Schutzprojekt Mosambik: Neuigkeiten von den Patendelfinen
Unsere residenten Indopazifischen Großen Tümmler aus dem Schutzgebiet Ponta do Ouro zeigen sich auch in diesem Jahr sehr zutraulich und interessiert. Während unserer bislang in diesem Jahr durchgeführten 15 Monitoringfahrten trafen wir sie fast jedes Mal an. Nur wenn Buckelwale in der Nähe waren, blieben sie lieber in Deckung. Insgesamt hatten wir 2016 bereits 155 Delfin-Sichtungen. Patendelfine und ihr NachwuchsAuch die Patendelfine sind...
Neues von den Patendelfinen - Gilly und Bo im Flegelalter
Im Juli begegnete ich unserem Patendelfin Herme, einem Buckeldelfin, mit zwei Artgenossen, wahrscheinlich handelte es sich um Hermes Mutter mit einem neuen Jungtier. Obwohl die Sichtverhältnisse im Wasser sehr bescheiden waren, gelang es mir, die Dreiergruppe im trüben, grünen Wasser zu fotografieren. Gulliver (das erste Junge von Patendelfin Gilly und – anders als der Name vermuten lässt - ein Weibchen) und ihre beste Freundin Rocha (eine...
Mosambik-Patendelfine: Neues Video
Fantastische Aufnahmen mit unseren Patendelfinen Gulliver und Gilly beim Spiel mit Artgenossen … und einem Kugelfisch. Gulliver ist das erste Junge von Gilly und - anders als der Name es vermuten lässt - ebenfalls ein Weibchen. Die Indopazifischen Großen Tümmler leben in den Gewässern des Indischen Ozeans vor Ponta do Ouro in Mosambik, wo sich unsere Partner von DolphinCare Africa für einen naturverträglichen Delfintourismus einsetzen. ⇒...
Petition für besseren Schutz der Delfine vor Ponta do Ouro
Mit einer Petition auf avaaz.org fordert DolphinCare-Africa von der mosambikanischen Regierung, die Schutzvorschriften für das Teilreservat Ponta do Ouro besser umzusetzen. In dem Gebiet leben nach Untersuchungen von DCA auch etwa 250 Große Tümmler und eine kleinere Population Buckeldelfine. Zunehmender Bootsverkehr und unregulierte Begegnungen zwischen Menschen und Delfinen drohen die Meeressäuger aus ihrem Lebensraum zu verjagen. DCA...
Wichtiger Erfolg für Delfine, Wale und Walhaie im Süden Mosambiks!
Pressemitteilung, 05.12.2011 - Gegen Ende November 2011 erließ die mosambikanische Regierung weitreichende Regelungen für einen besseren Schutz von Delfinen, Walen und Walhaien im Süden Mosambiks. Dieser wichtige Erfolg ist nicht zuletzt unserer Partnerorganisation DolphinCare-Africa (DCA) zu verdanken, die sich seit Jahren für bessere Schutzmaßnahmen einsetzt. Der in den vergangenen Jahren immer stärker gewordene "Tourismus-Wildwuchs" droht...
Die vergessenen Delfine Afrikas
Pressemitteilung, 26.10.2011 – Deutsche Delfinschützer helfen in Mosambik: Wie an allen anderen Küsten des afrikanischen Kontinents sind Delfine an der Küste von Mosambik durch unkontrollierte Fischerei und Lebensraumzerstörung stark bedroht. Eine der wenigen afrikanischen Initiativen, die sich dem Schutz der Meeresumwelt verschrieben hat, ist DolphinCareAfrica (DCA) aus Mosambik. DCA setzt sich seit vielen Jahren für den Schutz der an der...

Bo und Bojangles spielen unter Wasser mit anderen Mosambik Delfinen.Unsere residenten Indopazifischen Großen Tümmler aus dem Schutzgebiet Ponta do Ouro zeigen sich auch in diesem Jahr sehr zutraulich und interessiert. Während unserer bislang in diesem Jahr durchgeführten 15 Monitoringfahrten trafen wir sie fast jedes Mal an. Nur wenn Buckelwale in der Nähe waren, blieben sie lieber in Deckung. Insgesamt hatten wir 2016 bereits 155 Delfin-Sichtungen.

