Ein kleiner Hector-Delfin springt aus dem Wasser, nur die Schwanzfluke ist noch unter Wasser, das Tier ist sehr hell gefärbt, nur von den Augen bis zum Flipper, an der Finne und beidseitig der hinteren Bauchseite sind dunkle Stellen, der Kopf ist gleichmäßig konisch zulaufend.Die nördliche Unterart des neuseeländischen Hectordelfins (Cephalorhynchus hectori maui), die Maui-Delfine, sind zugleich die seltensten und kleinsten Delfine.

Die Population der vor der Nordinsel Neuseelands lebenden Hector-Delfine gilt aufgrund genetischer Unterschiede als eigene Unterart. Ihre Bestandsgröße war im August 2012 auf nur noch 55 Exemplare gesunken. Diese Unterart gilt als die seltenste der Delfinfamilie und steht kurz vor der Ausrottung. Die Ursache für den Zusammenbruch des Bestands sind massive Verluste durch Beifänge in der Stellnetzfischerei.

Nach internationalen Kriterien gilt eine Art als bedroht, wenn eine Population unter 10.000 Individuen sinkt oder eine rasche Abnahme bei einer oder mehreren Subpopulationen zu beobachten ist. Gerade ihre extrem küstennahe Lebensweise (fast alle Sichtungen erfolgen bis 10 km Entfernung zur Küste) macht sie besonders anfällig für menschliche Aktivitäten. Stellnetzfischerei, Speedboote und der Delfintourismus haben in dieser Zone die größte Intensität.

Hectordelfine springen oft und schwimmen gerne auf langsam fahrende Boote zu. Häufige zu beobachtende Aktivitäten der meist kleinen Gruppen sind die verschiedensten akrobatischen Sprünge, Schlagen mit der Fluke auf die Wasseroberfläche oder die Jagd auf Sprotten und Meeräschen, die sie auf ihren etwa zweiminütigen Tauchgängen erbeuten. Hectordelfine gelten als sehr verspielt. Oft sieht man sie in der Brandung surfen oder mit den Flossen Seetang durchs Wasser bewegen. Sie vermehren sich nur sehr langsam, Weibchen haben nur alle 2-4 Jahre ein Junges und werden erst im Alter von 6-9 Jahren geschlechtsreif, deshalb ist die Population bereits durch den Verlust weniger Individuen gefährdet.

Zum Schutz der nördlichen Unterart fordern die GRD und andere Naturschutzorganisationen die Einrichtung eines neuen Schutzgebietes vor der Nordinsel zwischen Kawhia und Kaipara Harbour. Dort ist bereits die kommerzielle Stellnetzfischerei verboten. Hobbyfischer dürfen nach wie vor dort fischen, obwohl auch ihre Netze Hektordelfine fangen. Ein sofortiges Fischfangverbot im Lebensraum der Maui-Delfine, die ausschließlich vor der Nordinsel Neuseelands vorkommen, könnte das Schlimmste verhindern.

Der 15-malige Weltmeister im Freitauchen, Will Trubridge, hatte im März 2012 einen Video-Hilfsaufruf und eine internationale Petition an die neuseeländische Regierung gestartet.

Nama braucht Hilfe

Peru Patendelfin NAMA taucht gerade vor einem anderen Delfin ab, gut zu erkennen ist der mit vielen Kerben gezeichnete rückwärtige Teil ihrer Finne.

Nama wurde 2006 erstmals identifiziert. Nama hat mehrere Kerben und zwei auffällige Narben in der Finne. Nama hält sich von Booten fern.

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Ein kleiner Delfin blickt uns neugierig an.

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Indopazifischer Großer Tümmler. Foto: DWA / Angela Ziltener

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