Jahresbericht 2014
Seit nunmehr fast 25 Jahren setzen wir uns konkret und aktiv für den Erhalt der Artenvielfalt in den Weltmeeren, für das Überleben bedrohter Delfine, Schweins- und Pottwale sowie für einen umfassenden Meeres-Ökosystemschutz ein. In unserem Jahresbericht 2014 erfahren Sie alles Wesentliche zu der...
SAFE: 25 Jahre delfinsicherer Thunfisch
Vor 25 Jahren wurde das umfassendste und wirkungsvollste Delfinschutzprogramm der Welt gegründet: SAFE, das internationale Kontrollprogramm für delfinsicher gefangenen Thunfisch des Earth Island Institute aus Kalifornien (EII). Mehr als 7 Millionen tote Delfine in 40 Jahren beim ThunfischfangEs...
Rollo Gebhard, Delfinschützer und Segelpionier, ist von uns gegangen
Rollo Gebhard, einer der ganz großen Abenteurer und Pionier im Delfinschutz, ist zu seiner letzten Reise aufgebrochen. Der Gründer und Vorsitzende der Gesellschaft zur Rettung der Delphine (GRD) starb mit 92 Jahren in seinem Haus im bayerischen Bad Wiessee. Die Meere waren über fünfzig Jahre...
Der teuerste Fisch der Welt: 1,3 Millionen Euro für einen Thunfisch
05.01.2013 - Eine japanische Sushi- Restaurantkette hat bei einer Auktion auf dem Tsukiji-Fischmarkt (Tokio) einen 222 Kilogramm schweren Blauflossen-Thunfisch für umgerechnet etwa 1,3 Millionen Euro ersteigert. Ein Kilogramm von diesem einen Thunfisch kostet über 6000 Euro und damit mehr als...
Delfine und Wale fallen durchs Forschungsnetz
17.09.2012 - Weltweit werden die Populationen von Delfinen und Walen zu wenig beobachtet, was ihren Schutz erschwert. Eine von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Universitäten Freiburg und St. Andrews/Schottland erstellte Weltkarte deckt auf, dass in den vergangenen Jahrzehnten...
EDEKA verzichtet auf delfintödlichen Dosen-Thunfisch
Pressemitteilung, 18.04.2012 - Als großen Erfolg für den Delfinschutz wertet die Gesellschaft zur Rettung der Delphine e.V. (GRD) die jetzt von EDEKA getroffene Entscheidung, keine "delfin-tödlichen" Dosenthunfischprodukte mehr zu beziehen. Die GRD hatte seit dem vergangenen Jahr...
Bambi-Preisträger Ric O’Barry verdammt EDEKA-Thunfisch als "blutige Schande"
Pressemitteilung, 29.03.2012 - Richard O'Barry (Held des Oscar-prämierten Dokumentarfilms "Die Bucht" 2010, Bambi-Preisträger 2011, Ex-TV-"Flipper"-Trainer) aus Miami warnt eindringlich vor "delfintödlichem" Dosenthunfisch, der von EDEKA verkauft wird: "Es ist schändlich und verdammenswert, dass...
Was uns EDEKA und WWF verschweigen
GRD-Stellungnahme zu den Aussagen von EDEKA und WWF zum Thema delfintödlicher Thunfisch aus dem Ostpazifik: Fakten zu den Behauptungen von EDEKA und WWF in Bezug auf den bei EDEKA mit WWF-Empfehlung erhältlichen delfintödlichen Thunfisch aus dem Ostpazifik. Kurz gefasst kann man sagen, dass...
IATTC-Fischerei im östlichen Pazifik gefährdet Delfinbabys
Delfin-Bestände erholen sich nicht: Im Tropischen Ostpazifik (ETP / Eatsern tropical Pacific) sind Thunfischschwärme oft mit Delfinschulen vergesellschaftet (die Delfine schwimmen an der Wasseroberfläche, der Thunfischschwarm bis zu 150 m darunter). Ein bis heute rätselhaftes und nur in dieser...
Großer US-Fischereiverband verpflichtet sich dem Kontrollprogramm SAFE
Dem Earth Island Institute (EII), der amerikanischen Partnerorganisation der Gesellschaft zur Rettung der Delphine (GRD), ist es gelungen, einen weiteren großen Fischereiverband für das Internationale Kontrollprogramm für delfinsicheren Thunfisch zu gewinnen. Die Western Fishboat Owners...
ISO-9001 Zertifizierung
Qualitätssicherung des Internationalen Thunfisch-Kontrollprogramms: Die seit 2006 bestehende ISO-9001-Zertifizierung unterstreicht die Qualität und Glaubwürdigkeit des internationalen Kontrollprogramms für "delfinsicheren" Thunfisch des Earth Island Institute (EII). Diese internationale Norm zur...

