Für mehr nachhaltigen und umweltfreundlichen Tourismus
Im Februar 2016 nahm Josy Amey von unserer Partnerorganisation M.E.E.R. e.V. an der CETS-Versammlung (Europäische Charta für nachhaltigen Tourismus) in Agulo auf La Gomera teil. Es wurden Aktionen zur Förderung des umweltfreundlichen Tourismus präsentiert, von denen auch Einheimische profitieren. Außerdem wurden Firmen vorgestellt und evaluiert, die nachhaltig in diesem Sinne arbeiten und Teil der CETS sind, darunter auch unser langjähriger...
Mehr Bildung - Schülertage 2015 für 200 Schüler auf La Gomera
Anfang Oktober 2015 nahmen 200 Grund- und Vorschulkinder der Schule in Borbalán auf La Gomera an einem ganz besonderen Ausflug teil: Im Rahmen einer mehrwöchigen Unterrichtseinheit lernten die Kinder im Alter von drei bis zwölf Jahren zwei Tage lang mit Unterstützung unserer Partner von M.E.E.R. das Meer und seine Bewohner kennen. Koordiniert wurden die Schülertage durch den Biologielehrer und MEER-Biologen Volker Smit. Es gab eine Einführung...
Neue Studie zu den Großen Tümmlern der Kanarischen Inseln
Schon lange wurde vermutet, dass die um die Kanaren ansässigen Großen Tümmler nicht jeweils nur einer Insel treu sind. Eine Studie der Universität La Laguna auf Teneriffa, die in Zusammenarbeit mit unseren Projektpartnern entstand, belegt nun zum ersten Mal, wie weitläufig Große Tümmler ihren Lebensraum nutzen. Die Forschergruppe bediente sich dabei der Methode der Foto-Identifikation, die auf der individuellen Erkennung anhand spezieller...
Trauer um einen toten Artgenossen
Anfang August trafen unsere Partner während einer Beobachtungsfahrt auf eine Gruppe von 15-20 Grindwalen. Einer der Wale, vermutlich ein Weibchen, trug einen toten Artgenossen mit sich. Das tote Tier zeigte schon einige Spuren der Verwesung, es soll sich aber nicht um ein Neugeborenes gehandelt haben. Grindwale gehören zur Gruppe der Schwert- und Grindwale, die samt und sonders zu den Delfinen zählt - trotz des irreführenden Gruppennamens. Es...
Modell eines Schutzgebietes vor La Gomera
Im Juni 2012 erschien der neue Bericht unserer Partnerorganisation M.E.E.R. e.V., der das Modell eines Meeresschutzgebietes entwirft, das auf nachhaltiges Whale Watching vor der kanarischen Insel La Gomera ausgerichtet ist. 15 Jahre intensiver Wal- und Delfinforschung stecken in dem 37-seitigen Werk, das auch beim Wissenschaftsausschuss der 64. IWC-Konferenz in Panama vorgestellt wurde. Zeitgleich wurde die spanische Version des Reports den...
Plastikmüll im Magen
Eine Untersuchung der kanarischen Organisation Canarias Conservación (Partner des MEER e.V.) in Zusammenarbeit mit der Universität Aberdeen stellte fest, dass viele der auf den Kanarischen Inseln gestrandeten Tiere Plastikmüll im Magen hatten. Insgesamt wurden 23 der Tiere untersucht, die immer wieder an den Küsten der Inseln stranden. Fünf davon, das entspricht einem Anteil von 22%, hatten Plastik-Artikel im Magen. Je ein Pottwal,...
Verbot von Militär-Sonaren bei den Kanaren nach Massenstrandungen
Eine ungewöhnliche Häufung von Delfin- und Walstrandungen führte im April 2006 auf den Kanarischen Inseln zum Tod von mindestens fünf Tieren. Nach ähnlichen Vorkommnissen in der Vergangenheit fiel der Verdacht sofort auf mögliche militärische Manöver im Gebiet der Kanaren. Innerhalb weniger Tage strandeten zwei der seltenen Gervais-Zweizahnwale (Mesoplodon europaeus), ein Pottwal (Physeter macrocephalus) und ein Rundkopfdelfin (Grampus...

