Ein Paracas-Tümmler lugt aus dem Wasser und schwimmt dabei langsam auf uns zu, seine Rückenfinne ist gerade dabei die Wasseroberfläche zu durchbrechen. In Europa sollen über 70 neue marine Schutzgebiete entstehen. Auch die Lebensräume zahlreicher Delfin- und Walarten werden damit einen besseren Schutzstatus erhalten.

Im Anschluss an die diesjährige Tagung der Nordostatlantik-Staaten, auch Oslo-Paris-Konvention (OSPAR) genannt, haben Schottland, Spanien und Portugal über 70 neue Meeresschutzgebiete ausgerufen beziehungsweise angekündigt.

In den jetzt ausgerufenen Schutzzonen leben zahllose, zum Teil seltene und bedrohte Meerestierarten, die nicht es aber noch nicht auf die Liste der schützenswerten Arten und Lebensräume der EU geschafft haben, wie Tiefseehaie, Korallengärten oder Schwämme. Jetzt wurden erstmals zusätzliche Kriterien der Roten Liste des OSPAR-Abkommens angewandt, um auch von der EU nicht geschützte Arten zu erfassen.

Werden Tiefseegebiete jetzt endlich vor der Fischerei geschützt?
Die faszinierende Tiefsee ist der größte Lebensraum unseres Planeten und dem Menschen noch weitgehend unbekannt. Und doch dringt die Fischerei weiter in die Tiefsee vor, Bodenschleppnetze, die den Meeresboden wie einen Acker umpflügen zerstören innerhalb kurzer Zeit unwiederbringlich tausende Jahre alte Tiefseekorallenriffe bis in Tiefen von 2000 Metern. Auch die Erschließung von Rohstoffen aus der Tiefsee birgt enorme Gefahren für diesen fragilen Lebensraum.

Schottland: 30 neue Meeresschutzgebiete
Bereits im Juli 2014 hatte die schottische Regierung 30 neue Meeresschutzgebiete ausgerufen, die Meeresgebiete, die zu Schottland gehören, sind die viertgrößten der EU. Hier leben viele seltene und teilweise stark bedrohte Arten wie Kaltwasserkorallen, Delfine, Wale, Riesenhaie und zahlreiche Seevogelarten.

Spanien und Portugal schützen Seeberge
Spanien meldete 43 neue Schutzzonen an. Portugal hatte bereits im Juli 2014 die Ausweisung von zwei großen Seebergkomplexen angekündigt. Darin liegen die Große Meteorbank und die Gorringebank, die sich durch ihre Größe auszeichnen. Zusammen umfassen sie eine Fläche von rund 250.000 Quadratkilometern, was in etwa der Fläche Großbritanniens entspricht.

Seeberge, mit ihren vielen unterschiedlichen Lebensräumen, sind wahre Schatzkammern der Unterwasserwelt. Auch eine der von Spanien erklärten Schutzzonen ist ein Seeberg, die so genannte Galizienbank, die etwa 200 Kilometer westlich der spanischen Küste liegt.

Ausgestaltung der Schutzgebiete wird entscheidend sein
Jetzt gilt es allerdings, die neuen Schutzgebiete im Sinne eines effektiven und vorsorglichen Meeresschutzes auszugestalten. Verbote für Fischerei, Schifffahrt, oder die Nutzung von Bodenschätzen und seismischen Explorationen zur Gas- und Ölsuche müssen folgen.

Die GRD sieht in den neuen Schutzgebieten eine große Chance für den Erhalt der marinen Artenvielfalt in der EU.

Queen braucht Hilfe

Peru Patendelfin QUEEN ruht an der Wasseroberfläche und schaut gerade so mit einem Auge aus dem Wasser.

Queen hat an der Spitze ihrer Rückenfinne drei Knötchen, die wie ein Krönchen aussehen. 2005 wurde Queen Mutter und wurde nie ohne ihr Junges "Hope" gesehen.

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Ein kleiner Delfin blickt uns neugierig an.

Delfine suchen Freunde!

Indopazifischer Großer Tümmler. Foto: DWA / Angela Ziltener

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