Logo SAFE.Vor 25 Jahren wurde das umfassendste und wirkungsvollste Delfinschutzprogramm der Welt gegründet: SAFE, das internationale Kontrollprogramm für delfinsicher gefangenen Thunfisch des Earth Island Institute aus Kalifornien (EII).

Mehr als 7 Millionen tote Delfine in 40 Jahren beim Thunfischfang
Es war die größte Massenvernichtung von Meeressäugern in der Geschichte der Menschheit: Beginnend in den späten 1950er-Jahren bis Anfang der 1990er-Jahre hatte die Thunfischindustrie allein im tropischen Ostpazifik (ETP) nach Berechnungen des EII mehr als 7 Millionen Delfine getötet.

Erst als im Jahr 1989 der US-Naturschützer Samuel LaBudde diese skrupellose Fischerei mit erschreckenden Undercover-Videoaufnahmen entlarvte, gab es eine Möglichkeit, den millionenfachen Delfin-Mord endlich zu beenden. Seine Aufnahmen bewirkten einen öffentlichen Aufschrei und bereiteten den Boden für das erste weltweite Fisch-Zertifizierungsprogramm überhaupt.

Delfine und Thunfische gefangen im Ringwadennetz, das sich vor ihnen wie eine Mauer im Meer in den Weg stellt. Die Tiere versuchen senkrecht nach oben entlang des Netzes schwimmend zu entkommen1990 rief das Earth Island Institute SAFE ins Leben und die großen Thunfischanbieter in den USA verpflichteten sich, keinen mit kriminellen Methoden gefangenen Thunfisch mehr zu verarbeiten und zu verkaufen.

Eine globale Erfolgsstory für das Leben in den Meeren
Auch nach Deutschland sollte kein delfintödlicher Thunfisch mehr gelangen. Dafür sorgte der dreimalige Weltumsegler und Dokumentarfilmer Rollo Gebhard (1921-2013) Anfang der 1990er-Jahre mit rabiaten Aktionen.

Öffentlichkeitswirksam fegte er Dosen mit delfintödlichem Thunfisch aus Supermarktregalen und rief zum Boykott dieser Produkte auf.

Mit der von ihm 1991 gegründeten Gesellschaft zur Rettung der Delphine (GRD) schloss er sich mit dem EII zusammen und etablierte SAFE in Deutschland. Die angeschlossenen Importeure und Händler verpflichten sich, nur Thunfisch anzubieten, bei dessen Fang keine Delfine getötet wurden.

80.000 - 100.000 Delfine werden jedes Jahr vor dem Beifangtod gerettet
Auf diese Weise wurde "delfintödlicher" Dosenthunfisch vom Markt gefegt. SAFE kontrolliert heute etwa 90 Prozent des internationalen Handels in Europa, Kanada, Australien und in den USA,
wo weltweit der meiste Dosenthunfisch EII-Mitarbeiter Makili Lawrence Kepangi (2. v.l.) und Dong Pading (3.v.l.) bei der Kontrolle einer Thunfischfirma auf Papua Neuguinea im Jahr 2012.verbraucht wird.

Im Jahr 2014 umfasste SAFE 515 Firmen in 71 Ländern.

Mit regelmäßigen Kontrollen wird sichergestellt, dass die beteiligten Firmen nur delfinfreundlichen Thunfisch auf den Markt bringen. Denn auch heute noch versuchen Fang- und Verarbeitungsfirmen immer wieder, ihren delfintödlichen Thunfisch weltweit – auch in Deutschland – zu vermarkten.

Dank SAFE bleiben jedes Jahr 80.000 - 100.000 Delfine vom grausamen Tod als Beifang im Fischernetz verschont!