Patendelfine und ihr Nachwuchs
Auch die Patendelfine sind wohlauf und erfreuen sich des Lebens, besonders "Bo" mit ihrem Baby "Bojangles" und "Gilly" mit dem kleinen "Gambit", einem Männchen. Beide sind jetzt etwa 9 Monate alt.

Jungdelfine mit auffälligen Finnenmarkierungen
Ungewöhnlich ist, dass auch die Jungdelfine von Ponta schon recht auffällige Finnen mit vielen Kerben und Schrammen aufweisen. Normalerweise sind diese Markierungen, an denen man einen Delfin, ähnlich wie beim Menschen mithilfe des Fingerabdrucks, sehr gut individuell identifizieren kann, erst bei subadulten oder erwachsenen Tieren zu beobachten. Wir wollen nun versuchen herauszufinden, warum unsere Jungdelfine derart zerzauste Finnen aufweisen. Die Vermutungen gehen von Verletzungen durch Bootspropeller, über Haiangriffe bis hin zu Spuren einer Verhedderung in Lang- oder Angelleinen.

Monitoring im Norden des Schutzgebiets und eine einsame Seekuh
Zwei Mosmabik Delfine unter Wasser Schutzgebiet Ponta do Ouro.Im Juli fanden zwei Monitoringfahrten in die nördlichen Regionen des Schutzgebiets statt. Sie dienten unter anderem zur Datenerfassung für die DCA-Studie "Lebensraumnutzung und Populationszusammensetzung von drei Delfinarten im Süden von Mosambik". Eine andere unserer Studien befasst sich mit den jahreszeitlichen Wanderungen der Buckelwale.

Mit der kontinuierlichen Erfassung und Beobachtung der Ponta-Delfine und anderer Meeressäuger gewinnen wir wertvolle Erkenntnisse über Habitatnutzung und zwischenartliche Beziehungen der Indopazifischen Großen Tümmler (Tursiops aduncus) mit den Buckeldelfinen oder Bleifarbenen Delfinen (Sousa plumbea). Und natürlich erfassen wir auch Sichtungen anderer Meeressäuger. So trafen wir, wie im letzten Jahr, wieder auf einen einzelnen Dugong (Dugong dugon) oder Gabelschawanzseekuh.

Die Sichtung eines einzigen Exemplares dieser hochgradig vom Aussterben bedrohten Art zur selben Zeit am gleichen Ort, aber ein Jahr später, erfüllt uns mit Wehmut. Kann es wirklich sein, dass es keine weiteren Dugongs im Schutzgebiet mehr gibt?
Angie Gullan, Dolphin Care Africa (DCA), August 2016

Unterwasseransicht Schwanzfluke eines Mosambik Delfins.Im Juli begegnete ich unserem Patendelfin Herme, einem Buckeldelfin, mit zwei Artgenossen, wahrscheinlich handelte es sich um Hermes Mutter mit einem neuen Jungtier. Obwohl die Sichtverhältnisse im Wasser sehr bescheiden waren, gelang es mir, die Dreiergruppe im trüben, grünen Wasser zu fotografieren.

Gulliver (das erste Junge von Patendelfin Gilly und – anders als der Name vermuten lässt - ein Weibchen) und ihre beste Freundin Rocha (eine Tochter von Patendelfin Bo) haben in den letzten Monaten viel Zeit miteinander verbracht.

Im August zogen die beiden mit mehreren Männchen umher. Sie begeisterten uns mit herrlichen "Vorführungen" im Wasser, als sie mit einem Kugelfisch und mit Seegras spielten. Der Nachwuchs unserer beiden weiblichen Patendelfine Gilly und Bo erreicht langsam das "Flegelalter". Die beiden Jungs ziehen immer öfter ohne ihre Mütter umher, sodass diese sich nun für neuen Nachwuchs vorbereiten können.

Von Juli bis September 2015 führte das Dolphin Team von Ponta 64 Beobachtungsfahrten durch und verzeichnete 169 Sichtungen von Delfinen, Walen, Mantarochen und Walhaien. Darunter gab es 74 Sichtungen von unseren residenten Atlantischen Großen Tümmlern, die sich mehrmals in Gesellschaft von Buckeldelfinen, oder Chinesischen Weißen Delphinen befanden.
Angie Gullan, Gründerin und Leiterin von DCA/Dolphin Encountours Research Center

 

 Der kleine Buckeldelfin Herme hüpft aus dem Wasser.

