Gesellschaft zur Rettung der Delphine e.V.

GRD Kanäle

Sensationelles Video: Springende Schnabelwale
Ein Schnabelwal katapultiert sich hoch aus dem WasserVor der kanarischen Insel La Gomera gelangen zum ersten Mal Videoaufnahmen von einem spektakulären Verhalten von Schnabelwalen. Die Tiere sprangen wiederholt hoch aus dem Wasser. Solch ein Verhalten wird bei diesen Meeressäugern extrem selten beobachtet. Über die meisten Schnabelwalarten ist nur...
Trauer um einen toten Artgenossen
Das Grindwalweibchen schiebt ihr kleines Junges vor sich her, das tote Baby ist fast weißAnfang August trafen unsere Partner während einer Beobachtungsfahrt auf eine Gruppe von 15-20 Grindwalen. Einer der Wale, vermutlich ein Weibchen, trug einen toten Artgenossen mit sich. Das tote Tier zeigte schon einige Spuren der Verwesung, es soll sich aber nicht um ein Neugeborenes gehandelt...
Modell eines Schutzgebietes vor La Gomera
alt Drei Grindwale oder Pilotwale schwimmen ganz eng zusammen im tiefblauen Meer vor La GomeraIm Juni 2012 erschien der neue Bericht unserer Partnerorganisation M.E.E.R. e.V., der das Modell eines Meeresschutzgebietes entwirft, das auf nachhaltiges Whale Watching vor der kanarischen Insel La Gomera ausgerichtet ist. 15 Jahre intensiver Wal- und Delfinforschung stecken in dem 37-seitigen...
Jahn Reisen unterstützt La-Gomera-Delfinschutz-Projekt
Ein Blau-Weißer Delfin pflügt mit hoher Geschwindigkeit durch's WasserPressemitteilung, 26.07.2012 - Jahn Reisen unterstützt die Gesellschaft zur Rettung der Delphine e.V. (GRD) auf der Kanareninsel La Gomera: Der Reiseveranstalter half mit einer Spende, die Wal- und Delfinschutz- Ausstellung des GRD-Projektpartners M.E.E.R. e.V. auf La Gomera zu erweitern....
Plastikmüll im Magen
Ein Delfin steht mit der Hälfte seines Körpers senkrecht in der Luft, er trägt ein Ring aus Plastik um seinen Köper, der vor den Flippern festsitztEine Untersuchung der kanarischen Organisation Canarias Conservación (Partner des MEER e.V.) in Zusammenarbeit mit der Universität Aberdeen stellte fest, dass viele der auf den Kanarischen Inseln gestrandeten Tiere Plastikmüll im Magen hatten. Insgesamt wurden 23 der Tiere untersucht, die immer...
Massenstrandung wieder durch militärische Manöver verursacht?
alt Der vor La Gomera tot gestrandete Zwergpottwal liegt an Land auf einer grünen Plane, sein Maul ist weit geöffnet, am Schwanzstiel ist noch das Seil, mit dem er aus dem Wasser gehievt wurde, befestigtLa Gomera, 03.04.2006 - Eine ungewöhnliche Häufung von Walstrandungen hat auf den Kanarischen Inseln zum Tod von mindestens fünf Tieren geführt. Nach ähnlichen Vorkommnissen in der Vergangenheit fiel der Verdacht sofort auf mögliche militärische Manöver im Gebiet der Kanaren. Umweltschützer...

Ein Schnabelwal katapultiert sich hoch aus dem WasserVor der kanarischen Insel La Gomera gelangen zum ersten Mal Videoaufnahmen von einem spektakulären Verhalten von Schnabelwalen. Die Tiere sprangen wiederholt hoch aus dem Wasser. Solch ein Verhalten wird bei diesen Meeressäugern extrem selten beobachtet.

Über die meisten Schnabelwalarten ist nur sehr wenig bekannt. Sie gelten als scheu und meiden Schiffe und Boote.

Schnabelwale gehören zu den Meeressäugern, die mit am längsten und tiefsten tauchen können. In bis zu über 1000 m Tiefe machen sie Jagd auf Kalmare und können eine Stunde oder länger auf einem Tauchgang sein. Dies wird – soweit man weiß – nur noch von Pottwalen übertroffen.

Ein sehr seltenes Verhalten
Unsere Partner von M.E.E.R. e.V. konnten sich hoch aus dem Wasser katapultierende Schnabelwale bislang nur hin und wieder beobachten. Allerdings noch nie mit der Intensität, wie sie jetzt auf den Videoaufnahmen zu sehen ist.

