Gesellschaft zur Rettung der Delphine e.V.

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Projekt-News

Eine Delfinpatenschaft ins Osternest
Große Tümmler unter WasserPressemitteilung, 10.04.2014 - Bereiten Sie Ihren Liebsten zu Ostern ein tierliebes Osterfest....
Adria: Verletzter Delfin bleibt unauffindbar
Verletzter Adria-Tümmler schwimmt auf dem Rücken, deutlich zu sehen sind die eingewachsenen Netzreste an einem FlipperUnsere kroatischen Partner haben anstrengende Tage hinter sich. Das ganze Wochenende über wurde...
Adria: Verletzter Delfin ist abgetaucht
Verletzter Adria-Tümmler schwimmt auf dem Rücken, deutlich zu sehen sind die eingewachsenen Netzreste an einem FlipperSeit nun gut einer Woche wurde der schwer verletzte Adria-Delfin "Košara" nicht mehr in der...
Kroatien: Ölrausch bringt tödliche Gefahr für Wale und Delfine
Drei im Bau befindliche Ölplattformen stehen vor der Küste von SchottlandDie Regierung Kroatiens scheint es darauf angelegt zu haben, nicht nur die letzten Großen...
Rettungsaktion für schwer verletzten Delfin bei Zadar
Verletzter Adria-Tümmler blickt aus dem Wasser, deutlich zu sehen sind große Wucherungen auf dem Rücken am Finnen-AnsatzEs gibt wieder Hoffnung für den schwer verletzten Großen Tümmler, der sich seit einiger Zeit...

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Tierärztliche Fakultät, Uni Zagreb

Projekt-Unterstützer

Dolphin2008-05-12-0383wKroatien besitzt einen außergewöhnlichen Naturschatz: die letzten Delfine der Adria. Nur eine Art lebt heute noch ständig dort: der aus Delfinarien und der Fernsehserie "Flipper" bekannte Große Tümmler oder "Gute Delfin" (Dobri Dupin) auf Kroatisch.

Die "Adria-Delfine" halten sich das ganze Jahr über nahe der kroatischen Küste und Inseln auf, meist weniger als 5 Kilometer vom Land entfernt.

Ihr Bestand wird auf nur etwa 220 Tiere geschätzt und so können Gefahren, ob natürlich bedingt oder durch menschlichen Einfluss, für diese kleine Population schnell das Aus bedeuten.

Rückgang der Delfinbestände

Wasserverschmutzung, Überfischung, Beifang-Tod in Fischernetzen und direkte Tötung haben die Delfinbestände in der Adria zusammenbrechen lassen, in der einst Tausende Delfine und mehrere Arten lebten.

Auch heute sterben noch etwa 50 Prozent der Meeressäuger durch menschlichen Einfluss. Die Tiere ertrinken in Fischernetzen, sterben an den Folgen von verschluckten Netzteilen oder Plastiktüten oder kommen durch den illegalen Einsatz von Dynamit zum Fischfang ums Leben. Sogar Schusswunden wurden an Delfinen entdeckt.

Erstes deutsch-kroatisches Delfin-Schutzprojekt

Das Projekt zur "Rettung der letzten Adria-Delfine" wurde 1999 von der GRD gemeinsam mit Tierärzten der Universität Zagreb unter Leitung von Prof. Dr. Hrvoje Gomercic gegründet.

Schon in den 1980er-Jahren haben sich die kroatischen Wissenschaftler auf Meeressäuger spezialisiert und maßgeblich zu dem seit 1995 bestehenden Delfinschutzgesetz beigetragen. Doch mangels Finanzen waren sie auf Laborarbeit, also der Untersuchung von toten Delfinen, beschränkt.

skradin-032Mit der Übergabe des ersten GRD-Patrouillenbootes und weiterer Ausrüstung im Juni 2000 konnten die kroatischen Tierschützer endlich mit der wichtigen Feldarbeit beginnen und sind somit jetzt auch in der Lage, lebend gestrandete oder in den zahlreichen Buchten der kroatischen Adria und den Flussmündungen verirrte Wale und Delfine zu retten.

Das Gemeinschaftsprojekt steht unter der Schirmherrschaft des kroatischen Umweltministeriums und richtet sich nach den Vorgaben des internationalen Schutzabkommens für Cetaceen im Schwarzen Meer und Mittelmeer ACCOBAMS (Agreement on the Conservation of Cetaceans of the Black Sea, Mediterranean Sea and Contiguous Atlantic Area), das von Kroatien im Jahr 2000 ratifiziert wurde und seit Juni 2001 in Kraft ist.

Unsere Ziele:

  • Rettungsaktionen für verletzte und gestrandete Delfine
  • Erfassung und Erforschung des Bestands der Adria-Delfine
  • Einrichtung von Schutzgebieten
  • Aufbau und Einrichtung eines Delfinschutzzentrums in Kroatien
  • Aufklärungsprojekte für Fischer, Bevölkerung und Touristen