eine Metallstange befestigt, die ins Wasser gelassen wird, wenn die Flotte eine Schule Delfine gefunden hat.

Als nächstes, noch immer in der großen Gruppe, geht es zu einem Aussichtspunkt, von dem aus wir die Richtung verfolgen, in die die Flotte auf ihrer Jagd nach Delfinen ausrückt. Bald sind alle Boote hinter dem Horizont verschwunden, dann folgt eine Phase, die unter anderem den Namen dieser Kampagne ausmacht: Warten und Beobachten - unendliche Geduld - Infinite Patience...

Ein Eine unerträgliche Mauer aus Lärm
Sobald am Horizont Bangerboote auftauchen, die sich in einer sogenannten "Drive Formation" der Küste nähern, brechen nach und nach die verschiedenen Teams zu anderen Aussichtspunkten auf, um möglichst viele der grausamen Details der Treibjagd zu dokumentieren.

Die Boote formieren sich zu einem “V”, die Metallstangen werden ins Wasser gelassen und einer der "Fischer" schlägt am oberen Ende mit einem Hammer dagegen, was eine für Delfine unerträgliche Mauer aus Lärm erzeugt, das "Bangen". Die Tiere kämpfen bis zur totalen Erschöpfung, um dieser Mauer zu entfliehen.

Je näher die Boote kommen, desto besser ist zu sehen, wie die Delfine immer müder werden und desto besser ist auch das “Bangen” zu hören. Der Lärm beim Gerüstbau wird uns wohl immer an die Bangerboote erinnern…

Tränen hinter der Kamera
Von unseren unterschiedlichen Aussichtspunkten dokumentieren wir alles bis ins kleinste Detail. Es ist meist sehr schwierig, die dabei aufkommenden Emotionen zu unterdrücken und "einfach" mit der Kamera "drauf zu halten".

Die Delfine werden in die Todesbucht getrieben. Andererseits ist die Kamera auch wie eine Maske, hinter der man sich verstecken kann… Das Foto bleibt ja das Foto - ob die Person hinter der Kamera nun weint oder nicht. Und wir hatten viele solcher Fotos…

Die Bangerboote treiben die inzwischen total erschöpften und verzweifelten Delfine in "Die Bucht" und schließen sie dort mit Netzen ein.

Hier ist vom Strand aus deutlich zu sehen, wie grausam und ohne jeden Respekt die Tiere immer enger aneinander und in Richtung der "Todesbucht" getrieben werden. Das ist eine kleinere Seitenbucht, die schon von den Felsen sichtgeschützt ist und durch Planen noch zusätzlich abgeschirmt wird.

Es gibt kaum ein Entkommen
Mehrere Menschen in Neoprenanzügen haben einen Delfin im Wasser auf den Rücken gedreht, um festzustellen, ob es ein Männchen oder ein Weibchen ist.Wenn die Tiere alle dort gefangen sind, wird auch diese Seitenbucht mit Netzen versperrt, sodass es kein Entkommen mehr gibt. Inzwischen sind Taucher und die Killer in kleineren Booten, den Skiffs, eingetroffen. Je nach Art der Delfine oder kleinen Wale treffen die Taucher eine Auswahl derjenigen Tiere, die für ein Leben in Gefangenschaft "geeignet" sind - also möglichst keine Narben haben.

Auch wird das Geschlecht festgestellt. Dazu müssen die Tiere im Wasser auf den Rücken gedreht werden, was zusätzlichen, extremen Stress verursacht.

Die Delfine erleiden einen entsetzlichen Tod
Diejenigen Tiere, die "nicht schön genug" sind für eine Delfinshow, werden nun auf grausame Weise abgeschlachtet. Die Killer rammen einen Dorn in die Wirbelsäule und schließen das dadurch entstandene Loch mit einem Korken, um den Blutfluss zu stoppen. Angeblich sterben die Delfine sofort, was in vielen Fällen nicht stimmt.

Durch Öffnungen in den Planen konnten wir deutlich sehen, wie viele Tiere entsetzlich leiden, bis sie schließlich erlöst sind. Die Familienmitglieder dieser armen Tiere müssen alles mit ansehen, bis sie selber an der Reihe sind. Ihre panischen Schreie und das verzweifelte Flossenschlagen sind deutlich zu hören.