Leider war es trotz gleichzeitig geschossener Fotos nicht möglich, die Tiere eindeutig zu identifizieren. Es könnte sich um Blainville-Schnabelwale, die bis zu 6 m lang und 1 Tonne schwer werden können, gehandelt haben. Diese Schnabelwalart scheint in den Gewässern der Kanaren heimisch zu sein.

Aber auch Gervais-Zweizahnwale mit einer Körperlänge von über 5 m und bis zu 2 Tonnen Gewicht oder True-Wale, die es auch auf 5 m Länge bringen und etwa 1,5 Tonnen schwer werden, sind mögliche Kandidaten der akrobatischen Vorführung.

Warum sprangen die Schnabelwale?
Über die Ursachen für dieses ungewöhnliche Verhalten lässt sich nur spekulieren. Sie könnten sich von der vorbeifahrenden Schnellfähre gestört gefühlt haben, oder wollten mit den wilden Sprüngen Hautparasiten loswerden oder es handelte sich um Imponierverhalten von Männchen. Vielleicht war ihnen aber einfach auch nur nach spielen zu Mute.
Nach Informationen von M.E.E.R. e.V., Oktober 2012
© Foto: Michael Scheer/MEER e.V.

Das Grindwalweibchen schiebt ihr kleines Junges vor sich her, das tote Baby ist fast weißAnfang August trafen unsere Partner während einer Beobachtungsfahrt auf eine Gruppe von 15-20 Grindwalen. Einer der Wale, vermutlich ein Weibchen, trug einen toten Artgenossen mit sich. Das tote Tier zeigte schon einige Spuren der Verwesung, es soll sich aber nicht um ein Neugeborenes gehandelt haben.

Grindwale gehören zur Gruppe der Schwert- und Grindwale, die samt und sonders zu den Delfinen zählt - trotz des irreführenden Gruppennamens.

Es gibt eine ganze Reihe von Verhaltensbeobachtungen verschiedener Delfinarten, die sich nur durch Trauer- oder Beistandsverhalten interpretieren lassen. Vor La Gomera wurde dies z.B. bereits bei Rauzahndelfinen dokumentiert. Meist handelt es sich bei den toten Tieren um Neugeborene.

So machten chinesische Touristen im Juli 2012 bei einer Bootstour für Delfin-Ausflüge vor der Küste der Provinz Guanxi eine herzzerreißende Beobachtung. Eine Delfinmutter, es handelte sich um einen der selten Chinesischen Weißen Delfine (Sousa chinensis), brachte ihr durch eine Schiffskollision getötetes Baby weit hinaus ins Meer, wo es seine letzte Ruhe finden sollte.

Augenzeugen berichteten, dass der kleine Körper des toten Babys der Mutter durch die starke Strömung immer wieder vom Rücken rutschte. Doch stets brachte sie den kleinen Delfin erneut in Position quer vor ihrer Rückenfinne, um ihn weiter zu transportieren, bis der Platz für die letzte Ruhe erreicht war. Insgesamt blieb die Mutter zwei bis drei Tage bei ihrem toten Baby.

Das Grindwalweibchen vor La Gomera trauerte dagegen um ein verstorbenes Jungtier. Das beobachtete Verhalten ist ein klares Indiz für einen bewussten Trauerprozess und ein Bewusstsein der Tiere für den Tod, durchaus vergleichbar mit menschlichen Emotionen angesichts des Todes von nahe stehenden Personen.

Das Verhalten des Grindwals entspricht der "Theory of Mind". Delfine sind sich ihrer selbst bewusst und können sich in die Gefühls- und Gedankenwelt ihres Gegenübers versetzen - bis in den Tod.
U.Karlowski, September 2013
Foto: (c) Volker Smit

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Der vor La Gomera tot gestrandete Zwergpottwal liegt an Land auf einer grünen Plane, sein Maul ist weit geöffnet, am Schwanzstiel ist noch das Seil, mit dem er aus dem Wasser gehievt wurde, befestigtLa Gomera, 03.04.2006 - Eine ungewöhnliche Häufung von Walstrandungen hat auf den Kanarischen Inseln zum Tod von mindestens fünf Tieren geführt. Nach ähnlichen Vorkommnissen in der Vergangenheit fiel der Verdacht sofort auf mögliche militärische Manöver im Gebiet der Kanaren. Umweltschützer fordern, dass Sonargeräte verboten werden, deren tödliche Wirkung auf Wale inzwischen mehrfach nachgewiesen ist.

