Zwei der seltenen Heaviside-Delfine vor der Küste Namibias.Ein chinesisches Unternehmen will in namibischen Gewässern Delfine, Orcas, Haie, Robben und andere Meerestiere fangen und für asiatische Aquarien und Delfinarien exportieren. Davor warnen die britische Organisation Marine Connection und die Earth Organisation Namibia. Wir haben den namibischen Staatssekretär Dr. Moses Maurihungirire vom Ministerium für Fischerei und Meeresressourcen (MFMR) Namibia aufgefordert, keine Fang- und Exporterlaubnis zu erteilen.

Fangaktionen sollen über mehrere Jahre stattfinden
Derzeit prüft das Fischerei-Management-Komitee des MFMR einen entsprechenden Antrag, um dann eine Empfehlung an Fischereiminister Bernhard Esau zu geben. Das chinesische Unternehmen "Welwitschia Aquatic and Wildlife Scientific Research" will angeblich zunächst 30 Millionen namibische Dollar (umgerechnet knapp 2 Millionen Euro) investieren, mit denen u. a. Ausrüstung und Boote für die Fangaktion finanziert werden sollen.

Kleine Tümmler-Population in großer Gefahr
An der namibischen Küste leben mehrere Meeressäugerarten, darunter auch eine geschützte, nur noch etwa 100 Exemplare umfassende Population Großer Tümmler. Ihr Überleben ist durch die geplanten Fangaktionen hochgradig in Frage gestellt. Die Fang- und Exportpläne müssen gestoppt werden!
GRD-Presse, 04. Oktober
Fotos: Heaviside-Delfine vor der Küste Namibias von Manfred Marschner

Bitte unterstützen Sie die internationale Petition der Earth Organisation Namibia

⇒ Englische Petition avaaz.org

Oder schreiben Sie eine eigene E-Mail an Staatssekretär Dr. Moses Maurihungirire vom Ministerium für Fischerei und Meeresressourcen (MFMR):
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Weitere Informationen:

Video "Save Our Marine Life March and Petition" - 14. Oktober 2016

"I think you will feel like you were right there with us! I can see it has really helped that you have shared this and alerted people in Germany. Thanks so much again for your support!!"

Marcia A. Fargnoli
Director, The Earth Organization Namibia

 

 

 

 

 

 

Allgemeine Zeitung Namibia - 18.10.2016: ⇒ Demonstration gegen Plünderei - Petition mit tausenden Unterschriften an Fischereiministerium überhändigt

Allgemeine Zeitung Namibia - 10.10.2016: ⇒ Protest schlägt jetzt Wellen - Umstrittenene Fangpläne erregen international Aufmerksamkeit

Allgemeine Zeitung Namibia - 07.10.2016: ⇒ Proteste gegen Fanggenehmigung - Chinesisches Unternehmen brüstet sich, geschützte Arten weltweit zu fangen

 

Übersetzung des Petitionsbriefs der Earth Organisation Namibia auf avaaz:

Brief an Fischereiminister Bernhard Esau: Bitte stoppen Sie den Fang unserer Meerestiere

Warum dies wichtig ist
Danke, dass wir hier ein Forum bekommen, um unsere Sorge über die marine Umwelt zu äußern.

Heaviside-Delfin im Sprung vor der Küste von Namibia.Wir beziehen uns auf den Antrag des chinesischen Unternehmens "Welwitschia Aquatic and Wildlife Scientific Research" an die Regierung von Namibia, mit dem diese sich den jährlichen Fang und Export von wild lebenden Orcas, Südafrikanischen Seebären, Brillenpinguinen, Großen Tümmler, Haien und anderen nicht veröffentlichen Arten in namibischen Gewässern genehmigen lassen will.