Im Februar 2016 nahm Josy Amey von unserer Partnerorganisation M.E.E.R. e.V. an der CETS-Versammlung (Europäische Charta für nachhaltigen Tourismus) in Agulo auf La Gomera teil. Es wurden Aktionen zur Förderung des umweltfreundlichen Tourismus präsentiert, von denen auch Einheimische profitieren. Außerdem wurden Firmen vorgestellt und evaluiert, die nachhaltig in diesem Sinne arbeiten und Teil der CETS sind, darunter auch unser langjähriger Kooperationspartner OCEANO.

Weiterhin wurden zukünftige Anforderungen und Probleme sowie nachhaltige Lösungsansätze gesammelt und diskutiert. M.E.E.R. e.V. nutzte die Gelegenheit, um Aufmerksamkeit z.B. auf die Kollisionsproblematik für Wale und Delfine durch Schnellfähren zu lenken. Zudem wurde auch auf den MPA-Bericht (Model for a Marine Protected Area designed for sustainable Whale Watching Tourism off the oceanic Island of La Gomera) von M.E.E.R. e.V. verwiesen.
Nach Informationen von M.E.E.R. e.V., Februar 2016

⇒ MPA-Bericht: Modell eines Schutzgebietes vor La Gomera

⇒ Carta Europea de Turismo Sostenible (CETS)

 

Große Tümmler vor Teneriffa jagen durch hohe Wellen.

Vortrag des MEER-Biologen Volker Smit auf den Schülertagen La Gomera 2015.Anfang Oktober 2015 nahmen 200 Grund- und Vorschulkinder der Schule in Borbalán auf La Gomera an einem ganz besonderen Ausflug teil: Im Rahmen einer mehrwöchigen Unterrichtseinheit lernten die Kinder im Alter von drei bis zwölf Jahren zwei Tage lang mit Unterstützung unserer Partner von M.E.E.R. das Meer und seine Bewohner kennen.

Koordiniert wurden die Schülertage durch den Biologielehrer und MEER-Biologen Volker Smit. Es gab eine Einführung in das Leben der Wale und Delfine vor La Gomera in den Räumen der Dauerausstellung „Wale und Delfine“ in der Nähe des Hafens. Zusätzlich fand dann eine spannende Erkundung des lokalen Felswattes unter Anleitung des Meeresbiologen Volker Boehlke statt.

Berühren erlaubt – wer sich denn traut…
Ein kleiner Oktopus liegt auf einem Handrücken, Schülertage La Gomera 2015Amox Pot Clav refers to a Buy temovate adhd medications commonly known as Augmentin, which is an antibiotic. It is mg of and of Potassium Clavulanate.Learn facts expired medications - potency, safety, what Buy seroquel generic should never be used past expiration date. Hier konnten die Kinder mit zahlreichen Tieren der Küstenzone in Kontakt kommen und diese auch mal berühren. Wenn sie sich trauten! Denn unter den gesammelten Tieren gab es neben Krebsen und einem Seehasen auch verschiedene Fischarten sowie Seegurken, Seesterne, Seeanemonen und Seeigel. Das Team von M.E.E.R. hatte bereits im Morgengrauen vor Eintreffen der Schüler mit dem Sammeln begonnen und dabei sogar einen Oktopus in einem Gezeitentümpel entdeckt, was die Kinder besonders begeisterte. Am Ende gab es nicht nur viel Applaus, sondern auch Lob von Lehrern und den begleitenden Eltern – ein voller Erfolg!

Begeisterung für den Schutz der Meeresumwelt wecken
Umweltbildung ist einer der Grundpfeiler von M.E.E.R. und die jungen Schüler auf La Gomera sind da eine ganz wichtige Zielgruppe. Noch wissen viele Bewohner der Insel wenig über die Tierwelt vor Ort, um sich auch für ihren Schutz einzusetzen.

Damit sich das in Zukunft ändert, ist es wichtig, bei den ganz Kleinen zu beginnen: Steigt das Interesse der Kinder, tragen sie ihre Erfahrungen oft in die Familie und stecken Eltern und Geschwister mit ihrer Begeisterung an. Und genau diese Begeisterung ist der erste wichtige Schritt, um die lokale Bevölkerung aktiv in den Meeressäuger-Schutz einzubinden.

Unsere Partner freuen sich sehr, dass es mit dieser Aktion einmal mehr gelungen ist, den Kontakt zur Insel-Bevölkerung zu pflegen und einen wichtigen Beitrag zur Sensibilisierung für die Belange der Meere zu leisten.
November 2015, nach Informationen von M.E.E.R.

