Unterwasseraufnahme des Mosambik-Patendelfins GULLIVER, der von links nach rechts durchs blaue Wassser schwimmt, seine Schwanzfluke ist nicht abgebildetPressemitteilung, 26.10.2011 – Deutsche Delfinschützer helfen in Mosambik: Wie an allen anderen Küsten des afrikanischen Kontinents sind Delfine an der Küste von Mosambik durch unkontrollierte Fischerei und Lebensraumzerstörung stark bedroht. Eine der wenigen afrikanischen Initiativen, die sich dem Schutz der Meeresumwelt verschrieben hat, ist DolphinCareAfrica (DCA) aus Mosambik.

DCA setzt sich seit vielen Jahren für den Schutz der an der Küste bei Ponta do Ouro lebenden Buckeldelfine, Indopazifischen Großen Tümmler und Spinnerdelfine ein. Um das Überleben der gefährdeten Meeressäuger dort langfristig zu sichern, erhält DCA jetzt Unterstützung durch die Gesellschaft zur Rettung der Delphine (GRD).

Die unmittelbar an der Grenze zu Südafrika gelegene Küste von Ponta do Ouro ist sehr beliebt bei Touristen aus Südafrika. Doch die von dort aus operierenden Veranstalter gehen oft völlig rücksichtslos vor, um ihren Gästen möglichst nahe Delfinkontakte zu ermöglichen. "Der ausufernde Tourismus droht, die Delfine aus ihren Lebensräumen zu vertreiben", befürchtet GRD-Biologe Ulrich Karlowski. Mit der Etablierung von Regeln für sanftes "Whale Watching" setzt sich DCA dafür ein, dass der Tourismus-Wildwuchs die Tiere nicht aus ihren Lebensräumen vertreibt.

Erstmalig in Deutschland: Patenschaften für Delfine aus Mosambik
Gemeinsam mit DCA bietet die GRD jetzt Patenschaften für mosambikanische Delfine an, um das Schutzprojekt zu finanzieren. Die Meeressäuger werden von DCA regelmäßig beobachtet und ihre Lebenswege können so jahrelang nachverfolgt werden. So kennt DCA das Weibchen "Bo" – einen Großer Tümmler – bereits seit 1999. Damals stand sie kurz vor der Geschlechtsreife, inzwischen hat "Bo" zwei Junge: "Thai", ein 2004 geborenes Weibchen, sowie die 2009 geborene "Bella".

Der Mosambik-Patendelfin HERME ist ein Chinesischer Weißer Delfin, auch Buckeldelfin genannt. Hier springt er mit halbem Köper aus dem Meer, an seiner Finne perlt viel Wasser herunterEin echter Exot unter den Patendelfinen ist "Herme", ein Chinesischer Weißer Delfin, auch Buckeldelfin genannt. Er kam Anfang 2006 zur Welt und zieht häufig gemeinsam mit Großen Tümmlern umher.

"Wir hoffen, viele Menschen für die Übernahme einer Patenschaft für einen der vergessenen Delfine aus Afrika begeistern zu können, denn nach wie vor spielt Delfin- und Meeresschutz in Afrika leider noch eine sehr untergeordnete Rolle", erklärt Ulrich Karlowski.

Alle Paten erhalten eine schöne persönliche Urkunde mit einem Foto "ihres" Delfins, Informationen über das Schutzprojekt sowie regelmäßig das GRD-Magazin "Delphinpost".

Ingrid braucht Hilfe

Unterwasseraufnahme des Mosambik Patendelfins INGRID, Nahaufnahme des Kopfes, in ihrer Schnauze hält sie einen kleinen runden Fisch.

Ingrid ist ein Weibchen und wurde 2006 identifiziert. Sie wurde nach einer Frau benannt, deren letzter Wunsch es war, einmal mit Delfinen zu schwimmen. Ingrid verbrachte besonders viel Zeit mit ihr, als ob sie die ungewöhnliche Situation spürt...

⇒ Patenschaft für Ingrid (Mosambik) ⇒ Patenschaft verschenken

Helfen Sie den Mosambik-Delfinen

Delfinmutter mit Baby vor Ponta do Ouro, Mosambik.