Am vergangenen Dienstag strandeten zwei seltene Gervais-Zweizahnwale (Mesoplodon europaeus) noch lebend auf El Hierro.

Am Freitag wurde vor La Gomera ein Zwergpottwal (Kogia breviceps) tot auf dem Meer treibend gefunden, kurze Zeit später strandeten ein Pottwal (Physeter macrocephalus) sowie ein Rundkopfdelfin (Grampus grieseus) bei Fuerteventura.

Die zeitliche Nähe der Strandungen ist typisch für Massenstrandungen, die durch bestimmte vom Militär benutzte Sonargeräte ausgelöst werden.

Besonders die empfindlichen Schnabelwale reagieren panisch und der schnelle Aufstieg zur Oberfläche aus großen Tiefen führt dann zu Symptomen ähnlich der Taucherkrankheit, an der die Tiere verenden. "Pottwale und Zwergpottwale gehören ebenfalls zu jenen Arten, die tief und lange tauchen können. Daher ist es gut möglich, dass auch der vor La Gomera gefundene Wal eines unnatürlichen Todes starb" sagt Fabian Ritter, Meeresbiologe des Berliner M.E.E.R. e.V., welcher seit Jahren ein Forschungsprojekt auf der kleinen Kanareninsel unterhält.

"Die erste Untersuchung der Kadaver ergab, dass es sich um gesunde Tiere handelte, die erst kürzlich Nahrung zu sich genommen hatten. Das deutet ebenfalls auf einen unnatürlichen Tod hin. Das Zwergpottwalweibchen war tragischerweise trächtig und trug einen etwa drei Monate alten Fötus", so Ritter weiter.

Bereits 2002 und 2004 gab es Massenstrandungen von Schnabelwalen im kanarischen Archipel, und beide Male wurde ein eindeutiger Zusammenhang mit Militärmanövern hergestellt.

Der vor La Gomera tot gestrandete Zwergpottwal hängt mit der Fluke nach oben an einem Seil und wird von einem kleinen Hafenkran aus dem Hafenbecken gezogenZuletzt strandeten vier Schnabelwale im Januar 2006 in Südspanien und die Zahl der mit Militärsonar in Verbindung gebrachten Massenstrandungen liegt weltweit inzwischen bei mehreren Dutzend. Tatsächlich kreuzten zur Zeit der Strandungen Kriegsschiffe in kanarischen Gewässern.

Von offizieller Seite gab es dazu keine Stellungnahme. M.E.E.R. e.V., GRD und DUH protestieren seit langem gegen den Einsatz der militärischen Sonargeräte. "Zumindest Gebiete, die für ein hohes Vorkommen an Walen und Delfinen bekannt sind, müssen unbedingt verschont bleiben", fordert Denise Wenger, Biologin bei der GRD. "Die Verantwortlichen scheinen sich darum aber oft überhaupt nicht zu kümmern, denn die Europäische Union hat bereits eine Resolution erlassen, diese Sonargeräte nicht mehr einzusetzen."

Der vor La Gomera tot gestrandete Zwergpottwal hängt mit der Fluke nach oben an einem Seil und wird von einem kleinen Hafenkran aus dem Hafenbecken gezogenAuch die kanarische Regierung verlangte, gänzlich auf Übungen mit walschädlichem Sonar im Archipel zu verzichten. Die englische NAVY wurde erst kürzlich verpflichtet, spezielle Frühwarnsysteme zum Schutz der Wale zu installieren. "Diese Maßnahmen reichen bei weitem nicht aus", sagt Jörg Dürr-Pucher von der Deutschen Umwelthilfe. "So lange Wale daran sterben, darf diese Technik nicht eingesetzt werden".

Die Todesursache der jetzt gestrandeten Wale wird nun durch Experten der Universität von Las Palmas auf Gran Canaria festgestellt. Sie schickte umgehend Fachleute an die Orte des Geschehens, um die Wale zu untersuchen und umfassendes Probenmaterial zu sammeln.

Ein Delfin "steht" mit der Hälfte seines Körpers senkrecht in der Luft, er "trägt" ein Ring aus Plastik um seinen Köper, der vor den Flippern festsitztEine Untersuchung der kanarischen Organisation Canarias Conservación (Partner des MEER e.V.) in Zusammenarbeit mit der Universität Aberdeen stellte fest, dass viele der auf den Kanarischen Inseln gestrandeten Tiere Plastikmüll im Magen hatten.

