Gesellschaft zur Rettung der Delphine e.V.

GRD Kanäle

Der Pottwalbulle SCAR von der Seite gesehen steht leicht schräg in der Wassersäule, seine Nasen ragt knapp über die Meeresoberfläche.Einen Aufsehen erregenden Beitrag zur Frage, ob Tiere in der Lage sind, Kultur zu entwickeln, lieferten Biologen von der Dalhousie-Universität im kanadischen Halifax.

Bei Landlebewesen lässt sich Kultur - die Ausprägung nicht genetisch bedingter durch Überlieferung und Lernleistung tradierter Verhaltensweisen, die nur in bestimmten Regionen, Gruppen oder Familien auftreten - relativ leicht beobachten. Besonders bei großen Menschenaffen, Schimpansen oder Gorillas, wurden bereits kulturelle Entwicklungen und Differenzierungen festgestellt. Sehr viel schwieriger gestaltet sich die Sache bei Meereslebewesen, deren Verhalten nur über kurze Zeiträume beobachtbar ist.

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Der riesige Kopf eines Pottwals schaut aus dem Wasser."Gott wird uns jagen, wenn wir nicht Moby Dick jagen bis in seinen Tod." Sterben musste jedoch Kapitän Ahab und alle, die seinem Ruf gefolgt waren. Nur ein Matrose überlebte in dem Roman, nachdem Moby Dick Ahabs Schiff in Stücke gerammt hatte.

Im Jahre 1851, in dem Herman Melville seinen Roman veröffentlichte, versenkte tatsächlich ein bereits harpunierter Pottwal mit zwei Angriffen das Schiff seiner Jäger. Ahab jedoch wusste nicht, dass Moby Dick eine "Waffe" hatte, die seinem Schiff gefährlich werden konnte. Denn gehetzte Pottwale attackierten nur selten ihre Verfolger.

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Im Raum aufgehängtes Pottwalskelett, Kopf und Brustkorb.Auch "Moby Dick" bekommt Karies, leidet aber weniger als der Mensch. Deutlich sichtbare Spuren von Zahnfäulnis haben Experten im Gebiss eines Ende 1998 vor Cuxhaven gestrandeten Pottwals gefunden.

"Ein äußerst seltener Befund", diagnostizierte Günther Behrmann, Leiter des Nordsee-Museums in Bremerhaven. Doch unter den kariösen Resten stieß der erstaunte Walforscher auf Ersatzzähne, die schon bereit standen, die Funktion der Hauptzähne zu übernehmen. Insgesamt hatte der Meeressäuger 200 Ersatzzähne im Maul, laut Behrmann für den Pottwal ein absolutes Novum, das bisher noch nicht in der Literatur beschrieben worden sei.

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