Gesellschaft zur Rettung der Delphine e.V.

GRD Kanäle

Der verletzte Adria-Tümmler schwimmt auf dem Rücken und hält den Kopf hoch aus dem Wasser, deutlich zu sehen sind eingewachsene Netzreste am Ansatz des linken Flippers.Leider musste der gestern erfolgte erste Rettungsversuch für den schwer verletzten Delfin in der kroatischen Adria ohne Erfolg abgebrochen werden.

Gestern früh begann unter Leitung des Tierarztes Dr. Tom Gomercic von unserer kroatischen Partnerorganisation VAL die Rettungsaktion nahe einer Fischzuchtanlage, an der sich der Delfin ständig aufhält.

Zu Anfang sah alles recht Erfolg versprechend aus. Es herrschte nur wenig Wellengang und der Delfin, der zwischenzeitlich den Namen "Košara" erhalten hat und bei dem es sich mit großer Wahrscheinlichkeit um ein Männchen handelt, verweilte längere Zeit in unmittelbarer Nähe des GRD-Projektboots.

Ein Fischerboot sollte den Großen Tümmler dann mit einem Ringwadennetz umzingeln, doch leider tauchte er bei diesen Versuchen immer wieder tief ab, verschwand für ca. 30 Minuten aus dem Gebiet, um dann wieder zurückzukehren.

Der verletzte Adria-Tümmler schwimmt auf dem Rücken und hält den Kopf auf der Wasseroberfläche, deutlich zu sehen sind eingewachsene Netzreste am Ansatz des linken Flippers.Noch bis in den frühen Abend wurde behutsam versucht, "Košara" einzufangen, um ihn veterinärmedizinisch behandeln zu können, dann wurde die Aktion abgebrochen.

Trotz des relativ schwachen Wellengangs war die Sicht mit 3 m innerhalb der Wassersäule für den Fischer noch zu schlecht, um die Ringwade mit den Schwimmbewegungen des Delfins abgleichen und mit der notwendigen Genauigkeit positionieren zu können.

Derzeit sind unsere Partner mit Anwohnern in Kontakt, die "Košara" regelmäßig sichten. Eine weitere Rettungsaktion wird folgen.

Heute war es dazu zu windig und es herrschte zu starker Wellengang. Die Entfernung der eingewachsenen Netzreste und Versorgung der Wunden sind für den Delfin die einzige Chance zu überleben.

Wir danken allen, die unseren Spendenaufruf für die Rettungsaktion unterstützt haben, ganz ganz herzlich!
Wir sind sehr bewegt und überwältigt von Ihrer großartigen Hilfsbereitschaft. Unser Spendenziel haben wir in kurzer Zeit erreicht. Weitere Rettungsversuche für "Košara" sind somit vorerst finanziell abgesichert.
Ulrike Kirsch (Projektleiterin) und Dr. Martina Duras (Tierärztin, Universität Zagreb), 19.09.2013

 

Video zur Rettungsaktion von HRT1 (Kroatisches Fernsehen):