Insgesamt wurden 23 der Tiere untersucht, die immer wieder an den Küsten der Inseln stranden. Fünf davon, das entspricht einem Anteil von 22%, hatten Plastik-Artikel im Magen.

Je ein Pottwal, Zwergpottwal, Gervais-Schnabelwal, Blauweißer Delfin und Borneodelfin waren betroffen. Man fand teilweise große Stücke Plastik, komplette Plastiktüten und Kunststoff-Filamente, die aller Wahrscheinlichkeit von alten Fischernetzen stammen. Ein Pottwal führte außerdem einen Metallhaken in seinem Innern mit sich.

Die Tiere verschlucken diese Produkte entweder weil sie sie mit Nahrung verwechseln oder weil sie in direkten Kontakt mit der Fischereigerät kommen. Wale und Delfine "stehlen" häufig gefangene Fische von Angeln oder aus Netzen - mit nicht selten tragischem Ausgang...

Die Tatsache, dass es sich bei den nun untersuchten Tieren um Hochsee-Arten handelt, zeigt wie umgreifend das Problem der Meereverschmutzung mit menschlichen Abfallprodukten heutzutage ist.

Dabei ist die Problematik des so genannten "Mikroplastik" möglicherweise noch um Dimensionen größer: Durch die Verwitterung wird Plastik im Meer in immer weitere Partikel zerlegt, die irgendwann so klein sind, dass sie als mikroskopisch kleine Teilchen in die Nahrunskette gelangen - mit nicht absehbaren Folgen für Meeressäuger, Vögel, Fische, usw.

Dagegen helfen im Prinzip ganz einfache Maßnahmen, zu denen jeder von uns beitragen kann: Möglichst viel Müll vermeiden und Fisch nur aus zertifiziert nachhaltiger Fischerei konsumieren!
Foto: ©Nina Strüh

 

Ein Blau-Weißer Delfin pflügt mit hoher Geschwindigkeit durch's WasserPressemitteilung, 26.07.2012 - Jahn Reisen unterstützt die Gesellschaft zur Rettung der Delphine e.V. (GRD) auf der Kanareninsel La Gomera: Der Reiseveranstalter half mit einer Spende, die Wal- und Delfinschutz- Ausstellung des GRD-Projektpartners M.E.E.R. e.V. auf La Gomera zu erweitern.

„Gäste, die im vergangenen Winter mit Jahn Reisen verreist sind, konnten aus mehreren nachhaltigen Projekten auswählen, die wir unterstützen“, so Andreas Müseler, Beauftragter für Umwelt und Nachhaltigkeit der Touristik der REWE Group. „Eine intakte Umwelt, kulturelle Vielfalt und soziale Stabilität sind langfristig das Fundament eines erfolgreichen Tourismus. Speziell für die Reisebranche ist eine nachhaltige Entwicklung von besonderer wirtschaftlicher Bedeutung.“

Logo von JAHN REISEN„Wir danken allen Kundinnen und Kunden, die mit ihrer Reisebuchung den Wal- und Delfinschutz vor La Gomera unterstützt haben, ganz herzlich, dass sie ein so großes Herz für den Delfinschutz gezeigt haben“, freut sich Ulrich Karlowski, Biologe der GRD über die Unterstützung von Jahn Reisen.

Die dreisprachige Dauerausstellung ist das ganze Jahr über geöffnet und für jeden, der im Valle Gran Rey - der Hauptdestination für Touristen auf La Gomera - eine Whale-Watching-Tour unternehmen will, geöffnet. Sie soll gegen Ende 2012 ausgebaut und mit neuen Exponaten bestückt werden. „Mit der Ausstellung können wir Touristen nachhaltig über die Projektarbeit, die Erforschung der Tiere sowie über die Möglichkeiten ihres Schutzes umfassend informieren“, erklärt Karlowski.

Zwei Große Tümmler springen mit den Wellen vor Teneriffa, einer der beiden Delfine kommt gerade aus einer Welle herausgeschossen, der andere steht fast waagerecht hoch in der Luft über dem WellenkammZum Hintergrund:
Die Gewässer vor La Gomera und um die Kanarischen Inseln gehören zu den wal- und delfinreichsten Regionen dieser Erde – noch. 29 Arten wurden hier bereits dokumentiert, viele davon sind regelmäßig zu beobachten - ein für die Meeressäuger allerdings nicht zwangsläufig vorteilhaftes "Vergnügen".

