Bei der Feldarbeit in 2007 wurden auch "alte Bekannte" gesichtet, nämlich Ypsilon, Kuka und Dobro Jutro, drei von unseren insgesamt acht Patendelfinen. Sie gehören zu den bislang etwa 100 an ihrer Finne identifizierten Großen Tümmlern. Ihre Namen erhielten sie aufgrund besonderer Markierungen oder Eigenschaften. Kuka beispielsweise bedeutet "Haken" und wurde diesem Delfin wegen der hakenförmigen Form seiner Finnenspitze gegeben. Die "kroatischen" Delfine halten sich meist nicht weiter als fünf Kilometer vom Festland entfernt auf. Ihr "Streifgebiet" umfasst somit allein bezogen auf die Küstenlänge des Festlands 1778 Kilometer, obwohl man vermutet, dass die Tiere jeweils begrenztere "Territorien" bewohnen.
Erfreulicherweise gab es viele Berichte aus unserer Sichtungsbogenaktion für Skipper und Bootsfahrer von Delfinen mit Nachwuchs. Außerdem wurden zwei Gemeine Delfine und ein Rundkopfdelfin nahe der Insel Hvar gesichtet – Arten die nur äußerst selten in der Adria vorkommen.
Oktober 2006 - Der Verband Deutscher Sporttaucher e.V. (VDST) unterstützt die GRD mit einer Patenschaft für die stark bedrohten Adria-Delfine.
"Wir Sporttaucher, die die faszinierende Unterwasserwelt am deutlichsten vor Augen haben", so der VDST-Fachbereichsleiter Umwelt & Wissenschaft, Dr. Ralph O. Schill, "haben eine große Mitverantwortung an dem Lebensraum Meer. Durch diese Patenschaft möchten wir andere ermutigen, sich ebenfalls für die stark bedrohten Meeressäuger zu engagieren, damit wir auch noch in den nächsten Jahren Delfine in der Adria springen sehen können."
Entlang der kroatischen Küste leben nur noch 220 Große Adriatümmler. Sie sind der Rest von einstmals vermutlich 3.000 bis 5.000 Tieren, die bis Ende der 50er Jahre entlang der jugoslawischen Küste schwammen. Andere Delfinarten sind nahezu vollständig verschwunden.
Die GRD setzt sich seit vielen Jahren für die noch vorhandene Population ein und arbeitet eng mit Tierärzten von der Universität Zagreb zusammen. Eines der größten Probleme neben der Verschmutzung der Küstengewässer sind Fischernetze, aber auch tödliche Verletzungen, die durch Motorboote und Jetskies zugefügt werden.
Der Verband Deutscher Sporttaucher e. V. hat jetzt beispielhaft eine Patenschaft für den Adria-Delfin "Veseljak" übernommen, um ihm und seinen Artgenossen ein Überleben zu ermöglichen. Der Name bedeutet "Spaßvogel", da er entlang der Küste für seine anmutigen Sprünge bekannt ist.
"Ich freue mich wirklich sehr, dass uns der VDST jetzt auch mit einer Delfinpatenschaft beim schwierigen Kampf um das Überleben der Adria-Delfine zur Seite steht", erklärt der dreimalige Weltumsegler und Gründer der GRD, Rollo Gebhard. "Delfine haben mich drei Weltumsegelungen überleben lassen, ich bin ihnen etwas schuldig. Und diese Schuld trage ich ab, indem ich mich für die Tiere des Meeres einsetze."
August 2006 - Eine erfreuliche Entwicklung zeichnete sich im Laufe der Feldarbeit der vergangenen Monate ab: Immer wieder wurden Große Tümmler mit Nachwuchs beobachtet.
Sogar unser Patendelfin Munja tauchte letztes Jahr kurz in Begleitung eines kleinen Delfins auf. 2005 hielten sich Veseljak und Poveliki verstärkt in einem Gebiet auf, das etwa 50 Kilometer weiter südlich von dem ihrer erstmaligen Sichtung liegt.