Wir haben große Vorbehalte gegen diesen Antrag. Alle dort genannten Arten sind auf Anhang I bzw. II des Washingtoner Artenschutzübereinkommens CITES gelistet. Es handelt sich um wandernde Arten, die nicht allein Namibia gehören. Sie stehen unter internationalem Schutz und jeglicher Handel unterliegt strengen CITES-Vorschriften. Gemäß CITES-Artikel III(2)(b) und IV(2)(b) darf der Fang dieser Wildtiere nicht gegen namibische Gesetze verstoßen. Im Einklang mit namibischen Gesetzen muss sich das Ministerium für Fischerei und Meeresressourcen verfassungsgemäß verhalten und Abschnitt 3 des Umweltmanagementgesetzes (2007) anwenden, wenn es eine Entscheidung entsprechend dem Gesetz über Meeresressourcen (2000) trifft.

Nach der namibischen Verfassung muss der Bestand von Wildtieren für gegenwärtige und zukünftige Generationen auf nachhaltigem Niveau erhalten bleiben. Nachhaltigkeit bedeutet, dass eine Art langfristig auch zukünftigen Generationen zur Verfügung steht und nicht dezimiert werden darf. Gemäß Abschnitt 3 des Umweltmanagementgesetzes (2007) bitten wir als Betroffene und Interessierte darum, dass unsere Interessen, Bedürfnisse und Werte bei der Entscheidung über die Entnahme von Lebendtieren aus dem Meer berücksichtigt werden.

Wir weisen darauf hin, dass die Entnahme maßgeblicher Meerestiere die funktionelle Unversehrtheit des marinen Ökosystems schwer schädigen kann. Jede Art spielt eine wichtige Rolle für das gute Funktionieren eines Ökosystems. Entnahmen können das gesamte Nahrungsnetz unumkehrbar zerstören. Es ist unsere Auffassung, dass die Entnahme zahlreicher maßgeblicher Arten aus dem Ökosystem nicht nachhaltig ist und zu einem Kollaps führen kann. Die biologische Vielfalt des marinen Ökosystems muss zum Wohle gegenwärtiger und künftiger Generationen geschützt und respektiert werden.

Im namibischen Umweltmanagementgesetz (2007) ist das Vorsorgeprinzip gesetzlich verankert, um sicherzustellen, dass mit Hinsicht auf wild lebende Tiere vorsichtige Entscheidungen getroffen werden. Um die Nachhaltigkeit des gesamten marinen Ökosystems sicherzustellen, bitten wir das Ministerium für Fischerei und Meeresressourcen dringend, Vorsicht walten zu lassen und sich vor einem unbeabsichtigten Kollaps durch die Entnahme von Wildtieren aus dem Ökosystem vorzusehen. Schaden für marine Lebewesen und das Ökosystem muss verhindert werden.

Wir danken Ihnen im Voraus, dass Sie unsere ernsten Sorgen über unsere marine Umwelt und die funktionelle Unversehrtheit des Meeresökosystems berücksichtigen. Wir bitten Sie nachdrücklich, keine Genehmigung für den Fang und Export von lebenden Meerestieren zu erteilen.

Wir vertrauen darauf, dass unsere Vorbehalte im Rahmen des öffentlichen Konsultationsprozesses Gehör finden werden.

 

Heaviside-Delfin im Sprung vor der Küste von Namibia.

Ferdinand-Destiny braucht Hilfe

Unterwasseraufnahme des Hurghada Patendelfins Ferdinand-Destiny, die schräg in der Wassersäule steht, ihr Baby FRODO schwimmt dicht über ihr.

Ferdinand-Destiny überlebte 2001 einen Haiangriff. Schwer verwundet suchte sie Schutz bei Tauchern. Als die Wunden heilten, kehrte sie zu ihrer Gruppe zurück, doch ihr Interesse an Menschen blieb. 2012 bekam sie ihr erstes Kalb: Frodo, 2016 ein weiteres.

⇒ Patenschaft für Ferdinand (Rotes Meer/Ägypten) ⇒ Patenschaft verschenken

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Ein kleiner Delfin blickt uns neugierig an.

Delfine suchen Freunde!

Indopazifischer Großer Tümmler. Foto: DWA / Angela Ziltener

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