Aus SAFE entwickelte sich 2006 das Fischzertifizierungsprogramm Friend of the Sea (FoS), bei dem weitere Aspekte der Nachhaltigkeit wie beispielsweise Schonung der befischten Art berücksichtigt werden.
GRD-Presse, 19.05.2015

GRD-Verbraucher-Checkliste:
⇒ Dieser Thunfisch ist "delfinsicher"

Urkunde der Qualitätssicherungsfirma QMS über die ISO-9001 Zertifizierung des Internationalen Thunfisch-Kontrollprogramms.Qualitätssicherung des Internationalen Thunfisch-Kontrollprogramms: Die seit 2006 bestehende ISO-9001-Zertifizierung unterstreicht die Qualität und Glaubwürdigkeit des internationalen Kontrollprogramms für "delfinsicheren" Thunfisch des Earth Island Institute (EII).

Diese internationale Norm zur Planung und Umsetzung eines Qualitätsmanagementsystems gibt Maßnahmen vor, um optimale Arbeitsabläufe und einen hohen Standard zu garantieren.

Regelmäßige Überprüfungen durch die private Qualitätssicherungsfirma QMS mit Sitz in Florida stellen sicher, dass das EII mit seinen Kontrollen für "delfinsicheren" Thunfisch die Anforderungen der Norm erfüllt.

An diesem Anfang der 1990er-Jahre gegrümdeten Delfinschutzprogramm sind inzwischen über 500 Thunfischfirmen in 70 Ländern beteiligt (inklusive Fang - und Verarbeitungsfirmen, Importeuren und Händlern).

Das bedeutet, dass sich die Thunfischindustrie weltweit zu über 90 % nach den Vorgaben des EII richtet.

Damit ist SAFE eines der größten nicht-staatlichen Umweltkontrollprogramme der Welt.
Der Einsatz von Treibnetzen sowie das Einkreisen von Delfinschulen beim Fischfang sind hierunter unter anderem verboten. "Die Überprüfung der "delfinsicheren" Methoden der Thunfischfirmen weltweit spielt eine entscheidende Rolle beim Schutz von Delfinen und anderen Meerestieren", erklärt David Phillips, Leiter des Meeressäugerprogramms beim EII.

"Wir sind stolz auf unsere Arbeit und ermutigt von den Hunderten von Firmen, die sich ehrlich und gewissenhaft an die Bedingungen für "delfinsicher" halten. Mit der Zertifizierung nach der ISO 9001 besteht eine unabhängige Anerkennung unserer Arbeitsqualität."

Das EII beschäftigt "Kontrolleure/Monitors", die weltweit regelmäßige Kontrollen in den Konservenfabriken und Anlandehäfen sowie an Bord der Fischereifahrzeuge durchführen, um sicherzustellen, dass der Thunfisch wirklich "delfinsicher" gefangen wurde.
Ulrike Kirsch

Wer sicher gehen will, dass an seinem Thunfisch kein Blut von Delfinen klebt, sollte sich an das Logo SAFE bzw. an die regelmäßig aktualisierte Verbraucher-Checkliste der GRD halten.

 

GRD-Verbraucher-Checkliste:
⇒ Dieser Thunfisch ist "delfinsicher"

Logo WFOA. Dem Earth Island Institute (EII), der amerikanischen Partnerorganisation der Gesellschaft zur Rettung der Delphine (GRD), ist es gelungen, einen weiteren großen Fischereiverband für das Internationale Kontrollprogramm für delfinsicheren Thunfisch zu gewinnen. Die Western Fishboat Owners Association (WFOA) ist einer der größten Fischereiverbände der USA.

Der Verband umfasst eine Flotte von insgesamt etwa 300 Schiffen, die in den Gewässern vor der kalifornischen Küste vor allem Weißen Thun (Thunnus alalunga) fischen, der als Konserve, Frisch- oder Tiefkühlware angeboten wird. Zum Fang werden Angeln und Schleppangeln eingesetzt, also Fanggerät, das mit zu den selektivsten und schonensten überhaupt gehört.