Fantastische Aufnahmen mit unseren Patendelfinen Gulliver und Gilly beim Spiel mit Artgenossen … und einem Kugelfisch.

 

Gulliver ist das erste Junge von Gilly und - anders als der Name es vermuten lässt - ebenfalls ein Weibchen.

Die Indopazifischen Großen Tümmler leben in den Gewässern des Indischen Ozeans vor Ponta do Ouro in Mosambik, wo sich unsere Partner von DolphinCare Africa für einen naturverträglichen Delfintourismus einsetzen.

 

 

 

 

 

 

 

⇒ Reisetipps: Delfine erleben mit verantwortungsvoll operierenden Veranstaltern

Grafik zu Whale-Watching Regeln in MosambikPressemitteilung, 05.12.2011 - Gegen Ende November 2011 erließ die mosambikanische Regierung weitreichende Regelungen für einen besseren Schutz von Delfinen, Walen und Walhaien im Süden Mosambiks.

Dieser wichtige Erfolg ist nicht zuletzt unserer Partnerorganisation DolphinCare-Africa (DCA) zu verdanken, die sich seit Jahren für bessere Schutzmaßnahmen einsetzt. Der in den vergangenen Jahren immer stärker gewordene "Tourismus-Wildwuchs" droht die Meerestiere aus ihrem Lebensraum vor Ponta do Ouro zu vertreiben.

Die jetzt verabschiedeten Regelungen umfassen nicht nur ein Verbot von Jetskis (mit Ausnahme von Jetskis zum Sportfischen und Angeln, die aufgrund technischer Schutzvorrichtungen nur eine geringe Gefahr für Meerestiere darstellen).

Boote müssen ab jetzt einen Mindestabstand von 300 m zu Meeressäugern und Walhaien einhalten und das Schwimmen mit Delfinen darf nur von zugelassenen Veranstaltern durchgeführt werden, wobei nur zwei Veranstalter mit jeweils einem Boot an Ort und Stelle erlaubt sind.

Allein diese Maßnahmen bedeuten für die Delfine eine wesentliche Verbesserung ihrer Lebensbedingungen. Schutz für Schildkröten und Fische Auch andere Meerestiere profitieren von den Schutzbestimmungen: Das Füttern von Meerestieren ist nun grundsätzlich verboten. Nistende sowie frisch geschlüpfte Schildkröten dürfen nicht gestört werden. Einschränkungen gibt es zudem in der Fischerei: Grundfische dürfen nicht mehr gefischt werden, und das Angeln von Merlinen, Schwert- und Fächerfischen ist genehmigungspflichtig.

Weltnaturerbe Ponta do Ouro?
Aufgrund der außergewöhnlichen Artenvielfalt wurde die Gegend im Süden Mosambiks 2009 als Meeresreservat (Ponta Partial Marine Reserve) deklariert.

Seitdem befassten sich Experten mit der Ausarbeitung von Schutzmaßnahmen, die nun umgesetzt wurden und bei deren Missachtung Geldbußen drohen. Wie unsere mosambikanischen Partner mitteilten, ist das Naturreservat auch Kandidat für den Weltnaturerbetitel. Sollte es diesen Titel tatsächlich erhalten, so dürfte der geplante, mit erheblichen Umweltbelastungen verbundene Hafenausbau von Techobanine Port vom Tisch sein.
U.Kirsch

Unterwasseraufnahme eines junger Buckeldelfins oder Chinesischer Weißer DelfinMit einer Petition auf avaaz.org fordert DolphinCare-Africa von der mosambikanischen Regierung, die Schutzvorschriften für das Teilreservat Ponta do Ouro besser umzusetzen.

In dem Gebiet leben nach Untersuchungen von DCA auch etwa 250 Große Tümmler und eine kleinere Population Buckeldelfine.

Zunehmender Bootsverkehr und unregulierte Begegnungen zwischen Menschen und Delfinen drohen die Meeressäuger aus ihrem Lebensraum zu verjagen.

