Das zur Delfinschutzarbeit eingesetzte angemietete ca. 5m lange einmotorige Fischerboot ist nicht besonders seetüchtig und kann nur bei halbwegs ruhiger See eingesetzt werden, ohne Gefahr für Leib und Leben der Besatzung heraufzubeschwören.
Diese beschränkten Einsatzmöglichkeiten lassen die Delfinschutzarbeiten nur langsam vorankommen.
Wir planen den Kauf eines doppelt motorisierten Schlauchboots mit Trailer aus Südafrika; Kosten: ca. 22.000€.
Die Stiftung Save Our Seas aus Genf stellt die Gelder für das Boot bereit. Doch die auch in Mosambik nicht gerade schwach ausgeprägte Bürokratie sowie die mit dem Import aus Südafrika verbundenen hohen Zollgebühren - von denen wir nach langem Hin und Her keine Befreiung erreichen können - erweisen sich als unüberwindliche Hindernisse, für den Kauf des Bootes in Südafrika.
Nach intensiven Beratungen mit unseren Partnern, Almeida Guissamulo und Leszek Karczmarski, entscheiden wir, in Maputo ein Doppelrumpfboot, angetrieben von zwei 40-PS-Außenbordern, bauen zu lassen. Vorteil dieser Lösung: Die für den Bootskauf vorhandenen Finanzmittel werden jetzt in Mosambik eingesetzt, statt nach Südafrika zu fließen.
Nachteil dieser Lösung ist, dass das Festrumpfboot mit ca. 33.000 € um einiges teurer als das Schlauchboot ist und jetzt nicht mehr genügend Mittel für die beiden Motoren vorhanden sind.
Da es ohne Antrieb nun mal nicht geht, entscheiden GRD und SOS, die Projektmittel für Mosambik aufzustocken, damit das neue Boot zu Beginn der Sommersaison ab Dezember einsatzfähig ist.
Dank der zusätzlichen Mittel von GRD, SOS, der Spende aus der Bären-Treff-Aktion und des Vermächtnisses einer engagierten Delfinschützerin wird das neue Boot Ende 2005 fertig gebaut und absolviert die ersten Testfahrten.
Jetzt fehlen nur noch die Zulassung durch die Hafenbehörde, die Installation der notwendigen Bordausrüstung sowie der Abschluss der unumgänglichen Bootsversicherungen.
Das Boot wird auf den Namen "Stenela" getauft.
Die "Stenela" wird auf der vierten jährlichen Tourismus-Messe in Maputo ausgestellt und erstmals der Öffentlichkeit präsentiert.
Zwei Poster erläutern den Messebesuchern, zu denen der Ministerpräsident von Mosambik, der Tourismusminister, weitere Regierungsmitglieder sowie zahlreiche Diplomaten ausländischer Vertretungen zählen, Vorhaben und Ziele des Projekts.
Endlich ist es so weit: Almeida Guissamulo und sein Team gehen mit der "Stenela" auf Jungfernfahrt in der Bucht von Maputo. Auf ihrer Fahrt zur Insel Inhaca müssen sie bei kabbeligem Wetter gleich einem mit Motorschaden liegengebliebenen Fischerboot Seenothilfe leisten und es in den Hafen zurückschleppen.