"Die WFOA hat die Bedingungen des Earth Island für delfinsicheren Thunfisch anerkannt und ist dem Programm beigetreten, um sicherzustellen, dass beim Fang keine Delfine und andere nicht gezielt befischte Arten als Beifang ums Leben kommen", erklärt David Phillips, der Leiter des Delfin- und Walschutzprogramms des EII. "Das von der WFOA eingesetzte Fanggerät gefährdet Delfine nicht, ganz im Gegensatz zu manch anderen Fischereien, bei denen Delfine während des Thunfischfangs gejagt und mit Netzen eingekreist werden."
U.Kirsch, Juli 2008

Delfine und Thunfische gefangen im Ringwadennetz, das sich vor ihnen wie eine Mauer im Meer in den Weg stellt. Die Tiere versuchen senkrecht nach oben entlang des Netzes schwimmend zu entkommenDelfin-Bestände erholen sich nicht: Im Tropischen Ostpazifik (ETP / Eatsern tropical Pacific) sind Thunfischschwärme oft mit Delfinschulen vergesellschaftet (die Delfine schwimmen an der Wasseroberfläche, der Thunfischschwarm bis zu 150 m darunter). Ein bis heute rätselhaftes und nur in dieser Meeresregion zu beobachtendes biologisches Phänomen, das die Fischer ausnutzen, indem sie gezielt Delfinschulen jagen und einkreisen. Nach Informationen des Earth Island Institute (EII) soll dabei sogar Dynamit zum Einsatz kommen!

Die Fangflotten treiben die Delfine mit Schnellbooten zusammen und fangen sie in den Netzen, die für das eigentliche Fangziel – den Thunfisch – bestimmt sind. Vor dem Einholen des Netzes wird es an der Oberfläche abgesenkt, damit die Delfine entkommen können.

"Um die Delfine einkreisen zu können, müssen die Tiere aber zuvor praktisch bis zur Erschöpfung gejagt werden. Bei dieser Hetzjagd können Delfinmütter den Kontakt zu ihrem Nachwuchs verlieren", sagt Carl Safina vom Blue Ocean Institute.

Dreiteilige Grafik des Einsatzes von Ringwadennetzen: das Netz wird ausgebracht, umkreisen einer Delfinschule, Zuziehen des Netzes in der Tiefe, so dass eine gigantische runde Netztasche entsteht, die Bord des Fischkutters gezogen wirdWissenschaftler der National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) und des Blue Ocean Institute konnten laut einer Studie aus dem Jahr 2007 säugende Mütter, aber keine Delfinbabys in den Netzen der Fischer beobachten. "Werden noch von der Muttermilch abhängige Delfinbabys von ihrer Mutter getrennt, haben sie kaum Überlebenschancen", erklärt die GRD.

Zudem wirkt sich die Jagd und der damit verbundene Stress negativ auf die Gesundheit und Fortpflanzungsfähigkeit der Meeressäuger aus.

Unzählige Delfinschulen werden bis zu dreimal am Tag von den Netzen der Thunfischfänger eingekesselt
Dabei verletzen sich viele Tiere und sterben, nachdem sie lebend aus dem Netz befreit wurden. Bei einer Untersuchung von toten Delfinen wies das Herz bei allen Tieren furchenartige Narben auf, wie sie sich bei durch Stress verursachtem Muskelriss und nachfolgendem Zusammenwachsen bilden.

Beginnend in den späten 1950er-Jahren bis Anfang der 1990er-Jahre hatte die Thunfischindustrie allein im ETP durch das Umkreisen von Delfinschulen beim Thunfischfang nach Berechnungen des EII mehr als 7 Millionen Delfine getötet. Damals ließ man die Delfine einfach in den Netzen sterben.

Es war die größte Massenvernichtung von Meeressäugern in der Geschichte der Menschheit!
Der tödliche Delfinbeifang ging seither zwar drastisch zurück. Doch wider Erwarten haben sich die Bestände im Tropischen Ostpazifik, vor allen Dingen die der Nordöstlichen Fleckendelfine und der Östlichen Spinnerdelfine, nicht von den Massakern der Vergangenheit erholt. Hauptgrund dafür sind nach Ansicht der meisten Experten die unter dem IATTC-Label operierenden Fischereien aus Mexiko, Venezuela, Kolumbien und El Salvador, die nach wie vor beim Thunfischfang Delfine einkreisen.

Unter dem Label SAFE des Earth Island Institute (EII) ist dieses Einkesseln von Delfinen mit Ringwaden zum Fang von Thunfisch strikt verboten, auch wenn nach den Vorgaben des IATTC die Delfine wieder befreit werden müssen. "Man kann bei dieser Methode noch nicht einmal von unbeabsichtigtem Beifang sprechen, da ganz gezielt Delfine gequält werden, um Thunfisch zu fangen", erklärt die GRD. "Das hat nichts mit selektivem Fischfang zu tun, wie auf den Dosen behauptet wird.".

