Ein Delfinbaby, das im Alter von knapp 2 Monaten seine Mutter verlor, wurde durch ein ihm fremdes und genetisch nicht verwandtes Delfinweibchen, das selbst keinen Nachwuchs hatte, adoptiert.

Eine Gruppe japanischer Wissenschaftler um Mai Saki vom Fischereiinstitut der Kindai Universität machte diese sehr seltene und ungewöhnliche Beobachtung während des Langzeitmonitorings von Indopazifischen Großen Tümmlern (Tursiops aduncus), die vor der etwa 200 km südlich von Tokio im Pazifischen Ozean gelegenen Vulkanisel Mikura leben.

Die Wissenschaftler sind verblüfft, dass die Adoptivmutter weder mit der verstorbenen Mutter verwandt war, noch im gesamten fünfjährigen Beobachtungszeitraum jemals viel Kontakt mit ihr hatte. Adoptivmutter und adoptiertes Baby waren sich genetisch und sozial völlig fremd.

 

⇒ Weiterlesen: Ungewöhnliche Adoption: Delfin-Baby findet Ersatzmutter

 

Das adoptierte Delfinbaby: (a) mit leiblicher Mutter. Foto: Nana Takanawa | (b) mit Adoptivmutter. Foto: Mai Sakai

Das Delfinbaby mit seiner leiblichen Mutter (links) und mit der Adoptivmutter (rechts).

 

Magic braucht Hilfe

Patendelfin Magic aus dem Roten Meer.

Magic wurde im Juli 2013 geboren. Als sie ein paar Monate alt war, hatte sie sich mit der Schwanzfluke in einer Angelschnur verheddert, die ihr tief ins Fleisch schnitt. Eines Tages war die Nylonschnur wie durch ein Wunder verschwunden.

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Indopazifischer Großer Tümmler spielt mit einem Kugelfisch.

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