Gesellschaft zur Rettung der Delphine e.V.

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Ocean2012-LogoDie europaweite OCEAN2012-Allianz, der auch die GRD angehört, begrüßt die heutige Abstimmung des Europäischen Parlaments über die Reform der Gemeinsamen Fischereipolitik (GFP) der EU.

Nachdem es der GFP seit Jahrzehnten nicht gelungen war, die Überfischung zu stoppen, stimmten heute (6.2.2013) 502 der 754 Mitglieder des Europäischen Parlaments für nachhaltige Fanggrenzen bis 2015 und einen Wiederaufbau der EU-Fischbestände bis 2020. OCEAN2012 forderte Ilse Aigner (CSU) als zuständige Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz auf, sich im EU-Ministerrat für ein ebenso zügiges Ende der Überfischung einzusetzen.

Im Gegensatz zum Rat der Fischereiminister hat das Europäische Parlament für ein frühzeitiges Ende der Überfischung und für ein eindeutig formuliertes Ziel für den Wiederaufbau der Fischbestände gestimmt. Ebenso haben die EU-Abgeordneten eine strenge Abschätzung der Fangkapazitäten in Übereinstimmung mit internationalen Vereinbarungen befürwortet. Darüber hinaus hat sich das Parlament für einen bevorzugten Zugang zu Fischereiressourcen für Fischer ausgesprochen, die ökologisch und sozial nachhaltiger fischen.

Gammelfischerei vernichtet das Leben in den MeerenVotum mit eindeutiger Botschaft
"Mit ihrem grundsätzlichen Ja zu einem Kurswechsel für die Beendigung der Jahrzehnte andauernden Überfischung durch die EU und mit der Festlegung weitreichender Ziele für den Wiederaufbau der Fischbestände wurde heute eine von uns seit Jahren geforderte Trendwende eingeleitet", so die deutsche OCEAN2012-Koordinatorin Nina Wolff von der Deutschen Umwelthilfe e. V. (DUH). "Das Votum sendet eine eindeutige Botschaft an die Fischereiminister der Mitgliedstaaten, in den bevorstehenden Verhandlungen mit dem EU-Parlament über die GFP-Reform ihre Politik des Verzögerns zu überdenken, um gemeinsam bis 2020 das Ziel nachhaltiger Bestandsgrößen in der EU zu erreichen."

Das Europäische Parlament, der EU-Ministerrat und die Kommission beginnen jetzt einen Verhandlungsprozess, den so genannten Trilog. Die deutsche EU-Abgeordnete Ulrike Rodust (SPD) wird die Verhandlungen für das Parlament leiten, während der irische Fischereiminister Simon Coveney den Rat vertritt. Die Minister treffen sich Ende Februar, um die endgültige Verhandlungsposition des Rats festzulegen.

 

Über die Kampagne OCEAN2012:
OCEAN2012 wurde von der Pew Environment Group gegründet und wird von ihr koordiniert. Die Pew Environment Group ist die Naturschutzabteilung des Pew Charitable Trusts, einer Nichtregierungsorganisation, die es sich zum Ziel gesetzt hat, die Überfischung der Ozeane zu beenden. Zum Lenkungsausschuss von OCEAN2012 gehören: Coalition for Fair Fisheries Arrangements, Ecologistas en Acción, The Fisheries Secretariat, nef (new economics foundation), die Pew Environment Group und Seas At Risk.
In Deutschland sind folgende Organisationen Mitglied von OCEAN2012: DEEPWAVE e. V., Deutsche Umwelthilfe e. V., EuroNatur, Evangelischer Entwicklungsdienst e.V., Fair Oceans, Forum Ökologische und Soziale Marktwirtschaft e. V., Gesellschaft zur Rettung der Delphine e. V., Gesellschaft zum Schutz der Meeressäugetiere e. V., M.E.E.R. e. V., NABU (Naturschutzbund Deutschland e. V.), Pro Wildlife e. V., Reef Check e. V. und Slowfood Deutschland e. V.

Weniger Fisch für mehr Leben in den Meeren
Zum Schutz von Delfinen und anderen Meeressäugetieren sollte man generell weniger Fisch essen und auf Fischarten verzichten, deren Fischerei unselektiv und mit einer hohen Beifangrate verbunden ist.

SAFE-LogoLogo Friend of the SeaGreifen Sie unbedingt auf nachhaltig gefangene Produkte, z.B. von Friend of the Sea (FoS) oder bei Dosenthunfisch auf delfinsichere Produkte mit dem Label SAFE zurück.

> Bericht der FAO "State of World Fisheries and Aquaculture 2012"

 

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