Ein toter Großer Tümmler liegt auf einem StrandJetzt ist der Grund für das mysteriöse Delfinsterben entlang der US-amerikanischen Ostküste zwischen New Jersey und Virginia bekannt. Ein Morbillivirus soll für den Tod der etwa 330 Großen Tümmler verantwortlich sein, die seit Anfang Juli tot an die US-Ostküste angespült wurden. Dies teilte die Wetter- und Ozeanographiebehörde der USA (NOAA) jetzt mit. Die tatsächliche Zahl der an der Infektion gestorbenen Delfine dürfte weitaus höher sein, da der Großteil der gestorbenen Delfine nicht an Land gespült wurde, sondern im Meer bleibt.

Keine Wiederholung des Massensterbens von 1987
Damit hat sich die ursprüngliche Vermutung, es könnte sich um eine Wiederholung eines Infektionszuges handeln, an dem vor 26 Jahren, im Juli 1987, mindestens 750 Delfine an der US-Ostküste starben, nicht bestätigt. Damals durchgeführte Untersuchungen zeigten, dass Streptokokken und Vibrio-Bakterien – die den Delfinen normalerweise nichts anhaben können – eine Septikämie, eine Gesamtinfektion des Organismus durch Bakterien oder Toxine im Blut bei gleichzeitigem Ausbleiben der normalen Immunabwehr, ausgelöst hatten. So führten die sonst eher harmlosen Infektionen zu schweren inneren Blutungen mit tödlichem Verlauf.

Morbiliviren sind extrem ansteckend
Infektionen mit Morbilliviren, zu denen auch die Erreger der Staupe und der Rinderpest sowie das menschliche Masernvirus gehören und die extrem ansteckend sind, treten immer wieder in Delfinpopulationen auf. Das gefährliche Virus befällt die Atemorgane und das Nervensystem der Tiere und kann außer Delfinen auch andere Meeressäuger wie Finnwale oder Pottwale befallen. Auch wenn Große Tümmler normalerweise sich dem Virus gegenüber recht robust erweisen, könnte das Delfinsterben noch bis zum Frühjahr 2014 anhalten. Die Verbreitung des Virus kann nicht aufgehalten werden.

Massensterben im Mittelmeer
Besonders empfindlich reagieren Streifendelfine oder Blau-Weiße Delfine (Stenella coeruleoalba). So kam es 2007 zu einer Epidemie unter Streifendelfinen vor der Küste von Valencia, bei der über 35 Delfine starben. Dieser Virus war eine Variante des Morbillivirus, der Anfang der 1990er-Jahre die Population der Streifendelfine im Mittelmeer massiv schwächte. Auch damals ging sie von der spanischen Küste aus und verbreitete sich bis ins östliche Mittelmeer. Innerhalb von zwei Jahren sollen über 1200 Streifendelfine an der Infektion gestorben sein. Auch hier dürfte das wahre Ausmaß wesentlich höher gelegen haben, Schätzungen reichen von einer 10- bis 50-mal höheren Sterblichkeitsrate.
U. Karlowski, 28.08.2013

Dobro Jutro braucht Hilfe

Adria Patendelfin DOBRO JUTRO (guten Morgen) in einer Gruppe von 4 Tümmlern, die eng zusammen fast auf gleicher Höhe schwimmen.

Dobro Jutro (Guten Morgen) war der erste Delfin, den unsere kroatischen Partner eines Morgens bereits um 6.30 Uhr sichteten (zweiter von vorne).

⇒ Patenschaft für Dobro Jutro (Adria/Kroatien) ⇒ Patenschaft verschenken

Ihre Hilfe für bedrohte Delfine

Ein kleiner Delfin blickt uns neugierig an.

Delfine suchen Freunde!

Indopazifischer Großer Tümmler spielt mit einem Kugelfisch.

Kostenlos Gutes tun!

Logo PlanetHelp.

Unterstützen Sie uns mit Prämien aus Ihren Online-Einkäufen!

⇒ PlanetHelp