Finnenfoto IDs von Delfinen bei den Kanaren.Schon lange wurde vermutet, dass die um die Kanaren ansässigen Großen Tümmler nicht jeweils nur einer Insel treu sind. Eine Studie der Universität La Laguna auf Teneriffa, die in Zusammenarbeit mit unseren Projektpartnern entstand, belegt nun zum ersten Mal, wie weitläufig Große Tümmler ihren Lebensraum nutzen.

Die Forschergruppe bediente sich dabei der Methode der Foto-Identifikation, die auf der individuellen Erkennung anhand spezieller Merkmale an der Rückenfinne (Kerben, Narben etc.) beruht.

Über 300 identifizierte Tümmler
Die Ergebnisse sind erstaunlich. Offenbar wandern Große Tümmler regelmäßig zwischen den Inseln hin und her.

Über 10 % der insgesamt 313 identifizierten Tümmler wurden vor mehreren Inseln gesehen. Die Distanzen, die sie dabei zurücklegten, variierten zwischen 30 und 130 km. Dass einige Delfine wiederholt gemeinsam gesichtet wurden, zeigt, dass es auch unter den Tümmlern der Kanaren lang andauernde Bindungen gibt.

Meeresschutzgebiete bei den Kanarischen Inseln. Die Studie hat auch Implikationen für den Schutz der Großen Tümmler im Archipel. Bisher wurden nur einige recht kleine Gebiete vor den Inseln als Schutzgebiete ausgewiesen.

Jetzt ist jedoch klar, dass auch die Bereiche zwischen den Inseln wichtig für die Tiere sind. Die Größe der Schutzgebiete muss den neuen Ergebnissen angepasst werden.

Wir danken allen, die mit ihrer Patenschaft für einen La Gomera Delfin oder einer Projektspende die Durchführung dieser und andere Projektarbeiten ermöglicht haben, ganz herzlich.
April 2014, nach Informationen von M.E.E.R. e.V.

Das Grindwalweibchen schiebt ihr kleines Junges vor sich her, das tote Baby ist fast weißAnfang August trafen unsere Partner während einer Beobachtungsfahrt auf eine Gruppe von 15-20 Grindwalen. Einer der Wale, vermutlich ein Weibchen, trug einen toten Artgenossen mit sich. Das tote Tier zeigte schon einige Spuren der Verwesung, es soll sich aber nicht um ein Neugeborenes gehandelt haben.

Grindwale gehören zur Gruppe der Schwert- und Grindwale, die samt und sonders zu den Delfinen zählt - trotz des irreführenden Gruppennamens.

Es gibt eine ganze Reihe von Verhaltensbeobachtungen verschiedener Delfinarten, die sich nur durch Trauer- oder Beistandsverhalten interpretieren lassen. Vor La Gomera wurde dies z.B. bereits bei Rauzahndelfinen dokumentiert. Meist handelt es sich bei den toten Tieren um Neugeborene.

So machten chinesische Touristen im Juli 2012 bei einer Bootstour für Delfin-Ausflüge vor der Küste der Provinz Guanxi eine herzzerreißende Beobachtung. Eine Delfinmutter, es handelte sich um einen der selten Chinesischen Weißen Delfine (Sousa chinensis), brachte ihr durch eine Schiffskollision getötetes Baby weit hinaus ins Meer, wo es seine letzte Ruhe finden sollte.

Augenzeugen berichteten, dass der kleine Körper des toten Babys der Mutter durch die starke Strömung immer wieder vom Rücken rutschte. Doch stets brachte sie den kleinen Delfin erneut in Position quer vor ihrer Rückenfinne, um ihn weiter zu transportieren, bis der Platz für die letzte Ruhe erreicht war. Insgesamt blieb die Mutter zwei bis drei Tage bei ihrem toten Baby.

Das Grindwalweibchen vor La Gomera trauerte dagegen um ein verstorbenes Jungtier. Das beobachtete Verhalten ist ein klares Indiz für einen bewussten Trauerprozess und ein Bewusstsein der Tiere für den Tod, durchaus vergleichbar mit menschlichen Emotionen angesichts des Todes von nahe stehenden Personen. Das Verhalten des Grindwals entspricht der "Theory of Mind". Delfine sind sich ihrer selbst bewusst und können sich in die Gefühls- und Gedankenwelt ihres Gegenübers versetzen - bis in den Tod.

