Ägypten-Reisende beklagen traurige und deprimierende Erlebnisse bei Delfinbeobachtungstouren im Roten Meer. Der meist völlig unregulierte Massentourismus wird für die betroffenen Delfine immer mehr zur ernsthaften Bedrohung und gefährdet ihr Überleben.

An vielen Orten ist der Delfintourismus bereits völlig aus dem Ruder gelaufen, wie zum Beispiel in Hamata, von wo aus Ausflüge zum beliebten Sataya-Riff angeboten werden.

Bei Hurghada sieht es nicht besser aus.

Viele der vor Ort angebotenen Delfintouren sind zu einem traurigen Zirkus ausgeartet.

Ist eine Delfinschule gesichtet, versuchen die Skipper sich gegenseitig zu übertreffen, mit Verfolgungsjagden, Einkreisen der Tiere und Touristen, die sich dann johlend in großer Zahl ins Wasser stürzen, um einmal mit Delfinen schwimmen zu können.

 

 

 

Die Delfine haben kein Interesse an Touristen, sondern Angst vor ihnen
Die hysterischen Zuneigungsbekundungen stoßen bei den Tieren jedoch auf nur wenig Gegenliebe. Sie vernachlässigen ihren Nachwuchs, kommen kaum zur Ruhe, haben zu wenig Zeit zur Futtersuche oder sozialen Interaktionen untereinander, verschwenden wertvolle Energie beim Versuch, den Booten zu entkommen, sind zunehmend erschöpft und stehen unter enormem Stress.

Wenn diese Auswüchse nicht gestoppt werden, dann wird es in den betroffenen Gebieten bald keine Delfine mehr geben
Die Touristen vertreiben die Tiere ausgerechnet aus den Zonen, in die sie sich von der nächtlichen Jagd zurückkehrend zum Ruhen und Schlafen zurückziehen.

Sie sind dann auch in ihrer Reaktionsfähigkeit eingeschränkt und werden häufig von den Außenborder-Propellern, dicht an sie heranfahrender Zodiacs im Rückenbereich verletzt.

Spinnerdelfin mit zwei Schraubenverletzungen Ausschnitt.Bevor Sie eine Delfintour in Ägypten buchen, sollten Sie sich genau erkundigen, was Sie erwartet:

  • Hat der Anbieter sich verpflichtet, Regeln zur sanften Delfinbeobachtung einzuhalten?
  • Hat der Anbieter eine Schulung bei der ägyptischen Naturschutzorganisation HEPCA absolviert?
  • Gibt es eine Einführung/Schulung für Touristen zum richtigen Verhalten mit den Delfinen?
  • Welche Sicherheitsstandards gibt es Bord der Boote?
  • Werden Zodiacs eingesetzt?
  • Wenn Sie den Eindruck haben, dass Ihre Sicherheit (es kann schon mal vorkommen, dass "vergessen" wird, noch im Wasser befindliche Touristen wieder einzusammeln) oder die der Delfine vernachlässigt oder Sie und/oder die Delfine konkreten Gefahren ausgesetzt waren, beschweren Sie sich unbedingt bei Ihrem Reiseleiter und beim Reiseveranstalter, bei dem Sie Ihre Reise gebucht haben.
  • Berichten Sie uns von Ihren Erfahrungen per E-Mail an info[AT]delphinschutz.org
  • Raten Sie anderen Touristen davon ab, eine derartige Tour zu buchen.

Foto "Spinnerdelfin mit zwei Schraubenverletzungen": Aus dem Buch 'Dolphins, Messengers of Love' by Ocean.

Ferdinand-Destiny braucht Hilfe

Unterwasseraufnahme des Hurghada Patendelfins Ferdinand-Destiny, die schräg in der Wassersäule steht, ihr Baby FRODO schwimmt dicht über ihr.

Ferdinand-Destiny überlebte 2001 einen Haiangriff. Schwer verwundet suchte sie Schutz bei Tauchern. Erst als die Wunden heilten, kehrte sie zu ihrer Gruppe zurück, doch ihr Interesse an Menschen blieb. Mit 14 bekam sie 2012 ihr erstes Kalb: Frodo.

⇒ Patenschaft für Ferdinand (Rotes Meer/Ägypten) ⇒ Patenschaft verschenken

Helfen Sie den Delfinen im Roten Meer

Indopazifischer Großer Tümmler. Foto: DWA / Angela Ziltener

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