Transport der getöteten Delfine mit einem kleinen offenen Fischerboot ins SchlachthausDas Wasser der Todesbucht färbt sich rot vom Blut der Delfine…
Die getöteten Tiere werden in Skiffs verladen und zum Schlachthaus gebracht, die Gefangenen in die "Pens" (Pferche) im Hafen oder zu den zwei "Delfin-Horrorstationen" in Taiji: Taiji Whale Museum und Hotel "Dolphin Resort", wo im Sommer Touristen mit den Delfinen schwimmen dürfen.

Nur wenige haben eine Chance, dem Grauen zu entrinnen
Es kommt auch vor, dass die "Killer" einige Delfine weder gefangen nehmen noch töten, sondern sie wieder hinaus ins Meer treiben - sei es, weil die Quote für den Tag erfüllt ist oder auch weil die Tiere zu jung sind.

Sie treiben die Zurückgebliebenen dann auf die gleiche grausame Weise wieder hinaus, wie sie sie vorher hinein getrieben haben.

Jungtiere und Babies werden in Planen, die am Boot befestigt werden, hinausbefördert und dort einfach ins Meer geworfen, wo sie nun ohne den Schutz ihrer Familie nur geringe Überlebenschancen haben.

Die Welt muss so viel wie möglich über die Wahrheit hinter den Planen erfahren
Der Tag in Taiji endet damit, dass sich alle im Hafen versammeln und dort mit vereinten Waffen so detailliert wie möglich den Verbleib der getöteten und gefangenen Tiere dokumentieren. Jeder blutige Stiefel, jedes blutige Auf Beobachtungsposten im Hafen von Taiji.Tötungswerkzeug wird fotografiert, damit die Welt so viel wie möglich über die Wahrheit hinter den Planen erfährt.

Zum Abschluss eines "roten" Tages ertönt ein weiteres grauenvolles Geräusch: die Sirene der Fischereigewerkschaft, die ankündigt, dass es frisches Delfinfleisch zu kaufen gibt…

Dann werden die Planen entfernt und die Boote gereinigt. Die Killer haben ihr Tagewerk vollbracht und fahren mit ihrem Anteil an der "Beute" nach Hause.

Nur ein erster Schritt
Lgo der Cove GuardiansWir werden das dort Erlebte sicher nie vergessen und sind sehr stolz, Teil eines so tollen Teams gewesen zu sein. In unseren Mit-Cove Guardians haben wir gute Freunde gefunden, die das gleiche Ziel haben: Die Grausamkeiten zu beenden.

Die Kampagne in Taiji war für uns der erste Schritt. Wir werden auch weiterhin mit verschiedenen Organisationen für den Erhalt maritimen Lebens kämpfen.
Nicole & Markus Kappelhoff, Januar 2015

Zwei tote Pilotwale liegen mit durchtrenntem Rückgrat im flachen Wasser, das wie ein See aus Blut aussieht. Weitere tote Delfine liegen etwas entfernt, bei ihnen stehen einige Menschen. Das Leben von 33 Pilotwalen endete am 30. August auf einem Sandstrand der färöischen Insel Sandoy. Die Tiere wurden von den barbarischen Inselbewohnern abgeschlachtet. Sie starben einen langsamen und grauenvollen Tod. Die Bewohner der Inseln nutzen das Fleisch der Delfine zum Eigenverzehr.

Das Massaker von Sandoy geht als zweite Pilotwaljagd oder "Grind" in die Todesstatistik für 2014 ein. Insgesamt sollen 2014 "erst" 46 dieser großen Delfine vor den Färöer-Inseln ihr Leben gelassen haben.

Außerdem wurden wohl fünf Entenwale, die noch lebend gestrandet waren, am 28. August getötet.

Blutiges Jahr 2013: 1533 massakrierte Meeressäuger
Ungeachtet starker internationaler Proteste war das vergangene Jahr von besonders intensiven Jagden auf die friedfertigen Meeressäuger geprägt. Als wären sie in einem nicht enden wollenden Blutrausch, töteten Bewohner der Färöer-Inseln 1103 Pilotwale und 430 Atlantische Weißseitendelfine.