U.Karlowski, September 2013
Foto: (c) Volker Smit

Der vor La Gomera tot gestrandete Zwergpottwal liegt an Land auf einer grünen Plane, sein Maul ist weit geöffnet, am Schwanzstiel ist noch das Seil, mit dem er aus dem Wasser gehievt wurde, befestigt.Eine ungewöhnliche Häufung von Delfin- und Walstrandungen führte im April 2006 auf den Kanarischen Inseln zum Tod von mindestens fünf Tieren. Nach ähnlichen Vorkommnissen in der Vergangenheit fiel der Verdacht sofort auf mögliche militärische Manöver im Gebiet der Kanaren.

Innerhalb weniger Tage strandeten zwei der seltenen Gervais-Zweizahnwale (Mesoplodon europaeus), ein Pottwal (Physeter macrocephalus) und ein Rundkopfdelfin (Grampus grieseus). Zudem wurde ein Zwergpottwal (Kogia breviceps) tot auf dem Meer treibend gefunden.

Die zeitliche Nähe der Strandungen ist typisch für Massenstrandungen, die durch vom Militär benutzte Sonargeräte ausgelöst werden. Besonders die empfindlichen Schnabelwale reagieren panisch und der schnelle Aufstieg zur Oberfläche aus großen Tiefen führt dann zu Symptomen ähnlich der Taucherkrankheit, an der die Tiere verenden. Erste Untersuchungen der Kadaver ergaben, dass es sich um gesunde Tiere handelte. Das Zwergpottwalweibchen war tragischerweise trächtig und trug einen etwa drei Monate alten Fötus.

Bereits 2002 und 2004 hatte es Massenstrandungen von Schnabelwalen im kanarischen Archipel gegeben, beide Male wurde ein eindeutiger Zusammenhang mit Militärmanövern hergestellt.

Im Dezember 2007 beschloss das spanische Umwelt- und Verteidigungsministerium, dass in einem Umkreis von 50 Seemeilen ( ca. 90km) um die Kanarischen Inseln der Einsatz leistungsstarker Sonare durch das Militär verboten ist. Mit dem Verbot des Einsatzes von Hochleistungssonaren reagierte die spanische Regierung als erstes Land auf eine Empfehlung des EU-Parlamentes vom Oktober 2004, diese Technologie nicht einzusetzen, wenn Wale in Gefahr sein könnten.

Ein Delfin "steht" mit der Hälfte seines Körpers senkrecht in der Luft, er "trägt" ein Ring aus Plastik um seinen Köper, der vor den Flippern festsitztEine Untersuchung der kanarischen Organisation Canarias Conservación (Partner des MEER e.V.) in Zusammenarbeit mit der Universität Aberdeen stellte fest, dass viele der auf den Kanarischen Inseln gestrandeten Tiere Plastikmüll im Magen hatten.

Insgesamt wurden 23 der Tiere untersucht, die immer wieder an den Küsten der Inseln stranden. Fünf davon, das entspricht einem Anteil von 22%, hatten Plastik-Artikel im Magen. Je ein Pottwal, Zwergpottwal, Gervais-Schnabelwal, Blauweißer Delfin und Borneodelfin waren betroffen. Man fand teilweise große Stücke Plastik, komplette Plastiktüten und Kunststoff-Filamente, die aller Wahrscheinlichkeit von alten Fischernetzen stammen. Ein Pottwal führte außerdem einen Metallhaken in seinem Innern mit sich. Die Tiere verschlucken diese Produkte entweder weil sie sie mit Nahrung verwechseln oder weil sie in direkten Kontakt mit der Fischereigerät kommen. Wale und Delfine "stehlen" häufig gefangene Fische von Angeln oder aus Netzen - mit nicht selten tragischem Ausgang...

Die Tatsache, dass es sich bei den nun untersuchten Tieren um Hochsee-Arten handelt, zeigt wie umgreifend das Problem der Meereverschmutzung mit menschlichen Abfallprodukten heutzutage ist. Dabei ist die Problematik des so genannten "Mikroplastik" möglicherweise noch um Dimensionen größer: Durch die Verwitterung wird Plastik im Meer in immer weitere Partikel zerlegt, die irgendwann so klein sind, dass sie als mikroskopisch kleine Teilchen in die Nahrunskette gelangen - mit nicht absehbaren Folgen für Meeressäuger, Vögel, Fische, usw.