Wirklich delfinsicher ist nur der Thunfisch mit dem Logo SAFE des Earth Island Institute bzw. die Firmen und Marken, die auf unserer Verbraucherliste genannt werden. Wer sicher gehen will, dass an seinem Thunfisch kein Blut von Delfinen klebt, sollte sich an das Logo SAFE bzw. an die regelmäßig aktualisierte Verbraucher-Checkliste der GRD halten.

U.Kirsch

GRD-Verbraucher-Checkliste:
⇒ Dieser Thunfisch ist "delfinsicher"

Verpackung des delfintödlichen Dosentunfischs, der von EDEKA verkauft wurdeGRD-Stellungnahme zu den Aussagen von EDEKA und WWF zum Thema delfintödlicher Thunfisch aus dem Ostpazifik: Fakten zu den Behauptungen von EDEKA und WWF in Bezug auf den bei EDEKA mit WWF-Empfehlung erhältlichen delfintödlichen Thunfisch aus dem Ostpazifik.

Kurz gefasst kann man sagen, dass alles, was die Fischerei im Ostpazifik anbelangt, auch für das Kontrollprogramm für delfinsicheren Thunfisch/SAFE gilt. Mit einem gravierenden Unterschied: SAFE geht weit über die Anforderungen der Fischereikommission IATTC hinaus!

Denn anders als EDEKA und WWF nehmen wir den Tod von jährlich mehreren Hundert Delfinen beim Thunfischfang nicht einfach als "Kollateralschaden" hin.

Dass man Thunfisch fangen kann, ohne Delfine zu töten, machen GRD und EII seit nunmehr fast 20 Jahren mit ihrem Kontrollprogramm für delfinsicheren Thunfisch/SAFE vor.

Seit 20 Jahren kämpft die GRD dafür, dass kein delfintödlicher Thunfisch auf den deutschen Markt kommt. Wer sicher gehen will, dass an seinem Thunfisch nicht das Blut von Delfinen klebt, hält sich an unsere Positivliste oder an Thunfisch mit dem Logo SAFE.

Unsere Klarstellungen finden sich jeweils nach den Aussagen der WWF-Standardantwort, die in weiten Teilen der von EDEKA entspricht.

WWF: Der WWF bewertet die Ringwaden-Fischerei auf Gelbflossenthun (Thunnus albacares) im östlichen Pazifik (östlicher Zentralpazifik und nördlicher Südost-Pazifik) als gute Alternative. Sie gehört zu den umweltschonendsten Thunfisch-Fischereien weltweit. In dieser Fischerei werden - anders als in den meisten Thunfisch-Fischereien - keine Lockbojen (sogenannte fish-agreggating-devices - FADs) eingesetzt.

GRD: In der vom WWF empfohlenen Fischerei im Ostpazifik ist der Einsatz der erwähnten FADs nicht verboten. Die Aussage des WWF ist falsch, da Lockbojen auch dort zum Einsatz kommen. So wurden beispielsweise im Jahr 2009 dort 8.800 Mal FADs (Lockbojen) eingesetzt.

WWF: Diese Fischerei, erfüllt die Ansprüchen des rechtlich verbindliche Delphin-Schutz Programm "Agreement on the International Dolphin Conservation Program (AIDCP)" von der regionalen Fischereikommission (Inter-American-Tropical-Tuna-Commission - IATTC) und hat effektive Maßnahmen ergriffen…Logo des SAFE-Thunfischlabels

GRD: Das Delfinschutzprogramm AIDCP wurde vom Earth Island Institute und von der GRD NIE anerkannt, weil unter diesem Programm ganz offiziell Delfine beim Thunfischfang sterben dürfen. Die Fischereikommission IATTC vergibt "Delfin-Todesquoten" an die Fangschiffe. 2009 kamen so knapp 1.300 Delfine elendig ums Leben.

WWF: Die Delfinpopulationen erholen sich, es gibt über 900.000 Tiere, Tendenz steigend.