Die diesjährige Jagdsaison reicht zwar noch bis in den Dezember, es besteht aber immerhin die Hoffnung, dass die hohe Todesrate vom vergangenen Jahr nicht wieder erreicht wird. Seit 2010 sollen fast 3650 Pilotwale ihre Reise entlang der im Nordatlantik liegenden Inselgruppe, die zu Dänemark gehört, mit dem Leben bezahlt haben.

Pilotwalfleisch ist gesundheitsgefährdend
Obwohl die Gesundheitsbehörde der Färöer schon seit 2008 davor warnt, das Fleisch der Meeressäuger zu verzehren, da es aufgrund der hohen Konzentration an Giftstoffen nicht für den menschlichen Verzehr geeignet ist, lassen die Bewohner der Inseln nicht ab von ihrem grausamen Tötungsritualen.

Wenn das Meer sich rot färbt - Grindwal-Massaker auf den Färöer-Inseln: ein kleines Dorf in einer Bucht, das Wasser am Ende der Bucht ist großflächig rot verfärbt vom Blut der abgeschlachteten Delfine. Die Tiere haben keine Chance zu entkommen
Bei den grausamen Treibjagden werden ganze Grindwalfamiliengruppen mit vielen kleinen, hoch motorisierten Booten in enge, flache Buchten gehetzt und dort zusammengetrieben. Selbst neugeborene Kälber und ihre Mütter werden gnadenlos abgeschlachtet. Von April bis Juli gebären weibliche Grindwale in den Gewässern bei den Färöer-Inseln ihre Jungen und richten "Kinderstuben" ein.

Sie verbluten langsam und qualvoll
Um die Delfine an Land ziehen zu können, rammen die Jäger ihnen einen Eisenhaken ins Blasloch, anschließend werden Rückgrat und Kopfarterien mit Messern durchgeschnitten. Noch lebend verbluten die Meeressäuger langsam und sehr qualvoll.
U. Karlowski, 01.09.2014

Was können Sie tun?

  • Meiden Sie die Färöer-Inseln als Reiseziel
  • Kaufen Sie keine Produkte, die von den Färöer-Inseln stammen
  • Informieren Sie Freunde und Bekannte

⇒ Protestaktion gegen das Blutbad auf den Färöern

Mehrere, schwer verletzte Große Tümmler werden auf der offenen Ladefläche eine Kleinlasters zur Fischfabrik gekarrtUnd erneut färbt sich das Wasser in der Bucht von Taiji rot vom Blut sterbender Delfine. Die brutale Treibjagd auf Delfine ist, trotz weltweiter Proteste, wieder voll im Gange. Mehr als 250 Große Tümmler sollen derzeit in der Todes-Bucht zusammengetrieben worden sein. Unter den Tieren befindet sich auch ein extrem seltener junger Albino-Tümmler.

Auch die Kritik der neuen US-Botschafterin in Japan, Caroline Kennedy, hat das blutige Gemetzel nicht stoppen können. Sie sei "tief besorgt über die Unmenschlichkeit" der Delfintötungen, kritisierte Kennedy auf Twitter. Die US-Regierung lehne die Treibjagd ab, so Kennedy. Ihre Kritik übte sie auf Englisch als auch in japanischer Sprache.

Die Fischer – nur 26 Personen sind daran beteiligt – treiben ganze Delfinschulen in mit Netzen abgesperrte kleinere Buchten. Mit Eisenstangen schlagen sie auf die Delfine ein. Meist noch lebend werden die Meeressäuger mit einem Kran aus dem Wasser gezogen und mit Kleinlastwagen in eine Fischfabrik gekarrt. Dort schneidet man ihnen die Halsschlagadern auf, die Delfine verbluten langsam und qualvoll.

"Das Gehirn von Delfinen funktioniert vergleichsweise lange ohne Sauerstoff, unbetäubt erleben die intelligenten Tiere ihr Sterben bei vollem Bewusstsein. Das Ganze ist eine unvorstellbare Grausamkeit", erklärt GRD-Biologe Ulrich Karlowski.

