Ein Delfinbaby, das im Alter von knapp 2 Monaten seine Mutter verlor, wurde durch ein ihm fremdes und genetisch nicht verwandtes Delfinweibchen, das selbst keinen Nachwuchs hatte, adoptiert.

Eine Gruppe japanischer Wissenschaftler um Mai Saki vom Fischereiinstitut der Kindai Universität machte diese sehr seltene und ungewöhnliche Beobachtung während des Langzeitmonitorings von Indopazifischen Großen Tümmlern (Tursiops aduncus), die vor der etwa 200 km südlich von Tokio im Pazifischen Ozean gelegenen Vulkanisel Mikura leben.

Die Wissenschaftler sind verblüfft, dass die Adoptivmutter weder mit der verstorbenen Mutter verwandt war, noch im gesamten fünfjährigen Beobachtungszeitraum jemals viel Kontakt mit ihr hatte. Adoptivmutter und adoptiertes Baby waren sich genetisch und sozial völlig fremd.

 

⇒ Weiterlesen: Ungewöhnliche Adoption: Delfin-Baby findet Ersatzmutter

 

Das adoptierte Delfinbaby: (a) mit leiblicher Mutter. Foto: Nana Takanawa | (b) mit Adoptivmutter. Foto: Mai Sakai

Das Delfinbaby mit seiner leiblichen Mutter (links) und mit der Adoptivmutter (rechts).

 

SILVER braucht Hilfe

Peru Patendelfin SILVER, nur ihre Finne ist zu sehen, vor der gerade ihr Baby den Kopf aus dem Wasser hebt.

Silver ist dreifache Mutter. Sie wird seit 2004 in der Paracas Bucht gesichtet. Ihren Namen bekam sie aufgrund der silbrig glänzenden Finne, die im Sonnenlicht hell aufblitzt.

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Indopazifischer Großer Tümmler spielt mit einem Kugelfisch.

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