Updates zu den Patendelfinen

2009: Neues von den Patendelfinen

Die Küstengewässer vor Zadar spielen in der kroatischen Delfinforschung eine wichtige Rolle. Schon über 100 Große Tümmler sind von dort individuell "bekannt": Denn Delfine können an ihrer Rückenfinne erkannt werden, die aufgrund von Form und Markierungen so einzigartig ist wie der Fingerabdruck des Menschen. Auch unsere Patendelfine wurden seit ihrer Erstsichtung – die bei manchen bereits 8 Jahre zurückliegt! – wiederholt in der Gegend beobachtet.

In der Saison 2009 begegneten wir zum Beispiel Crta und Poveliki sowie einem Mutter-Kind-Paar, das sich bereits im Juni 2006 nordöstlich der Insel Ugljan aufhielt: ein Delfinweibchen mit auffälliger Finne in Begleitung eines ganz "frischen" Babys, erkennbar an den hellen Längsstreifen an der Seite. Diese entstehen aufgrund der gefalteten Position im Mutterleib und verblassen nach der Geburt relativ schnell innerhalb weniger Tage.

Die beiden wurden im Kanal von Zadar sowohl 2008 in einer größeren Gruppe als auch 2009 beobachtet. Dies zeigt, wie viel Zeit Delfinmütter in die "Erziehung" investieren, weit über die gewöhnlich etwa ein Jahr dauernde Stillzeit hinaus, um dem Nachwuchs alles Wesentliche über Nahrungssuche, Feindabwehr und Leben in der Gemeinschaft beizubringen. Es zeigt aber auch, wie verletzlich Delfine sind: Aufgrund der langsamen Fortpflanzungsrate ist jedes einzelne Tier für die Population äußerst wichtig, zumal wenn diese so klein ist wie in der kroatischen Adria, wo nur noch 220 Große Tümmler ganzjährig leben.

Der nunmehr dreijährige Kleine hat anscheinend gut gelernt und dürfte für die Zukunft hin reichend gerüstet sein.
Ulrike Kirsch

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Übernehmen Sie eine symbolische Patenschaft für einen Adria-Delfin

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2008: Neues von den Patendelfinen

Das in den Vorjahren beliebte Streifgebiet zwischen den Inseln Ugljan, Iz und Dugi Otok scheint dagegen an Beliebtheit eingebüßt zu haben.Sicher identifiziert werden konnte im vergangenen Jahr nur Poveliki, der sich im Juni zwischen den Inseln Ugljan und Iz aufhielt.

Nicht ganz eindeutig ist, ob in der Gruppe, die wir im Mai unter recht ungünstigen Windbedingungen mehrmals im Kanal von Zadar trafen, tatsächlich auch Crta, Veseljak und Ypsilon waren. Die Fotos ließen leider keine hundertprozentig sichere Identifizierung zu.

Erfreulicherweise stießen wir im vergangenen Jahr aber auf mehrere Delfin-Familien mit sehr verspieltem und neugierigem Nachwuchs, und das ausgerechnet im viel befahrenen Kanal von Zadar. Das in den Vorjahren beliebte Streifgebiet zwischen den Inseln Ugljan, Iz und Dugi Otok scheint dagegen an Beliebtheit eingebüßt zu haben. Nur ganz selten wurden hier 2008 noch Delfine gesichtet.

2008 wurden zwei erschossene Delfine in der Adria gefunden.Leider zeigte sich im vergangenen Jahr erneut der starke der Einfluss des Menschen auf das Sterben der Meeressäuger in der Adria. 2008 wurden zwei erschossene Delfine und ein durch Dynamitfischerei (!) getöteter Großer Tümmler gemeldet. Die Kadaver wurden von unseren Projektpartnern in der tiermedizinischen Fakultät der Universität Zagreb seziert.

Die neuen Aufenthaltsgebiete der in der mittleren Adria lebenden Delfingruppen sollen nun während der 2009 geplanten umfassenden Zählung aller Adria-Delfine erfasst werden. Hierzu werden mehrere Kleinflugzeuge mit geschulten Beobachtern an Bord im Parallelflug die gesamte Küste Kroatiens abfliegen. Die letzte derartige Zählung fand im Rahmen unseres Adria-Projekts im Frühjahr 2003 statt und ergab einen Bestand von etwa 220 Delfinen, die in 40 Schulen leben.

Eine Delfinfamilie im Kanal von ZadarWir bedanken uns ganz herzlich bei allen, die mit ihrer Spende oder Patenschaft die Fortführung und den Ausbau dieses wichtigen Delfinschutzprojekts in Kroatien sichern!

