Zwei Paracas Delfine dicht zusammenschwimmend schauen aus dem Wasser.Fünf neue Delfine tauchten 2010 in der Paracas-Bucht auf. Mittlerweile konnten somit insgesamt 92 Delfine identifiziert werden, die mehr oder weniger regelmäßig diese große Bucht bei Pisco besuchen.

Eine Analyse der Sichtungsdaten der letzten vier Jahre ergab, dass vor allem weibliche Delfine, besonders Mütter mit ihren Kälbern, sich andauernd oder über längere Zeitabschnitte und Jahre in der Bucht aufhalten. Sie scheinen hier gute Bedingungen für die Aufzucht ihrer Jungen zu finden.

Breeze und Silver sind die neuen Delfinmütter in diesem Jahr. Trinity, ein Delfin, der 2005 identifiziert wurde, wurde 2009 und 2010 wiedergesichtet und fotografiert und ungewöhnlicherweise - wie ein Vergleich der Fotos ergab - hatte er keinerlei Veränderungen an der Rückenfinne oder sonstige Markierungen innerhalb dieser fünf Jahre. Das steht im Gegensatz zu der krassen Veränderung beispielsweise der Finne von Pal oder auch Pacman, wo Kratzer, Ausfransungen oder Entfärbungen zu Änderungen oder wie im letzten Fall eine Erkrankung zu einem Kollaps der Finne führten.

2010 wurden von unseren Patendelfinen die folgenden in der Paracas-Bucht gesichtet: Pal, Silver, Bodo, Trinity, Longscar, Queen, Crunch und Pisco. Von allen Delfinen zeigten Trinity und Breeze die größte Ortstreue.

Nachwuchs bei den Supay-Delfinen:
Eine kleine Sensation ergab die Beobachtung der Supay-Delfine im südlichen Teil der Paracas-Halbinsel. Nach Jahren wurde hier erstmals wieder Nachwuchs verzeichnet und sogar zwei neue Kälber gesichtet. Diese kleine Gruppe von nur 18 Individuen und den beiden neuen Jungen lebt in einem kleinen isolierten Gebiet, das sie anscheinend nie verlassen.

Diese Delfine lieben es, auf den Wellen zu surfen und am Schluss hohe Sprünge zu vollführen. Sonst wurden sie meist beim schnellen Schwimmen mit flachen Sprüngen beobachtet oder wie sie Fische an der Wasseroberfläche jagten. Im letzten Jahr wurde keine illegale Dynamitfischerei im Gebiet der Supay-Delfine beobachtet, weder von den Rangern des Nationalparks noch von ACOREMA-Mitarbeitern.
Denise Wenger