Im Juni 2006 dagegen wurden Veseljak, wie auch Kuka und Ypsilon, wieder in den bekannten Gewässern zwischen dem Festland bei Zadar und der Insel Dugi Otok gesichtet.
Ulrike Kirsch
Mit einer symbolischen Patenschaft für einen "kroatischen"
Delfin geben Sie den letzten Meeressäugern in der Adria eine
Chance auf ein langfristiges Überleben!
Vielleicht begegnen Sie "Ihrem"
Schützling ja bei Ihrem nächsten Kroatien-Aufenthalt!
Dobro Jutro, Poveliki, Crta, Ypsilon, Kuka, Munja, Veseljak und Strelica sind die ersten Delfine, die bei der Feldarbeit im Rahmen unseres Projekts "Rettung der letzten Adria-Delfine" identifiziert wurden.
Die acht gehören zu einer kleinen Population Großer Tümmler, die das ganze Jahr über die kroatischen Küstengewässer bewohnen. Es sind die letzten Delfine, die in der Adria überlebt haben. Ihr Bestand wird auf nur noch etwa 220 Tiere geschätzt.
Um diese Delfine vor dem Aussterben zu retten, startete die GRD im Juni 2000 zusammen mit engagierten Tierärzten der Universität Zagreb das Schutzprojekt.
Bedroht sind die Delfine durch Fischerei, Tötung durch Fischer wegen angeblicher Nahrungskonkurrenz und zunehmenden Wassermotorsport, wie Jetskis.
Mit Hilfe der Feldarbeit sollen die Gebiete identifiziert werden, die für die Meeressäuger mit Hinsicht auf Nahrungssuche, Fortpflanzung oder Aufzucht der Jungen besonders wichtig sind, um diese unter Schutz stellen zu lassen. Die Fotoidentifikation ist dabei ein wesentlicher Bestandteil. Anhand der Rückenfinne, dem "Fingerabdruck" der Delfine, können einzelne Tiere erkannt werden, und man erhält so Aufschluss beispielsweise über Wanderrouten, wichtige Aufenthaltsgebiete, Gruppenzusammensetzungen und Vermehrung.
Mit einer symbolischen Patenschaft für einen "kroatischen" Delfin geben Sie den letzten Meeressäugern in der Adria eine Chance auf ein langfristiges Überleben!
Ulrike Kirsch
Vielleicht begegnen Sie "Ihrem"
Schützling ja bei Ihrem nächsten Kroatien-Aufenthalt!
Unsere vier Adria-Patendelfine Dobro Jutro, Ypsilon, Poveliki und Crta sind wohlauf!
Wie in den beiden Vorjahren wurden sie auch dieses Jahr wieder in dem Gebiet bei der Insel Dugi Otok in Mitteldalmatien gesichtet. "Crta" ("Strich") wurde mit ihrem Kleinen im Zeitraum Mai bis September gleich mehrmals gesehen.
Dabei waren sie meist zu zweit oder zusammen mit einem weiteren Jungtier samt Mutter unterwegs. Einmal wurde sie sogar gemeinsam mit "Poveliki" in einer größeren Gruppe angetroffen. "Poveliki" ("ziemlich groß") und "Dobro Jutro" ("Guten Morgen") wurden nicht so häufig, aber meist zusammen mit mehreren Tieren gesichtet.
Auch "Ypsilon" wurde mehrfach beobachtet, im September sogar einmal kurz mit einem relativ "frischen" Baby, das noch recht unbeholfen neben "Ypsilon" schwamm.
Da Mütter mit Neugeborenen recht scheu sind und Boote meiden, kann noch nicht mit Sicherheit gesagt werden, ob es sich um "Ypsilons" Nachwuchs handelt oder dieser Delfin nur "Babysitter" gespielt hat, während die Mutter auf Futtersuche ging.
Mit einer symbolischen Patenschaft für einen "kroatischen" Delfin geben Sie den letzten Meeressäugern in der Adria eine Chance auf ein langfristiges Überleben!
Ulrike Kirsch
Vielleicht begegnen Sie "Ihrem"
Schützling ja bei Ihrem nächsten Kroatien-Aufenthalt!