Finnwal vor Krk verendet

Einen ungewöhnlichen Fund machten kroatische Fischer gegen Ende September 2002 vor der Insel Krk. Im Flachwasser einer dem Ferienort Baska vorgelagerten Insel stießen sie auf einen toten Finnwal.

Mit bis zu 26 Metern Länge und einem Gewicht zwischen 45 und 75 Tonnen sind Finnwale (Balaenoptera physalus) nach dem Blauwal die zweitgrößte Tierart der Erde und die einzigen Furchenwale, die ständig im Mittelmeer lebenDas über 11 Meter lange und mehr als 10 Tonnen schwere etwa 1 Jahr alte weibliche Jungtier wurde an Land geschleppt und dort von Prof. Gomercic und seinem Team von der Tierärztlichen Fakultät der Universität Zagreb, unseren Delfinschutz-Projektpartnern, obduziert.

Warum der offensichtlich gut genährte Wal strandete, werden erst noch ausstehende Labortests zeigen, da die Untersuchung des Kadavers keine Hinweise über die Todesursache erbrachte.

Dies ist der zweite Finnwal der innerhalb von 2 Jahren an der kroatischen Küste verendete.

Mit bis zu 26 Metern Länge und einem Gewicht zwischen 45 und 75 Tonnen sind Finnwale (Balaenoptera physalus) nach dem Blauwal die zweitgrößte Tierart der Erde und die einzigen Furchenwale, die ständig im Mittelmeer leben. Die in Kroatien streng geschützten Wale tauchen immer wieder entlang der Adria-Küste auf, vermutlich auf der Suche nach Nahrung.
U. Karlowski

Finnwal in der Adria gerettet

Eine eher seltene Begegnung hatten unsere Projektpartner im August 2002 während ihrer Delfinschutzarbeit in der kroatischen Adria.

Mit bis zu 25 Metern ist diese Art nach dem Blauwal das zweitgrößte Tier der ErdeMartina Duras und Tom Gomercic waren gerade eine halbe Stunde mit dem Boot unterwegs, um eine etwa acht Große Tümmler zählende Schule östlich der Insel Zut zu beobachten, als sie Nachricht über die Sichtung eines Finnwals (Balaenoptera physalus) nahe der südlich von Split gelegenen Stadt Makarska erhielten.

Mit bis zu 25 Metern ist diese Art nach dem Blauwal das zweitgrößte Tier der Erde. Die Forscher informierten das Ministerium für Umweltschutz und Landesplanung über die außergewöhnliche Sichtung und machten sich sofort auf den Weg. Bei ihrem Eintreffen versuchten bereits zahlreiche Touristen, sich dem etwa 15 Meter langen Bartenwal mit Jetskies und Schnellbooten zu nähern.

Bis zum Eingreifen der Behörden konnten unsere kroatischen Partner mit dem seit Juni im Einsatz befindlichen GRD-Delfinschutzpatrouillenboot so erstmals konkrete Hilfestellung beim Schutz eines Meeressäugers leisten, indem sie die Neugierigen auf sicherer Distanz zum Wal hielten.

GRD-Delfinschutzpatrouillenboot im EinsatzIn der Zwischenzeit besprach Prof. Gomercic mit dem Ministerium Maßnahmen, um den Finnwal vor Belästigungen zu schützen. Über Radio und Fernsehen wurde die Bevölkerung über Schutzbestimmungen und richtiges Verhalten in der Umgebung des Tieres informiert. Beispielsweise darf sich im Umkreis von 200 Metern nur ein Boot, im Umkreis von 400 Metern nur drei Boote einem Wal nähern.

Einige Touristen, die ihn mit Schnellbooten dennoch störten, erhielten eine Strafe in Höhe von etwa 1400 DM. Im Auftrag des Ministeriums wurde daher von der Polizei ein Patrouillenboot eingesetzt, das das Tier während seines insgesamt 16tägigen Aufenthalts beschützte. Zusätzlich wurde der Schiffsverkehr im Kanal von Hvar kurzfristig gesperrt.

Biologische Untersuchungen ergaben, dass die Meeresregion zu dieser Zeit ein reiches Nahrungsangebot aufwies und den Finnwal - der einzige Furchenwal, der auch im Mittelmeer häufig anzutreffen ist - bis in die Adria geführt hat.
Ulrike Kirsch

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Rettung der letzten Adria-Delfine (Kroatien)