Dagegen helfen im Prinzip ganz einfache Maßnahmen, zu denen jeder von uns beitragen kann: Möglichst viel Müll vermeiden und Fisch nur aus zertifiziert nachhaltiger Fischerei konsumieren!
Foto: ©Nina Strüh

Drei Grindwale oder Pilotwale schwimmen ganz eng zusammen im tiefblauen Meer vor La GomeraIm Juni 2012 erschien der neue Bericht unserer Partnerorganisation M.E.E.R. e.V., der das Modell eines Meeresschutzgebietes entwirft, das auf nachhaltiges Whale Watching vor der kanarischen Insel La Gomera ausgerichtet ist.

15 Jahre intensiver Wal- und Delfinforschung stecken in dem 37-seitigen Werk, das auch beim Wissenschaftsausschuss der 64. IWC-Konferenz in Panama vorgestellt wurde.

Zeitgleich wurde die spanische Version des Reports den zuständigen Behörden der spanischen Regierung in Madrid, der Umweltabteilung der Regierung der Kanarischen Inseln und der Inselregierung sowie dem Nationalparkamt auf La Gomera vorgelegt.

Titelseite des MPA-Report für Schutzgebiete vor La Gomera.Auf Grundlage des Wissens über Biologie und Ökologie der Wale und Delfine vor La Gomera beschreibt der Report, warum erfolgreicher Meeresschutz ein umfassendes Konzept benötigt, und wie dieses aussehen kann.

Er fokussiert insbesondere die individuellen Voraussetzungen La Gomeras für die Einrichtung eines marinen Schutzgebietes („Marine Protected Area“, MPA) für Meeressäuger bei gleichzeitiger (Weiter-) Entwicklung eines nachhaltigen Whale-Watching-Tourismus. Dabei werden die verschiedenen Nutzergruppen (z.B. Fischerei, Tourismus, lokale Bevölkerung etc.) genau beleuchtet und die notwendigen Regulierungen dargelegt, die für eine nachhaltige ökologische sowie ökonomische Entwicklung notwendig sind.

Mit gutem Beispiel voran: Das Best-Practice-Projekt MEER La Gomera
Die spezifischen Handlungsempfehlungen, die den Rahmen für ein umfassendes Managementkonzeptes für das Schutzgebiet stecken, sind das Kernstück des Berichts. Sie basieren auf dem großen Datenschatz des M.E.E.R. e.V., der über viele Jahre in Zusammenarbeit mit seinen Partnern - allen voran dem Whale-Watching-Anbieter OCEANO La Gomera - im Rahmen des Best-Practice-Projektes MEER La Gomera erarbeitet wurde.

Wichtige zeitgemäße Aspekte wie der ökosystemare Ansatz, die Betonung des vorbeugenden Prinzips ("precautionary principle") und der Einbezug aller Akteure sind in der Begründung des vorgeschlagenen Schutzstatus genauso integriert wie Vorschläge zu Forschung, Monitoring, Durchsetzung und Finanzierung des Schutzgebietes.

Insgesamt zielt der Maßnahmenkatalog auf den Schutz des gesamten marinen Ökosystems vor La Gomera und damit auch aller Delfin- und Walarten ab.

Die Handlungsempfehlungen sind indes nicht nur für La Gomera bzw. die Kanaren, sondern auch für die Einrichtung von Meeresschutzgebieten für Cetaceen in Europa und weltweit relevant – überall dort, wo Whale Watching betrieben und erhöhter Schutz der Wale und Delfine notwendig wird.

Der Bericht kann somit zu einem wichtigen Instrument zur Einrichtung mariner Schutzgebietes auf internationaler Ebene werden.

⇒ MPA-Report Schutzgebiet La Gomera

Der Charaktervolle braucht Hilfe

Zwei Große Tümmler schwimmen, von dem größeren Tier ist nur ein Teil der Finne sehen, davor hebt ein kleinerer gerade den Kopf aus dem Wasser.

Große Tümmler (Tursiops truncatus) kommen vor La Gomera am häufigsten vor. Die Kanaren-Population wird auf 300-400 Tiere geschätzt. Ihr Verhalten gegenüber Booten variiert von scheu bis neugierig, Jungtiere sind oft recht vorwitzig.

⇒ Patenschaft Große Tümmler (La Gomera) ⇒ Patenschaft verschenken

Helfen Sie den Delfinen vor La Gomera

Großer Tümmler mit halbem Körper aus dem Wasser beim schnellen Schwimmen. Foto: D.Kleinhans