„Massen-Whale-Watching“, (wie z.B. vor Teneriffa), Kollisionen mit Schnellfähren, Überfischung und Meeresverschmutzung gefährden zunehmend das Leben und die Lebensräume der Delfine und Wale. Dieses Meeresgebiet bedarf dringend des Schutzes vor übermäßiger Nutzung und Ausbeutung.

Neben der Erforschung des Einflusses des Menschen auf die Delfine und Wale vor La Gomera und der Etablierung von Regeln für tier- und umweltverträgliches Whale-Watching gehört die Erarbeitung von Schutzkonzepten zu den zentralen Aufgaben. Die wichtige Grundlagenforschung des vom Verein M.E.E.R (Berlin) getragenen Projekts hat wesentlich dazu beigetragen, dass die Schützenswürdigkeit der kanarischen Gewässer heute international anerkannt ist.

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Drei Grindwale oder Pilotwale schwimmen ganz eng zusammen im tiefblauen Meer vor La GomeraIm Juni 2012 erschien der neue Bericht unserer Partnerorganisation M.E.E.R. e.V., der das Modell eines Meeresschutzgebietes entwirft, das auf nachhaltiges Whale Watching vor der kanarischen Insel La Gomera ausgerichtet ist.

15 Jahre intensiver Wal- und Delfinforschung stecken in dem 37-seitigen Werk, das auch beim Wissenschaftsausschuss der 64. IWC-Konferenz in Panama vorgestellt wurde.

Zeitgleich wurde die spanische Version des Reports den zuständigen Behörden der spanischen Regierung in Madrid, der Umweltabteilung der Regierung der Kanarischen Inseln und der Inselregierung sowie dem Nationalparkamt auf La Gomera vorgelegt.

Titelseite des MPA-Report für Schutzgebiete vor La Gomera.Auf Grundlage des Wissens über Biologie und Ökologie der Wale und Delfine vor La Gomera beschreibt der Report, warum erfolgreicher Meeresschutz ein umfassendes Konzept benötigt, und wie dieses aussehen kann.

Er fokussiert insbesondere die individuellen Voraussetzungen La Gomeras für die Einrichtung eines marinen Schutzgebietes („Marine Protected Area“, MPA) für Meeressäuger bei gleichzeitiger (Weiter-) Entwicklung eines nachhaltigen Whale-Watching-Tourismus. Dabei werden die verschiedenen Nutzergruppen (z.B. Fischerei, Tourismus, lokale Bevölkerung etc.) genau beleuchtet und die notwendigen Regulierungen dargelegt, die für eine nachhaltige ökologische sowie ökonomische Entwicklung notwendig sind.

Mit gutem Beispiel voran: Das Best-Practice-Projekt MEER La Gomera
Die spezifischen Handlungsempfehlungen, die den Rahmen für ein umfassendes Managementkonzeptes für das Schutzgebiet stecken, sind das Kernstück des Berichts. Sie basieren auf dem großen Datenschatz des M.E.E.R. e.V., der über viele Jahre in Zusammenarbeit mit seinen Partnern - allen voran dem Whale-Watching-Anbieter OCEANO La Gomera - im Rahmen des Best-Practice-Projektes MEER La Gomera erarbeitet wurde.

Ein Blau-Weißer Delfin pflügt mit hoher Geschwindigkeit durch's WasserWichtige zeitgemäße Aspekte wie der ökosystemare Ansatz, die Betonung des vorbeugenden Prinzips ("precautionary principle") und der Einbezug aller Akteure sind in der Begründung des vorgeschlagenen Schutzstatus genauso integriert wie Vorschläge zu Forschung, Monitoring, Durchsetzung und Finanzierung des Schutzgebietes.

Insgesamt zielt der Maßnahmenkatalog auf den Schutz des gesamten marinen Ökosystems vor La Gomera und damit auch aller Delfin- und Walarten ab.

Die Handlungsempfehlungen sind indes nicht nur für La Gomera bzw. die Kanaren, sondern auch für die Einrichtung von Meeresschutzgebieten für Cetaceen in Europa und weltweit relevant – überall dort, wo Whale Watching betrieben und erhöhter Schutz der Wale und Delfine notwendig wird.

Der Bericht kann somit zu einem wichtigen Instrument zur Einrichtung mariner Schutzgebietes auf internationaler Ebene werden.

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