Ziel des GRD-Projekts "Rettung der letzten Adria-Delfine" ist der langfristige Erhalt und die Bestandsverstärkung der verbliebenen 220 Großen Tümmler sowie der Schutz ihres Lebensraums. Aufklärung und Öffentlichkeitsarbeit zur Sensibilisierung von Bevölkerung und Touristen für den Delfinschutz, Überwachung und Umsetzung bestehender Schutzbestimmungen sowie Langzeitstudien in Labor und Freiland u.a. zur Gewinnung von Erkenntnissen über populationsdynamische Prozesse gehören zu den Projektmaßnahmen.

Die Einrichtung von Schutzgebieten und der Aufbau eines Delfinschutzzentrums sind weitere wichtige Vorhaben des Projekts.
Onlinespende Adria-Projekt
Helfen auch Sie mit, diese Delfine vor dem Aussterben zu bewahren!

Spenden mit dem Stichwort "Adria-Delfine" sowie Beiträge aus den Patenschaften für einen Adria-Delfin kommen diesem Schutzprojekt zugute.
Ulrike Kirsch

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2007: Wiedersehen macht Freude

Bei der Feldarbeit in 2007 wurden auch "alte Bekannte" gesichtet, nämlich Ypsilon, Kuka und Dobro Jutro, drei von unseren insgesamt acht Patendelfinen. Sie gehören zu den bislang etwa 100 an ihrer Finne identifizierten Großen Tümmlern. Ihre Namen erhielten sie aufgrund besonderer Markierungen oder Eigenschaften. Kuka beispielsweise bedeutet "Haken" und wurde diesem Delfin wegen der hakenförmigen Form seiner Finnenspitze gegeben. Die "kroatischen" Delfine halten sich meist nicht weiter als fünf Kilometer vom Festland entfernt auf. Ihr "Streifgebiet" umfasst somit allein bezogen auf die Küstenlänge des Festlands 1778 Kilometer, obwohl man vermutet, dass die Tiere jeweils begrenztere "Territorien" bewohnen.

Erfreulicherweise gab es viele Berichte aus unserer Sichtungsbogenaktion für Skipper und Bootsfahrer von Delfinen mit Nachwuchs. Außerdem wurden zwei Gemeine Delfine und ein Rundkopfdelfin nahe der Insel Hvar gesichtet – Arten die nur äußerst selten in der Adria vorkommen.

 

Verband Deutscher Sporttaucher (VDST) wird Adria-Delfin-Pate

Oktober 2006 - Der Verband Deutscher Sporttaucher e.V. (VDST) unterstützt die GRD mit einer Patenschaft für die stark bedrohten Adria-Delfine.

Logo VDST"Wir Sporttaucher, die die faszinierende Unterwasserwelt am deutlichsten vor Augen haben", so der VDST-Fachbereichsleiter Umwelt & Wissenschaft, Dr. Ralph O. Schill, "haben eine große Mitverantwortung an dem Lebensraum Meer. Durch diese Patenschaft möchten wir andere ermutigen, sich ebenfalls für die stark bedrohten Meeressäuger zu engagieren, damit wir auch noch in den nächsten Jahren Delfine in der Adria springen sehen können."

Entlang der kroatischen Küste leben nur noch 220 Große Adriatümmler. Sie sind der Rest von einstmals vermutlich 3.000 bis 5.000 Tieren, die bis Ende der 50er Jahre entlang der jugoslawischen Küste schwammen. Andere Delfinarten sind nahezu vollständig verschwunden.

Adriadelfin DOBRO JUTRODie GRD setzt sich seit vielen Jahren für die noch vorhandene Population ein und arbeitet eng mit Tierärzten von der Universität Zagreb zusammen. Eines der größten Probleme neben der Verschmutzung der Küstengewässer sind Fischernetze, aber auch tödliche Verletzungen, die durch Motorboote und Jetskies zugefügt werden.

Der Verband Deutscher Sporttaucher e. V. hat jetzt beispielhaft eine Patenschaft für den Adria-Delfin "Veseljak" übernommen, um ihm und seinen Artgenossen ein Überleben zu ermöglichen. Der Name bedeutet "Spaßvogel", da er entlang der Küste für seine anmutigen Sprünge bekannt ist.

"Ich freue mich wirklich sehr, dass uns der VDST jetzt auch mit einer Delfinpatenschaft beim schwierigen Kampf um das Überleben der Adria-Delfine zur Seite steht", erklärt der dreimalige Weltumsegler und Gründer der GRD, Rollo Gebhard.

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2005 / 2006: Neues von den Patendelfinen

August 2006 - Eine erfreuliche Entwicklung zeichnete sich im Laufe der Feldarbeit der vergangenen Monate ab: Immer wieder wurden Große Tümmler mit Nachwuchs beobachtet.