Pures Gift
Rohes Walfleisch, zu Blöcken geschnittenIn Japan wird weltweit das meiste Wal- und Delfinfleisch gegessen, es wird roh oder als sukiyaki – eine Art kurz angebratenes Fleischgericht - serviert. Dafür töten nicht nur die Fischer in Taiji Delfine - die Anzahl der in Japan insgesamt getöteten Kleinwale beläuft sich auf jährlich um die 20.000 Tiere, ist seit der Reaktorkatastrophe in Fukushima aber stark gesunken. Die von der japanischen Regierung immer wieder zitierte alte Tradition des Verzehrs von Wal- und Delfinfleisch kam tatsächlich erst nach dem 2. Weltkrieg auf, als diese Nahrung eine wichtige Proteinquelle darstellte.

Dass durch die Verschmutzung der Meere das Delfinfleisch heutzutage hochgradig mit dem toxischen Quecksilber und anderen Umweltgiften verseucht ist, interessiert die Regierung wenig. Sie verheimlicht der Bevölkerung die mit dem Verzehr des Fleisches verbundenen Gefahren für die Gesundheit ebenso wie das Gemetzel an der Küste von Taiji.

Delfinfleisch aus Taiji enthält bis zu 2.000 µg Quecksilber und überschreitet damit den japanischen Grenzwert von 0,4 µg um das bis zu 5.000-Fache. Über 90 Prozent der japanischen Bevölkerung wissen nichts oder nur wenig über die hohen Quecksilberwerte von Delfinfleisch, das unter anderem auch an Schul- und Krankenhauskantinen verteilt wird.

Blutiges Vergnügen
Der Hauptantrieb für die Barbarei ist der lukrative Erlös aus dem Verkauf von lebenden Delfinen. Denn einige Exemplare, meist junge Weibchen, werden verschont und aussortiert. Taiji-Delfine landen in Gefangenschaft in den Vereinigten Arabischen Emiraten, in China, Thailand, Südkorea, der Karibik und auch in der Türkei, wie GRD-Experten bei einer Überprüfung türkischer Delfinarien vor Ort herausfanden. Bis zu 200.000 US-Dollar werden für ein Exemplar auf den Tisch gelegt. Der jetzt gefangene Albino-Tümmler dürfte ein Vielfaches davon wert sein. "Das ist viel Geld, wenn man bedenkt dass ein toter Delfin nur 600 Dollar einbringt", erklärt Ric O’Barry, ehemaliger "Flipper"-Trainer und bekehrter Delfinschützer.

Solange die internationale Delfinariumsindustrie die japanischen Delfinkiller durch den Ankauf von Tieren aus Taiji unterstützt, wird das blutige Delfin-Gemetzel weitergehen!

Fotosafari statt Blutbad
Dennoch sind erste Anzeichen für ein Umdenken in Japan sichtbar, die den jahrelangen internationalen Protesten, an denen sich auch die GRD beteiligt, zu verdanken sind. So wurden seit 2004 in der japanischen Hafenstadt Futo keine Delfine mehr getötet, obwohl die japanische Regierung den örtlichen Fischern weiterhin Fangquoten ausstellt. Anstelle von Treibjagden betreibt man dort heute Delfinbeobachtungstouren.

Auf der Insel Toshima erhalten Delfine Bürgerstatus
Ans Licht: Ein Großer Tümmler schwimmt der hell leuchtenden Meeresoberfläche entgegenIm August 2012 erklärten die Fischer der kleinen, etwa 160 Kilometer vor Tokio gelegen Insel Toshima ihre Delfine zu Mitbürgern. Die Meeressäuger genießen jetzt den vollen Schutz in den Gewässern rund um die Insel, zu deren Einwohnern neuerdings auch 16 Delfine zählen. erklärten die Fischer der kleinen, etwa 160 Kilometer vor Tokio gelegenen Insel Toshima ihre Delfine zu Mitbürgern. Dies ist einmalig auf der Welt.

Die Meeressäuger genießen jetzt den vollen Schutz in den Gewässern rund um die Insel.

