Ein Irawadi-Delfin schaut neugierig aus dem Wasser. Im größten Mangrovenwald der Welt droht eine massive Umweltkatastrophe. Am 9. Dezember sank der Öltanker "Southern Star-7" im Delta des Flusses Shela, zwischen Bangladesch und Indien, nach einer Havarie. Ein 70 Kilometer langer Ölteppich gefährdet jetzt das Überleben der seltenen Irawadi- und Ganges-Flussdelfine, von Bengalischen Tigern, Krokodilen, Pythons, rund 260 Vogelarten, Fischen, Krebsen und des Mangrovenwaldes.

Der Sundarbans-Mangrovenwald, in dem sich das Unglück ereignete, befindet sich in einem tief gelegenen Mündungs- und Überschwemmungsgebiet von mehreren Flüssen, darunter Ganges und Brahmaputra. Der Nationalpark ist UNESCO-Weltnaturerbe.

Erst vor wenigen Jahren wurde in dem gigantischen Mangrovenwald eine bis dahin unbekannte Population von fast 6.000 Irawadi-Delfinen entdeckt. Diese Tiere sind nun unmittelbar bedroht. Jetzt wurde, berichtet die "Dhaka Tribune", bereits ein toter Irawadi-Delfin 25 Kilometer von der Unglücksstelle entfernt entdeckt.

Flussabschnitt im Sundarban-Mangrovenwald. Dorfbewohner kämpfen mit einfachsten Mitteln gegen 200.000 Liter Öl
Die "Southern Star-7", die mit 350.000 Litern Öl an Bord nach der Kollision mit einem Frachtschiff gesunken war, konnte zwar wenige Tage später gehoben und ein Teil des an Bord befindlichen Heizöls geborgen werden. Der Großteil jedoch, etwa 200.000 Liter, lief aus und strömte in abzweigende Flussarme und –Kanäle.

Nachdem die Behörden angekündigt hatten, gesammeltes Öl könnte an ein staatliches Unternehmen verkauft werden, kämpfen Dorfbewohner in den betroffenen Flussabschnitten zum Teil mit bloßen Händen gegen den zähen, schwarzen Schleim.

Zum Auffangen und Abschöpfen des Öls kommen Kübel, Töpfe, Jutesäcke und Kleidungsstücke zum Einsatz.

Seit der Havarie wurde allen kommerziellen Schiffen die Passage durch den 140.000 Hektar großen Mangrovenwald verboten.

Naturschützer spricht von "nationalem Desaster"
Noch ist es zu früh, um das Ausmaß der Umweltschäden abschätzen zu können. Mehrere Expertenteams sind vor Ort. Das Risiko langfristiger negativer Auswirkungen auf die biologische Vielfalt in dem einmaligen Naturparadies sei aber hoch, hieß es.

Das Öl hat sich breitflächig auf der Wasseroberfläche verteilt und schneidet die Sauerstoffzufuhr in den betroffenen Flussabschnitten ab. Ein Sprecher der Naturschutzorganisation Wildlife Conservation Society (WCS) spricht von einem "nationalen Desaster".
U.Karlowski, 13.12.2014

Weitere Informationen:

⇒ Selten und Bedroht: Süßwasserpopulationen des Irawadi-Delfins

 

Dobro Jutro braucht Hilfe

Adria Patendelfin DOBRO JUTRO (guten Morgen) in einer Gruppe von 4 Tümmlern, die eng zusammen fast auf gleicher Höhe schwimmen.

Dobro Jutro (Guten Morgen) war der erste Delfin, den unsere kroatischen Partner eines Morgens bereits um 6.30 Uhr sichteten (zweiter von vorne).

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Indopazifischer Großer Tümmler. Foto: DWA / Angela Ziltener

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