Verletzter Adria-Tümmler schwimmt auf dem Rücken, deutlich zu sehen sind die eingewachsenen Netzreste an einem FlipperUnsere kroatischen Partner haben anstrengende Tage hinter sich. Das ganze Wochenende über wurde bei den Inseln Pasman, Vrgada, Ugljan, Dugi Otok und einigen kleineren Inseln nach dem schwer verletzten Adria-Delfin "Košara" gesucht. Leider war der aufwändigen Suchaktion der von allen erhoffte Erfolg nicht vergönnt.

In jedem Fall sind zahlreiche Fischer über den ungewöhnlichen Delfin informiert und haben versprochen, unsere Partner sofort zu kontaktieren, wenn sie "Košara" sehen. Wir hoffen gemeinsam mit unseren Partnern, dass es bald wieder eine Sichtung gibt und ein weiterer Rettungsversuch gestartet werden kann.

Wer "Košara" sichtet, sollte umgehend unsere kroatischen Partner unter folgenden Telefonnummern: 00385 – 95 – 902 2613 (Dr. Martina Duras, deutsch) oder 00385 – 95 – 902 2610 (Dr. Tomislav Gomercic, englisch) informieren.

Der Delfin ist leicht an den Wucherungen auf dem Rücken und den eingewachsenen Netzresten unter seiner Brustflosse zu erkennen.

Wir danken an dieser Stelle nochmals allen, die unseren Spendenaufruf zur Rettung von "Košara" unterstützt haben, von ganzem Herzen!

 

Zum Hintergrund:
Mitte September wurde "Košara" in der Nähe einer Fischzuchtanlage bei der Insel Pasman entdeckt. Schon vor geraumer Zeit muss das arme Tier in ein Fischernetz geraten sein. Zwar konnte es sich befreien, doch ein Teil des Netzes blieb hängen und Netzreste sind tief ins Gewebe an Maul, Rücken und Brust eingedrungen, dort festgewachsen und haben sich entzündet. An den entzündeten Stellen sind große Wucherungen zu erkennen.

Die Schwanzflosse ist ebenfalls beschädigt, was ihn aber anscheinend nicht zu sehr einschränkt: er kann – wenn auch nur langsam – schwimmen. Auch die Futtersuche klappt, da er bis zu seiner letzten Sichtung im Oktober keine Anzeichen von Unterernährung zeigte. Doch ohne schnelle Hilfe hat dieser Delfin keine Chance zu überleben.

Video zur ersten Rettungsaktion von HRT1 (Kroatisches Fernsehen):

Unsere Partner, auf Meeressäuger spezialisierte Tierärzte von der Universität Zagreb, wollen den verletzten Delfin in einer aufwändigen und nicht einfachen Tiefwasser-Einfangaktion von der tödlichen Einschnürung befreien und seine Verletzungen behandeln, um ihm ein hoffentlich beschwerdefreies und langes Leben zu ermöglichen.
GRD-Presse, 28.10.2013

 

 

 

 

 

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