Toter Großer Tümmler gestrandet auf einem Kiesstrand liegend, Paracas-Halbinsel, PeruNach Informationen von latina-press.com sollen in der peruanischen Region Lambayeque (Distrikte San José und Santa Rosa) vier Delfine sowie neun Seelöwen tot angeschwemmt worden sein.

Der Vorfall erinnert an den Beginn eines mysteriösen Meerestiere-Massensterbens im Norden Perus im Frühsommer 2012, bei dem 900 bis 1000 Delfine und mehrere Tausend weiterer Meerestiere starben.

Erst waren es nur wenige, dann Hunderte Delfine, dann begann das große Sterben anderer Meerestiere. Es traf mindestens 5000 Tausende Pelikane und andere Seevögel sowie Seelöwen, die alle offensichtlich verhungerten. Meist waren es junge Tiere, ihre Mägen mit nichts als Sand und Müll gefüllt, für Experten ein klares Zeichen, dass sie verzweifelt und vergeblich nach Nahrung gesucht haben, bis sie keine Kraft mehr hatten und elendig starben.

Nach diesem ersten mysteriösen Sterben fand man im Mai 2012 dann noch tausende tote Kleinkrebse am Strand von Pucusana rund 60 Kilometer südlich der Hauptstadt Lima.

Nur die Ursache für den Tod der 900 bis 1000 Delfine, die im Frühssommer 2012 an den Stränden der Regionen Tumbes, Piura und Lambayeque strandeten, blieb letztendlich ungeklärt.

Vertreter des peruanischen Meeresinstituts "Instituto del Mar del Peru" (IMARPE) werten die Todesfälle aus diesem Jahr jedoch nicht als Beginn eines erneuten Massensterbens, Strandungen seien in dieser Jahreszeit nichts Ungewöhnliches, hieß es auf latina-press.com.

Die Gewässer und Strände in der Region von Lambayeque sind zwar hochgradig mit Schadstoffen durch ungeklärte Abwässer, das Einleiten von Müll sowie Pestizide, Düngemittel und anderen Chemikalien aus der Landwirtschaft belastet. Doch dies erklärt nicht das fast gleichzeitige Sterben einer großen Zahl von Delfinen aller Altersstufen und beiderlei Geschlechts aus 2012. Am ehesten dürfte Dynamitfischerei durch lokale Fischer die Ursache gewesen sein. Ob die jetzigen Todesfälle auch in diesen Zusammenhang gebracht werden können, ist allerdings unbekannt.

Dynamitfischerei ist in Peru nach wie vor ein großes Problem, ihre Bekämpfung ist wichtiger Schwerpunkt unseres Delfinschutzprojekts im Süden des Landes bei der Paracas-Halbinsel.
Ulrich Karlowski, 12.01.2013

Vitali braucht Hilfe

Peru Patendelfin VITALI, dümpelt ruhig im Wasser, Kopf, Blasloch, Finne und sein linkes Auge sind sichtbar.

Vitali steckt voller Lebenskraft. Er hat keine Schwanzfluke, kommt aber dennoch zurecht - nicht zuletzt Dank seines Freundes Viatli-Pal.

⇒ Patenschaft für Vitali (Paracas/Peru) ⇒ Patenschaft verschenken

Ihre Hilfe für bedrohte Delfine

Ein kleiner Delfin blickt uns neugierig an.

Delfine suchen Freunde!

Indopazifischer Großer Tümmler. Foto: DWA / Angela Ziltener

Kostenlos Gutes tun!

smoost MediumRectangle