DCA fordert die konsequente Umsetzung des Managementplans, insbesondere Restriktionen für Jetskis und beim Schwimmen mit Delfinen, sowie entsprechende Kontrollen und gegebenenfalls Strafmaßnahmen.

⇒ PetitionSave the Dolphins of Ponta - Mozambique

Unterwasseraufnahme des Mosambik-Patendelfins GULLIVER, der von links nach rechts durchs blaue Wassser schwimmt, seine Schwanzfluke ist nicht abgebildetPressemitteilung, 26.10.2011 – Deutsche Delfinschützer helfen in Mosambik: Wie an allen anderen Küsten des afrikanischen Kontinents sind Delfine an der Küste von Mosambik durch unkontrollierte Fischerei und Lebensraumzerstörung stark bedroht. Eine der wenigen afrikanischen Initiativen, die sich dem Schutz der Meeresumwelt verschrieben hat, ist DolphinCareAfrica (DCA) aus Mosambik.

DCA setzt sich seit vielen Jahren für den Schutz der an der Küste bei Ponta do Ouro lebenden Buckeldelfine, Indopazifischen Großen Tümmler und Spinnerdelfine ein. Um das Überleben der gefährdeten Meeressäuger dort langfristig zu sichern, erhält DCA jetzt Unterstützung durch die Gesellschaft zur Rettung der Delphine (GRD).

Die unmittelbar an der Grenze zu Südafrika gelegene Küste von Ponta do Ouro ist sehr beliebt bei Touristen aus Südafrika. Doch die von dort aus operierenden Veranstalter gehen oft völlig rücksichtslos vor, um ihren Gästen möglichst nahe Delfinkontakte zu ermöglichen. "Der ausufernde Tourismus droht, die Delfine aus ihren Lebensräumen zu vertreiben", befürchtet GRD-Biologe Ulrich Karlowski. Mit der Etablierung von Regeln für sanftes "Whale Watching" setzt sich DCA dafür ein, dass der Tourismus-Wildwuchs die Tiere nicht aus ihren Lebensräumen vertreibt.

Erstmalig in Deutschland: Patenschaften für Delfine aus Mosambik
Gemeinsam mit DCA bietet die GRD jetzt Patenschaften für mosambikanische Delfine an, um das Schutzprojekt zu finanzieren. Die Meeressäuger werden von DCA regelmäßig beobachtet und ihre Lebenswege können so jahrelang nachverfolgt werden. So kennt DCA das Weibchen "Bo" – einen Großer Tümmler – bereits seit 1999. Damals stand sie kurz vor der Geschlechtsreife, inzwischen hat "Bo" zwei Junge: "Thai", ein 2004 geborenes Weibchen, sowie die 2009 geborene "Bella".

Der Mosambik-Patendelfin HERME ist ein Chinesischer Weißer Delfin, auch Buckeldelfin genannt. Hier springt er mit halbem Köper aus dem Meer, an seiner Finne perlt viel Wasser herunterEin echter Exot unter den Patendelfinen ist "Herme", ein Chinesischer Weißer Delfin, auch Buckeldelfin genannt. Er kam Anfang 2006 zur Welt und zieht häufig gemeinsam mit Großen Tümmlern umher.

"Wir hoffen, viele Menschen für die Übernahme einer Patenschaft für einen der vergessenen Delfine aus Afrika begeistern zu können, denn nach wie vor spielt Delfin- und Meeresschutz in Afrika leider noch eine sehr untergeordnete Rolle", erklärt Ulrich Karlowski.

Alle Paten erhalten eine schöne persönliche Urkunde mit einem Foto "ihres" Delfins, Informationen über das Schutzprojekt sowie regelmäßig das GRD-Magazin "Delphinpost".

Bo braucht Hilfe

Unterwasseraufnahme des Mosambik Patendelfins BO, der von links ins Bild schwimmt.

Bo ist ein Weibchen. Sie wurde Anfang März 1999 identifiziert und stand damals kurz vor der Geschlechtsreife. Inzwischen hat Bo zwei Junge: Thai, ein 2004 geborenes Weibchen und die 2009 geborene Bella.

⇒ Patenschaft für Bo (Mosambik) ⇒ Patenschaft verschenken

Helfen Sie den Mosambik-Delfinen

Delfinmutter mit Baby vor Ponta do Ouro, Mosambik.