Ein Hector- oder Mauidelfin im SprungDie nördliche Unterart des neuseeländischen Hectordelfins, die Maui-Delfine (Cephalorhynchus hectori maui), steht unmittelbar vor der Ausrottung. Jüngste Zählungen in den Küstengewässern der Nordinsel Neuseelands ergaben, dass ihre Populationsgröße auf nur noch 55 Exemplare gesunken ist. Hauptgrund für den dramatischen Bestandsrückgang sind vor allem durch Hobbyfischer verursachte Beifangverluste. In den von ihnen eingesetzten Stell- und Kiemennetzen verenden die kleinen, verspielten Delfine langsam und qualvoll.

Schon seit Jahren fordern die GRD und andere Naturschutzorganisationen die Einrichtung eines neuen Schutzgebietes vor der Nordinsel zwischen Kawhia und Kaipara Harbour und ein sofortiges Fischfangverbot im gesamten Lebensraum der Maui-Delfine. Experten sind sich zwar sicher, dass die Ausrottung dieser Unterart noch verhindert werden kann, doch dazu müsste die neuseeländische Regierung unverzüglich und konsequent handeln.

Extrem küstennahe Lebensweise birgt große Gefahren
In den 1970er-Jahren soll es noch etwa 1.500 Maui-Delfine gegeben haben. Doch gerade ihre extrem küstennahe Lebensweise (fast alle Sichtungen erfolgen bis 10 km Entfernung zur Küste) machte sie besonders anfällig für menschliche Aktivitäten. Sie halten sich meist in seichtem Wasser nahe der Küste und in Flussmündungen auf, schwimmen dabei sogar kurze Strecken in die Flüsse hinein. Stellnetzfischerei, Speedboote und der Delfintourismus haben in dieser Zone die größte Intensität.

Eisenerzabbau am Meeresgrund droht den Lebensraum zu zerstören
Eine große Gefahr droht den kleinen Delfinen auch durch Pläne, am Meeresboden vor der Nordinsel großflächig Eisenerz zu fördern. Beim so genannten "seabed mining" werden gigantische Mengen Sand und Kies vom Meeresboden abgesaugt, um dann mittels Filtration und magnetischer Extraktion dem Substrat das begehrte Erz zu entziehen. Anschließend wir der restliche Sand wieder ins Meer zurückgepumpt. Die Folge: Zerstörung des gesamten Meeres-Ökosystems.

Eine der auf diesem Gebiet aktivsten Firmen ist Trans Tasman Resources Limited, zu deren Vorstand die frühere neuseeländische Premierministerin Dame Jenny Shipley gehört. Die Firma wurde 2007 speziell zu dem Zweck gegründet, den Meeresboden vor der Nordinsel Neuseelands nach vulkanischem Eisen auszubeuten. Es werden dort mehrere Millionen Tonnen Eisenerz vermutet.

Tim Rainger, Gründer von "Kiwis Against Seabed Mining", ist sich sicher, dass der kumulative Effekt der verschiedenen, geplanten Eisenerzabbaumaßnahmen eine ökologische Katastrophe nach sich ziehen wird.

Verspielte Akrobaten
Hectordelfine (Cephalorhynchus hectori) gehören zu den seltensten Kleinwalen und sind mit nur 1,4m Körperlänge die kleinsten Delfine. Sie sind an ihrer abgerundeten Rückenflosse, dem rundlichen Körper und ihrer grauen Stirn leicht zu erkennen, springen oft und schwimmen gerne auf langsam fahrende Boote zu. Häufige zu beobachtende Aktivitäten der meist kleinen Gruppen sind die verschiedensten akrobatischen Sprünge, Schlagen mit der Fluke auf die Wasseroberfläche oder die Jagd auf Sprotten und Meeräschen, die sie auf ihren etwa zweiminütigen Tauchgängen erbeuten. Hectordelfine gehören zu den verspieltesten Delfinen. Oft sieht man sie in der Brandung surfen oder mit den Flossen Seetang durchs Wasser bewegen.

Hectordelfine vermehren sich nur sehr langsam, Weibchen haben nur alle 2-4 Jahre ein Junges und werden erst im Alter von 6-9 Jahren geschlechtsreif, deshalb ist die Population bereits durch den Verlust einiger weniger Individuen gefährdet. Die Gesamtpopulation der südlichen Hauptart soll laut IUCN (Weltnaturschutzunion) bei etwa 7.300 Exemplaren liegen.
August 2012; U.Karlowski

Dobro Jutro braucht Hilfe

Adria Patendelfin DOBRO JUTRO (guten Morgen) in einer Gruppe von 4 Tümmlern, die eng zusammen fast auf gleicher Höhe schwimmen.

Dobro Jutro (Guten Morgen) war der erste Delfin, den unsere kroatischen Partner eines Morgens bereits um 6.30 Uhr sichteten (zweiter von vorne).

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