Patendelfin Trinity, gut zu erkennen sind die Finne und der aus dem Wasser lugende Kopf, ein Auge ist sichtbar, das Maul ist allerdings unter Wasser. Eine, Delfingeschichte, die uns besonders berührt hat: "Trinity" - ein tapferes und abenteuerlustiges Delfinweibchen

Die dreifache Mutter gehört zu den am längsten im Rahmen unseres Peru-Projekts beobachteten Großen Tümmlern. Erstmals dieses identifiziert wurde sie im August 2004.

Seitdem hat sie dreimal Nachwuchs bekommen. Im März 2005 brachte sie ihr erstes Baby, das den Namen NEO erhielt, zur Welt. Von da an wurden die beiden regelmäßig bis ins Jahr 2006 in der Paracas-Bucht gesichtet. Das weitere Schicksal von NEO ist leider unbekannt. 

Anschließend verließ "Trinity" die Bucht, tauchte 2007 nur sporadisch dort auf, um dann erneut in unbekannte Gefilde zu entschwinden.

Trinity ist immer für eine Überraschung gut
Als sie 2008 überhaupt nicht mehr gesehen wurde, befürchteten wir schon, sie sei gestorben. Doch "Triniity" ist immer für eine Überraschung gut: Im Jahr 2009 kehrte sie zurück, in ihrem "Kielwasser" tollte ihr zweites, gerade geborenes Baby. Aber unsere Freude währte nicht lange, denn den November 2010 überlebte das Junge leider nicht.

In der Folgezeit schloss sie sich einer Gruppe von Weibchen an, darunter waren Silver, Longscar und die älteste von allen, Queen. Diese Gruppe blieb 2011 relativ stabil. Im Juli 2012 überraschte uns "Trinity" dann mit ihrem dritten, sich ständig eng an sie schmiegenden Baby. Seitdem halten sich die beiden in Begleitung anderer Weibchen in der Bucht auf. Wir hoffen sehr, dass "Trinity" es diesmal schafft, ihren Nachwuchs groß zu ziehen und das Kleine überlebt. Sie ist gut an drei schmalen Kerben in ihrer Rückenfinne zu erkennen. Ihre Markierungen haben sich in den vergangenen Jahren nicht verändert, was bei Großen Tümmlern extrem selten vorkommt.

Einzigartiges Delfin-Langzeit-Monitoring
Nur durch das mit Unterstützung der GRD von ACOREMA durchgeführte, in Südamerika in seiner Art einzigartige, Delfin-Langzeit-Monitoring können wir das komplexe Zusammenleben von Delfingesellschaften mit ihren sehr individuellen Delfinlebensgeschichten überhaupt erst kennenlernen.
Denise Wenger