Gesellschaft zur Rettung der Delphine e.V.

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Projektberichte | Infos

Projektpartner

  • VAL
  • Tierärztliche Fakultät, Uni Zagreb

Projekt-Unterstützer

Projektleitung

Ulrike Kirsch

Gesellschaft zur Rettung der Delphine e.V.
Kornwegerstr. 37
81375 München
Tel.: 089 - 74 16 04 10
Fax: 089 - 74 16 04 11
E-Mail:
kirsch[AT]delphinschutz.org

Eine Delfinmutter und ihr Baby schwimmen schnell und synchron durch die Wellen, das Baby hält sich ganz dicht neben der Finne der Mutter und ist mit seinem halbem Körper aus dem Wasser. Kroatien besitzt einen außergewöhnlichen Naturschatz: die letzten Delfine der Adria. Nur eine Art lebt heute noch ständig dort: der aus Delfinarien und der Fernsehserie "Flipper" bekannte Große Tümmler oder "Gute Delfin" (Dobri Dupin) auf Kroatisch.

Die "Adria-Delfine" halten sich das ganze Jahr über nahe der kroatischen Küste und Inseln auf, meist weniger als 5 Kilometer vom Land entfernt.

Ihr Bestand wird auf nur etwa 220 Tiere geschätzt und so können Gefahren, ob natürlich bedingt oder durch menschlichen Einfluss, für diese kleine Population schnell das Aus bedeuten.

 

Rückgang der Delfinbestände

Wasserverschmutzung, Überfischung, Beifang-Tod in Fischernetzen und direkte Tötung haben die Delfinbestände in der Adria zusammenbrechen lassen, in der einst Tausende Delfine und mehrere Arten lebten.

Auch heute sterben noch etwa 50 Prozent der Meeressäuger durch menschlichen Einfluss. Die Tiere ertrinken in Fischernetzen, sterben an den Folgen von verschluckten Netzteilen oder Plastiktüten oder kommen durch den illegalen Einsatz von Dynamit zum Fischfang ums Leben. Sogar Schusswunden wurden an Delfinen entdeckt.

Erstes deutsch-kroatisches Delfin-Schutzprojekt

Das Projekt zur "Rettung der letzten Adria-Delfine" wurde 1999 von der GRD gemeinsam mit Tierärzten der Universität Zagreb unter Leitung von Prof. Dr. Hrvoje Gomercic gegründet.

Schon in den 1980er-Jahren haben sich die kroatischen Wissenschaftler auf Meeressäuger spezialisiert und maßgeblich zu dem seit 1995 bestehenden Delfinschutzgesetz beigetragen. Doch mangels Finanzen waren sie auf Laborarbeit, also der Untersuchung von toten Delfinen, beschränkt.

Ein Delfin wird auf einem Boot transportiert, ein Mann gießt Wasser zur Kühlung über seinen Rücken, der Tierarzt Tomislac Gomercic stabilisiert das Tier und hält seine Finne.Mit der Übergabe des ersten GRD-Patrouillenbootes und weiterer Ausrüstung im Juni 2000 konnten die kroatischen Tierschützer endlich mit der wichtigen Feldarbeit beginnen und sind somit jetzt auch in der Lage, lebend gestrandete oder in den zahlreichen Buchten der kroatischen Adria und den Flussmündungen verirrte Wale und Delfine zu retten.

Das Gemeinschaftsprojekt steht unter der Schirmherrschaft des kroatischen Umweltministeriums und richtet sich nach den Vorgaben des internationalen Schutzabkommens für Cetaceen im Schwarzen Meer und Mittelmeer ACCOBAMS (Agreement on the Conservation of Cetaceans of the Black Sea, Mediterranean Sea and Contiguous Atlantic Area), das von Kroatien im Jahr 2000 ratifiziert wurde und seit Juni 2001 in Kraft ist.

Unsere Ziele:

  • Rettungsaktionen für verletzte und gestrandete Delfine
  • Erfassung und Erforschung des Bestands der Adria-Delfine
  • Einrichtung von Schutzgebieten
  • Aufbau und Einrichtung eines Delfinschutzzentrums in Kroatien
  • Aufklärungsprojekte für Fischer, Bevölkerung und Touristen