"Wir sind gegen die Jagd auf Delfine, das ist uns sehr wichtig. Es ist uns aber auch wichtig, dass viele Menschen begreifen, dass Delfine Tiere sind, die unsere Freunde sind und mit denen wir zusammenleben können. Toshima ist ein sehr wichtiges Symbol, um das Bewusstsein der japanischen Bevölkerung für den Schutz der Delfine zu stärken", erklärt Sakae Hemmi von der japanischen Naturschutzorganisation Elsa Nature Conservancy.
U. Kirsch / U. Karlowski

⇒ Protestieren Sie gegen die grausamen Delfin-Treibjagd!

⇒ Auf der japanischen Insel Toshima erhalten Delfine Bürgerstatus

Zwei abgeschlachtete Grindwale am Strand, Färöer-Inseln30.11.2008 - Was den Wikingern einst recht und billig war, bringt bei einigen ihrer Nachfahren heute die Familienplanung durcheinander. Die Bewohner der im Nordatlantik gelegenen Färöer, einer zu Dänemark gehörenden Inselgruppe mit Selbstverwaltung, laben sich, wie ihre Vorfahren, gerne am Fleisch von Grindwalen (einer Delfinart) und Delfinen.

Neben den Norwegern, Isländern und Grönländern gehören die knap 50.000 Bewoner der Färöer-Inseln zu den Europäern, die regelmäßig Fleisch von Meeressäugern konsumieren. Sie täten gut daran, dies sein zu lassen. Grindwalfleisch ist eigentlich Sondermüll, vollgestopft mit Umweltgiften wie Quecksilber, PCB (polychlorierte Biphenyle), Kadmium und Pestiziden wie Dieldrin, die sich bei den am Ende der Nahrungskette stehenden Zahnwalen im Körper anreichern. Insbesondere der extrem hohe Quecksilbergehalt verursacht bleibende Schäden beim Menschen.

Zwar sind diese Erkenntnisse schon seit Jahren bekannt. Doch nun wurden sie auch von offizieller färöischer Stelle bestätigt. Wie der New Scientist am 28.11.2008 berichtet, hat die Gesundheitsbehörde der Färöer dazu aufgerufen, ab sofort kein Fleisch von Grindwalen mehr zu verzehren, da es aufgrund der hohen Konzentration an Giftstoffen nicht für den menschlichen Verzehr geeignet sei."Es ist sehr bedauerlich, dass wir diese Empfehlung geben müssen. Grindwale haben viele Färöer über Jahrhunderte hinweg am Leben erhalten", erklären Pal Weihe und Hogni Debes Joensen von der Gesundheitsbehörde.

Heutzutage führt der Genuss von Walfleisch zu Störungen in der neuronalen Entwicklung bei Föten, zu Bluthochdruck, Immunschwächen bei Kindern sowie Kreislauferkrankungen. Auch wurde eine Zunahme von Parkinson-Erkrankungen und möglicherweise Unfruchtbarkeit bei Erwachsenen festgestellt.

Bereits 2000 zeigte eine von Wissenschaftlern der Universität Odense, Dänemark, durchgeführte Langzeitstudie, dass die rund 45.000 Bewohner der Schafsinseln auffallend hohe Konzentrationen der bei Grindwalen nachgewiesenen toxischen Stoffe aufweisen. Die Forscher stellten insbesondere bei Kindern Sprach-, Konzentrations- und Erinnerungsstörungen fest – typische Symptome einer Quecksilbervergiftung. Diese Ergebnisse veranlassten die färöische Gesundheitsbehörde jedoch lediglich zu der Empfehlung, den Konsum von Grindwalfleisch einzuschränken.

Seit Jahren kämpft die GRD, gemeinsam mit vielen anderen Organisationen, gegen die Grindwal- und Delfinmassaker auf den Färöern.
Ulrich Karlowski & Ulrike Kirsch
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Pressemitteilung, 06.01.2009 - Das mit großem Mediengewitter eingeläutete und um ein Jahr verlängerte "UN-Jahr des Delfins" (2007 und 2008) ist nach Ansicht der Gesellschaft zur Rettung der Delphine (GRD) weit hinter den hochgesteckten Erwartungen zurückgeblieben.

