Chinesische Weiße Delfine vor der Küste von MosambikIn der südchinesischen autonomen Region Guangxi hat ein Forschungsinstitut, zu dessen Zielen besonders der Schutz der seltenen Chinesischen Weißen Delfine oder Buckeldelfine (Sousa chinensis) gehört, seine Arbeit aufgenommen. Dies meldet CRIonline.

Das Institut ist eine gemeinsame Einrichtung der regionalen Ämter für Wissenschaft und Technik und dem Institut für Ozeanographie unter der staatlichen Meeresverwaltung.

Spielende schneeweiße Delfine
Erstmals wurde diese Delfinart 1765 von dem schwedischen Entdecker Per Osbeck beschrieben. Osbeck war höchst erstaunt, als er im Chinesischen Meer "spielende schneeweiße Delfine" fand.

Chinesische Weiße Delfine leben in den Küstengewässern des Indischen und Westpazifischen Ozeans, werden 2 m bis 3 m groß und bis zu 200 kg schwer. Sie zeichnen sich durch ihren charakteristischen längs gezogenen Rücken-Buckel in der Mitte ihres massigen Körpers, eine lange, schlanke Schnauze und die reichen Farbvariationen ihrer Körperfarbe (braungrau, hellgrau, pink oder weiß) aus. Die küstennah lebenden Tiere bevorzugen Mangrovensümpfe, Lagunen und Mündungen aber auch Areale mit Riffen, Sand- und Schlammbecken, wo sie Fische, Krustentiere und Mollusken jagen.

Jungtiere springen oft und machen dabei komplette Rückwärtssaltos. Gelegentlich liegen diese Delfine auf der Seite und "winken". Die langsam schwimmenden Tiere schließen sich gern mit Großen Tümmlern, Indischen Schweinswalen und Ostpazifischen Delfinen zusammen.

Unzureichend erforscht und stark bedroht
Toter Chinesischer Weißer Delfin (Beifangopfer wird ausgeweidet)Es handelt sich um eine nur unzureichend erforschte Delfinart, über die man nur wenig weiß. Sie steht auf der Roten Liste der bedrohten Arten der World Conservation Union (IUCN) in der Kategorie "potenziell gefährdet". Die in der Straße von Taiwan lebende Population gilt laut IUCN als "vom Aussterben bedroht". Im Washingtoner Artenschutzübereinkommen (CITES/WA) stehen sie auf Anhang I der gefährdeten Arten, d.h. der internationale Handel mit diesen Tieren ist verboten.

Menschliche Aktivitäten stellen für diese Delfinart eine besondere Bedrohung dar, da sie überwiegend küstennah in flachen Gewässern leben. Zu den größten Gefahren zählen Lebensraumzerstörung und Beifang. Gelegentlich werden sie in Afrika und auf Madagaskar auch direkt für den menschlichen Verzehr getötet.

Der Panda der Meere
Im Juli 2012 gelangte ein Sousa-Weibchen zu trauriger, weltweiter Berühmtheit. Chinesische Touristen beobachteten bei einer Bootstour für Delfin-Ausflüge vor der Küste der Provinz Guanxi wie die Delfinmutter ihr durch eine Schiffskollision getötetes Baby weit hinaus ins Meer transportierte, wo es seine letzte Ruhe finden sollte.

In China gilt der Weiße Delfin auch als "Panda der Meere", da es sich um eine stark bedrohte Art handelt, die sehr streng geschützt ist. Die Chinesische Akademie für Fischereiwissenschaften schätzt, dass nur noch rund 2000 Tiere in den Meeresgebieten rund um China leben, hauptsächlich im Meeresgebiet um die Stadt Xiamen und im Mündungsgebiet des Perlflusses sowie im Golf von Sanniang bei Qinzhou in Guangxi.
U.Karlowski, August 2012

Bold braucht Hilfe

Peru Patendelfin BOLD schwimmt als kleines Delfinbaby ganz dicht an der Seite seiner Mutter und streckt gerade seine Schnauze aus Wasser.

Bold bedeutet kühn, dreist, und genauso benahm er sich bei den ersten Beobachtungen in der Supay-Bucht vor 10 Jahren. Bold war ein unerschrockenes Junges, das dem Rest der Gruppe voraus schwamm. Heute ist Bold erwachsen.

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Indopazifischer Großer Tümmler. Foto: DWA / Angela Ziltener

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