Delfin springt vor Kajak schaut über die Kaimauer.Zum ersten Mal gibt es Große Tümmler in der Flensburger Förde. Seit einer Woche sind sie dort Stars und locken mit ihren Sprüngen und ihrer puren Lebensfreude Kajakfahrer, Delfin-Fans und Wassersportler aufs kalte Wasser und an die Uferpromenade. Einem völlig verblüfften Feuerwehr-Berufstaucher flitzten sie unter Wasser kurz vor die Kamera.

Jetzt werden bereits Ausflugsfahrten zu den zutraulichen Delfinen angeboten. Sie sind zu einer sehr gefragten Touristenattraktion geworden - was nicht verwundert.

Zu Jahresbeginn hatten die beiden Tümmler, die während ihres Aufenthalts in Schweden "Selfie" und "Delfie" getauft wurden, im Jachthafen des Ostseebads Grömitz bei Travemünde für reichlich Aufregung gesorgt und den Seenotrettungskreuzer Hans Hackmack bei der ersten Kontrollfahrt 2016 ein Stück weit begleitet.
Foto: "Delfin und Kajakfahrer in der Flensburger Förde" mit freundlicher Genehmigung von Michael Schulz

⇒ Sind die Ostsee-Delfine "Selfie" und "Delfie" in Gefahr?

Am 18. Januar hatte Rüdiger E. Funke aus Willich das Glück, die Tümmler in der Bugwelle seines Bootes filmen zu können:

"Wir waren am Montag, 18.1.2016 um ca. 13.30 Uhr unterwegs. Vom kleinen Hafen in Niendorf, das ist ein paar Kilometer östlich vom Timmendorfer Strand. Diese Delfine haben uns außerhalb des Hafens mehrere Minuten begleitet. […] Auf dem Rückweg haben sie uns dann wieder ein Stück begleitet, als wenn sie sich in einem bestimmten Gebiet aufgehalten haben."
Mit freundlicher Genehmigung von Rüdiger E. Funke

 

 

Seltene Gäste mit guten Überlebenschancen
Laut Informationen des Deutschen Meeresmuseums Stralsund gab es bisher nur fünf Sichtungen von Großen Tümmlern vor der deutschen Ostseeküste, die erste am 6. Mai 1842 vor Stralsund. Die Überlebenschancen der Großen Tümmler sind in der Ostsee gut, anders als bei dem jungen Schnabelwal-Weibchen, das im Oktober 2015 über mehrere Wochen Ostseeurlauber bei Wismar in Erstaunen versetzte. Es strandete am 23. Oktober 2015 an der schwedischen Küste bei Karlskrona.

Für die Tümmler dagegen gibt es in der Ostsee reichlich Hering zu erbeuten. Der junge Schnabelwal hatte da kaum eine Chance, für ihn bot die Ostsee keine ausreichende Nahrungsgrundlage.
U.Karlowski, 14. Februar 2016

⇒ Gefahr für "Selfie" und "Delfie": Stellnetze in der Kieler Bucht

⇒ Verhaltenstipps bei Begegnungen mit Delfinen in freier Natur

⇒ Ostsee-Schnabelwal hat es leider nicht geschafft

Pinchy braucht Hilfe

Fluke von Pinchy vor einem Tauchgang

Pinchy (Länge 9,7 m) ist die Mutter des mittlerweile fast erwachsenen Pottwalbullen "Scar", der die Gewässer vor Dominika verlassen hat. Im Oktober 2006 bekam "Pinchy" ihr zweites Baby, das Männchen "Scrape".

⇒ Patenschaft für Pinchy (Dominica) ⇒ Patenschaft verschenken

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Indopazifischer Großer Tümmler. Foto: DWA / Angela Ziltener

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