Schwimmer krault auf ruhende Spinnerdelfine zu.Die Wetter- und Ozeanographiebehörde der USA (NOAA) will laut eines Berichts von Volksblatt.li das bei Touristen sehr beliebte Schwimmen mit Delfinen in Hawaii verbieten. Die Meeressäuger stünden von den Menschen unter zu "intensivem Druck" und fänden nicht genügend Zeit, sich von der nächtlichen Jagd zu erholen.

Hawaii-Delfine finden keine Ruhe und nicht genügend Schlaf
Zukünftig sollten sich Menschen nicht näher als bis auf 45 Meter den Meeressäugern nähern dürfen. Schwimmen mit Delfinen wird dadurch verunmöglicht. Mir der Regel soll erreicht werden, dass die Tiere während ihrer Ruhezeiten am Tag nicht mehr zu gestört werden. Bootsausflüge zu den zutraulichen und verspielten Delfinen sind in Hawaii eine sehr beliebte Touristenattraktion.

Sollte das Verbot kommen, wäre dies ein schwerer Schlag für die Ausflugsveranstalter. Die NOAA verwies darauf, dass die Delfine nachts jagen und tagsüber ruhen - was durch die vielen Besucher aber erschwert wird.

Endgültige Entscheidung erst in einem Jahr
Jetzt sollen aber erst einmal Anhörungen der Bürger und Gespräche mit den betroffenen Veranstaltern stattfinden. Die Entscheidung über ein Verbot soll dann in einem Jahr fallen.

Im Roten Meer gibt es bereits Schutzbestimmungen für das Schwimmen mit Delfinen
Eine vergleichbare Problematik existiert auch bei Hurghada im Roten Meer. Auch dort finden die Delfine zu wenig Schlaf, werden viel zu oft von zu vielen Menschen gestört und sind zunehmend erschöpft.

Einen wichtigen Erfolg für die Delfine konnte hier das von der GRD geförderte Projekt "Delfinschutz im Roten Meer" der Dolphin Watch Alliance (DWA, Schweiz) jetzt im August erzielen. Der Gouverneur für das Rote Meer, Generalmajor und Minister Ahmed Abdullah, stimmte einem von der DWA in Zusammenarbeit mit den ägyptischen Behörden und Umweltschutzorganisationen erarbeiteten Verhaltenskodex für Delfinbeobachtungs-Touren und der Einrichtung von zwei Schutzzonen im nördlichen Roten Meer vor Hurghada zu.

Die neuen Regularien sind für die Tourenanbieter verbindlich. Die Einhaltung der Schutzzonen, die im September 2016 eingerichtet werden, soll durch Ranger des "Red Sea" Nationalparks durch verstärkte Patrouillen kontrolliert werden.
GRD-Presse, 26. August 2016

 

Weitere Informationen:

⇒ Delfine im Roten Meer besser vor Massentourismus geschützt!

⇒ Rotes Meer: Warnhinweise zum Schwimmen mit Delfinen

⇒ DWA-Verhaltenskodex Hurgahda - Passive Interaktion, halte eine respektvolle Distanz und lasse die Tiere entscheiden!

 

Pinchy braucht Hilfe

Fluke von Pinchy vor einem Tauchgang

Pinchy (Länge 9,7 m) ist die Mutter des mittlerweile fast erwachsenen Pottwalbullen "Scar", der die Gewässer vor Dominika verlassen hat. Im Oktober 2006 bekam "Pinchy" ihr zweites Baby, das Männchen "Scrape".

⇒ Patenschaft für Pinchy (Dominica) ⇒ Patenschaft verschenken

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Indopazifischer Großer Tümmler. Foto: DWA / Angela Ziltener

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