Der Delfin Snowy Hill hatte eine sehr markanten Rückenfinne.Good bye alte Dame | Bei einer Strandbegehung am Ufer in Nähe des Fischerortes San Andres/Pisco wurde ein toter Delfin gefunden, wie uns der Biolge Julio Reyes, Präsident unserer peruanischen Partnerorganisation ACOREMA, mitteilte.

Anhand der Rückenfinne konnte er sofort als "Snowy Hill" identifiziert werden. Diese Entdeckung macht uns alle traurig, denn "Snowy Hill" gehörte zu der Gruppe unserer Patendelfine, Große Tümmler, die in der Paracas-Bucht im Süden Perus leben, und wir kannten diesen Delfin bereits seit 2004. Da wurde "Snowy Hill" zum ersten Mal mit einem genauen Foto der Finne identifiziert.

Die jetzige Untersuchung ergab, dass "Snowy Hill" ein Weibchen war, ein altes Weibchen nach dem Zustand ihrer Zähne zu urteilen, die meist bis zum Zahnfleisch hinunter abgenutzt waren. Der Kadaver war komplett und unversehrt und es waren keine Zeichen von Netzabdrücken oder Einstiche von Harpunen zu erkennen.

So kann davon ausgegangen werden, dass sie wohl aufgrund ihres Alters eines natürlichen Todes auf See gestorben war und durch die Wellen an Land gespült wurde. Diese Vermutung wird auch bestärkt durch die Tatsache, dass dem Tier kein Fleisch entnommen wurde, wie es in der örtlichen Fischerei oft noch üblich ist, wenn Delfine als Beifang im Netz verendeten.

Der Delfin Snowy Hill liegt tot auf einem KiesstrandIhr Körper wirkte sehr ausgemergelt, vor allem im Bereich des unteren Rückens, und war von zahlreichen Zahnspuren (aber alle älteren Datums) übersät. Dass die Gebärfähigkeit im Alter abnimmt, wurde für Delfine bislang nicht angenommen, doch "Snowy Hill", die seit 5 Jahren regelmäßig beobachtet werden konnte, wurde in dieser Zeit nie mit einem Jungen gesehen.

Zwei Hypothesen können nun aufgestellt werden:
a) "Snowy Hill" war ein altersschwaches Weibchen und konnte aufgrund ihres dementsprechenden gesundheitlichen Zustandes keine Jungen mehr bekommen.
b) das Geburten-Intervall, das heißt die Zeitspanne mit der die Delfinweibchen in der Paracas-Bucht Junge bekommen, könnte länger sein als bisher angenommen.

Der Tod von "Snowy Hill" und die durchgeführten Untersuchungen werfen neue Fragen auf. Dies zeigt uns einmal mehr, wie viel wir noch nicht wissen und wie viel wir noch näher untersuchen müssen. Es zeigt, wie wichtig die Studien über die Paracas-Delfine sind und wie neue Erkenntnisse durch Erforschung dieser ortstreuen und dank unseres Patenprogramms bekannten und beliebten Delfingruppe gewonnen werden können.
Denise Wenger, September 2009

Pisco braucht Hilfe

Peru Patendelfin PISCO beim Sprung in der Paracas-Bucht vor einem von rechts kreuzenden Fischkutter, im Hintergrund sind Gebäude zu erkennen.

Wir erkennen Pisco an der tiefen Kerbe an der Spitze seiner Rückenfinne, der Krümmung im hinteren Teil und den zahlreichen Kratzern an beiden Seiten der Finne.

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Kopfansicht des Paracas-Patendelfins

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