"Gott wird uns jagen, wenn wir nicht Moby Dick jagen bis in seinen Tod." Sterben musste jedoch Kapitän Ahab und alle, die seinem Ruf gefolgt waren. Nur ein Matrose überlebte in dem Roman, nachdem Moby Dick Ahabs Schiff in Stücke gerammt hatte.

Im Jahre 1851, in dem Herman Melville seinen Roman veröffentlichte, versenkte tatsächlich ein bereits harpunierter Pottwal mit zwei Angriffen das Schiff seiner Jäger. Ahab jedoch wusste nicht, dass Moby Dick eine "Waffe" hatte, die seinem Schiff gefährlich werden konnte. Denn gehetzte Pottwale attackierten nur selten ihre Verfolger.

Der Grund für die Jagd auf Pottwale war unter anderem das profitable Öl im Körper der Tiere. Besonders große Mengen an Öl befinden sich in zwei Ausbuchtungen auf der Stirn der Tiere. Der Sinn dieser Ausbuchtungen konnte bis heute nicht enträtselt werden. Viele Forscher meinen, dass die mit Öl gefüllten Säcke unter den Ausbuchtungen die Navigation mit Hilfe von Ultraschall erleichtern, oder dass das Öl den Tieren zusätzlichen Auftrieb gibt und ihnen dadurch das Schwimmen erleichtert.

Stephen Deban und seine Kollegen von der Universität Utah berichten nun jedoch, dass die Stirn der Tiere optimal geschaffen ist, um schwere Stöße abzufedern: Bei plötzlichem Druck wird das Öl gleichmäßig verdrängt, egal ob dabei eine schwache oder sehr starke Kraft auf die Stirn wirkt. Dadurch kann das Tier heftige Zusammenstöße überleben, ohne sich dabei zu verletzen. Da die Ausbuchtungen am Kopf bei den großen männlichen Pottwalen besonders ausgeprägt sind, vermuten Deban und seine Kollegen, dass sich rivalisierende Männchen gegenseitig mit Kopfstößen attackieren. Das würde auch Berichte von Matrosen über kämpfende Pottwale bestätigen, die von vielen Wissenschaftlern bisher allerdings für Seemannsgarn gehalten wurden.

Trotzdem ist die massive Konstruktion auf dem Kopf der Meeressäuger bestens geeignet, um Boote oder Schiffe zu rammen, meinen die Forscher.
U.Karlowski

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Fingers ist ein ausgewachsener weiblicher Pottwal (Länge: 9,5 m). Sie bekam im November 2004 ein Baby, das nur ein Jahr lebte. 2010 gebahr sie ein neues Baby: "Trigger".

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Indopazifischer Großer Tümmler. Foto: DWA / Angela Ziltener

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