Logo von TUI auf einem Tourbus"Die Bilanz ist mehr als enttäuschend, für die Delfine wurde nichts erreicht. Der Chinesische Flussdelfin gilt seit 2007 als ausgestorben. Weitere Arten stehen kurz davor, so die knapp 600 in deutschen Gewässern heimischen Ostsee-Schweinswale, der Vaquita aus Mexiko oder die etwa 100 vor Neuseeland lebenden nördlichen Hector-Delfine. Dafür wurde kräftig die Werbetrommel für den Tourismuskonzern TUI geschlagen", sagt der GRD-Biologe Ulrich Karlowski.

Die unter Führung der UN-Konferenz zum Schutz wandernder Tierarten (CMS) stehende Kampagne hüllte sich zu fast allen Kernthemen des Delfinschutzes in Schweigen, angefangen vom Delfin-Beifang in Fischernetzen, über die Grindwal-Abschlachtung bei den Färöer-Inseln– eine Schande für Europa – bis hin zu den barbarischen Delfin-Massakern vor der japanischen Küste. Dagegen übte man auf Konferenzen gegenseitiges Schulterklopfen und produzierte eine Unmenge von bunten Broschüren, Kalendern, Postern und anderen Materialien.

Trauriger Höhepunkt war nach Ansicht der GRD dabei sicherlich, dass ausgerechnet im "Jahr des Delfins" das einzige Schutzabkommen für unsere heimischen Schweinswale, ASCOBANS, faktisch zerschlagen und handlungsunfähig gemacht wurde.

Mehrere, schwer verletzte Große Tümmler werden auf der offenen Ladefläche eine Kleinlasters zur Fischfabrik gekarrtJedes Jahr schlachten japanische Fischer etwa 23.000 Delfine und Kleinwale ab, einige wenige überlebende werden für Delfinarien aussortiert. Bei den Färöer-Inseln ereilt Tausende Grindwale, eine Delfinart, das gleiche Schicksal. Organisationen, die diese Missstände anprangern wollten, wurden, mit Rücksicht auf den Sponsor TUI, kurzerhand vom "Jahr des Delfins" ausgeschlossen. TUI bietet Reisen in Delfinarien an, z.B. in den "Ocean World Adventure Park" in der Dominikanischen Republik, in denen Tiere aus den japanischen Delfin-Treibjagden gehalten werden.

Auch beim Schutz der bedrohten heimischen Schweinswale gab es seitens des "Jahr des Delfins" keinerlei konkrete Maßnahmen oder Unterstützung bestehender Projekte wie z.B. umweltschonende Beseitigung von Munitionsaltlasten aus dem Zweiten Weltkrieg, Reduzierung von Beifängen in Fischernetzen oder Lärmschutzmaßnahmen beim Bau von Offshore-Windkraftanlagen.

"In den beiden Jahren des Delfins wurde viel Geld für Konferenzen und Aufklärungskampagnen ausgegeben, aber dort, wo es für die Meeressäuger um Überleben oder Aussterben geht, fehlen nach wie vor die Mittel. Die Kampagne war gekennzeichnet von einem für die Delfine schrecklichen, weil tödlichen Missklang zwischen Theorie und Praxis", bedauert Karlowski. "Es ist schon fast zynisch, dass das ursprünglich für ein Jahr konzipierte Jahr des Delfins um ein weiteres Jahr verlängert wurde"

Das Jahr 2009 wurde zum "UN-Jahr des Gorillas" erklärt. "Es ist zu hoffen, dass es den vom Aussterben bedrohten Großaffen besser ergehen wird als den Delfinen", so Karlowski.

Nama braucht Hilfe

Peru Patendelfin NAMA taucht gerade vor einem anderen Delfin ab, gut zu erkennen ist der mit vielen Kerben gezeichnete rückwärtige Teil ihrer Finne.

Nama wurde 2006 erstmals identifiziert. Nama hat mehrere Kerben und zwei auffällige Narben in der Finne. Nama hält sich von Booten fern.

⇒ Patenschaft für Nama (Paracas/Peru) ⇒ Patenschaft verschenken

Ihre Hilfe für bedrohte Delfine

Ein kleiner Delfin blickt uns neugierig an.

Delfine suchen Freunde!

Indopazifischer Großer Tümmler. Foto: DWA / Angela Ziltener