Sogar unser Patendelfin Munja tauchte letztes Jahr kurz in Begleitung eines kleinen Delfins auf. 2005 hielten sich Veseljak und Poveliki verstärkt in einem Gebiet auf, das etwa 50 Kilometer weiter südlich von dem ihrer erstmaligen Sichtung liegt.

Im Juni 2006 dagegen wurden Veseljak, wie auch Kuka und Ypsilon, wieder in den bekannten Gewässern zwischen dem Festland bei Zadar und der Insel Dugi Otok gesichtet.
Ulrike Kirsch

Mit einer symbolischen Patenschaft für einen "kroatischen" Delfin geben Sie den letzten Meeressäugern in der Adria eine Chance auf ein langfristiges Überleben!

Vielleicht begegnen Sie "Ihrem" Schützling ja bei Ihrem nächsten Kroatien-Aufenthalt!

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2004: Neues von den Patendelfinen

Dobro Jutro, Poveliki, Crta, Ypsilon, Kuka, Munja, Veseljak und Strelica sind die ersten Delfine, die bei der Feldarbeit im Rahmen unseres Projekts "Rettung der letzten Adria-Delfine" identifiziert wurden.

"Veseljak" bei einem seiner spektakulären SprüngeDie acht gehören zu einer kleinen Population Großer Tümmler, die das ganze Jahr über die kroatischen Küstengewässer bewohnen. Es sind die letzten Delfine, die in der Adria überlebt haben. Ihr Bestand wird auf nur noch etwa 220 Tiere geschätzt.
Um diese Delfine vor dem Aussterben zu retten, startete die GRD im Juni 2000 zusammen mit engagierten Tierärzten der Universität Zagreb das Schutzprojekt.

Bedroht sind die Delfine durch Fischerei, Tötung durch Fischer wegen angeblicher Nahrungskonkurrenz und zunehmenden Wassermotorsport, wie Jetskis.

Mit Hilfe der Feldarbeit sollen die Gebiete identifiziert werden, die für die Meeressäuger mit Hinsicht auf Nahrungssuche, Fortpflanzung oder Aufzucht der Jungen besonders wichtig sind, um diese unter Schutz stellen zu lassen. Die Fotoidentifikation ist dabei ein wesentlicher Bestandteil. Anhand der Rückenfinne, dem "Fingerabdruck" der Delfine, können einzelne Tiere erkannt werden, und man erhält so Aufschluss beispielsweise über Wanderrouten, wichtige Aufenthaltsgebiete, Gruppenzusammensetzungen und Vermehrung.

Mit einer symbolischen Patenschaft für einen "kroatischen" Delfin geben Sie den letzten Meeressäugern in der Adria eine Chance auf ein langfristiges Überleben!
Ulrike Kirsch

Vielleicht begegnen Sie "Ihrem" Schützling ja bei Ihrem nächsten Kroatien-Aufenthalt!

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2003: Neues von den Patendelfinen

Unsere vier Adria-Patendelfine Dobro Jutro, Ypsilon, Poveliki und Crta sind wohlauf!

Wie in den beiden Vorjahren wurden sie auch dieses Jahr wieder in dem Gebiet bei der Insel Dugi Otok in Mitteldalmatien gesichtet. "Crta" ("Strich") wurde mit ihrem Kleinen im Zeitraum Mai bis September gleich mehrmals gesehen.

"Crta" (3. von vorne) und "Poveliki" (4. von vorne)Dabei waren sie meist zu zweit oder zusammen mit einem weiteren Jungtier samt Mutter unterwegs. Einmal wurde sie sogar gemeinsam mit "Poveliki" in einer größeren Gruppe angetroffen. "Poveliki" ("ziemlich groß") und "Dobro Jutro" ("Guten Morgen") wurden nicht so häufig, aber meist zusammen mit mehreren Tieren gesichtet.

Auch "Ypsilon" wurde mehrfach beobachtet, im September sogar einmal kurz mit einem relativ "frischen" Baby, das noch recht unbeholfen neben "Ypsilon" schwamm.

Da Mütter mit Neugeborenen recht scheu sind und Boote meiden, kann noch nicht mit Sicherheit gesagt werden, ob es sich um "Ypsilons" Nachwuchs handelt oder dieser Delfin nur "Babysitter" gespielt hat, während die Mutter auf Futtersuche ging.

Mit einer symbolischen Patenschaft für einen "kroatischen" Delfin geben Sie den letzten Meeressäugern in der Adria eine Chance auf ein langfristiges Überleben!
Ulrike Kirsch

Vielleicht begegnen Sie "Ihrem" Schützling ja bei Ihrem nächsten Kroatien-Aufenthalt!

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Delfin-Patenschaften Adria