GRD: Im Fanggebiet, für das die IATTC zuständig ist, leben Populationen von drei verschiedenen Delfinarten: Östlicher Spinnerdelfin, Nordöstlicher Fleckendelfin und Gemeiner Delfin.

Von den beiden Hochseearten (Spinner- und Fleckendelfin) sollen im IATTC-Fanggebiet ursprünglich einmal mindestens 5 Millionen Tiere gelebt haben. Seit den späten 1950er Jahren, als man begann beim Thunfischfang Netze um Delfinschulen zu setzen, sank die Populationsgröße dieser beiden Arten um 80 Prozent!

Vom Gemeinen Delfin, der in verschiedenen Populationen entlang der Küsten von Zentral- und Südamerika vorkommt, sind keine Zahlen über Bestand und Entwicklung der Populationen bekannt, da die betroffenen Länder sich weigern, einer Aufforderung der der US-Fischereibehörde nachzukommen und Bestandserhebungen für diese Art durchzuführen.

Es mag zwar eine langsame Zunahme der Populationsstärke geben, doch keine der betroffenen Arten erholt sich in dem Maße, das man erwarten könnte, wenn die Delfinfangmethode nicht eingesetzt würde. Dies haben Wissenschaftler der US-Fischereibehörde festgestellt. Die IATTC selbst führt KEINE Bestandserfassungen über den Zustand der in ihrem Fanggebiet lebenden Delfinpopulationen durch!

WWF: Die Netze sind so konstruiert, dass Delphine Fluchtmöglichkeiten haben. Zudem sorgen Taucher dafür, dass Delphine, die versehentlich doch mit Netzen zusammengetrieben wurden, lebend wieder frei gesetzt werden, bevor das Netz zusammengezogen und an Deck gehievt wird.

GRD: Die Delfine werden bei dieser Fangmethode nicht versehentlich mitgefangen, sondern GEZIELT gehetzt und mit dem Netz eingekreist! In besagter Region gibt es das biologische Phänomen, dass Thunfische unter Delfinen schwimmen. Fischer nutzen die Delfine zur Ortung der Thunfische, setzen die Netze gezielt um die Delfine und ziehen das Netz unten zu. Vor dem Anbordholen wird das Netz zum Teil abgesenkt, damit die Delfine hinausschwimmen können.

Zwei Männer tragen einen toten Spinner-Delfin an Bord eines Ringwadenfischkutters zu einem aufgeschichteten Turm aus weiß gefärbten Netz-SchwimmkörpernAllerdings können die Delfine nicht immer rechtzeitig gerettet werden. Die Prozedur als solche (Hetzen und Einkreisen) ist für die Tiere extrem belastend, Mutter-Kind-Paare werden auseinandergerissen. Es handelt sich schlichtweg um Tierqäulerei!

Viele Delfine sterben nicht im Netz, sondern nach der Freilassung an den erlittenen Verletzungen. Manche Delfingruppen werden bis zu 3 Mal am Tag gejagt! Sogar Dynamit setzen manche Fischer zum Zusammentreiben der Delfine ein! Im Jahr 2009 wurden knapp 11.000 Mal Netze um Delfinschulen gesetzt!

Wäre die vom WWF empfohlene Fangmethode unbedenklich, müsste die Delfinsterblichkeitsrate 0 sein (siehe oben). Das ist sie aber nicht. Diese Fangmethode wirkt sich schädlich auf Gesundheit und Fortpflanzungsfähigkeit der Delfine aus, das ist wissenschaftlich erwiesen.

WWF: AIDCP ist von Greenpeace, WWF sowie von der EU-Kommission als zu unterstützendes, strenges Delphinschutzprogramm anerkannt.

GRD: GRD und EII haben das AIDCP noch nie als ernst zu nehmendes Delfinschutzprogramm anerkannt.

Greenpeace USA erkennt das AIDCP mit Sicherheit nicht an. Dass die EU-Kommission dies billigt ist verständlich, sie ist ja selbst Mitglied der Fischereikommission IATTC.

Allerdings ist die EU für uns in Sachen nachhaltige Fischerei und Beifangreduzierung kein Maßstab, denn sie schafft es ja noch nicht einmal in EU-Gewässern, die Fischbestände zu erhalten bzw. zu schonen. Nicht umsonst ist die GRD Mitglied bei OCEAN2012, einer Koalition von Naturschutzorganisationen, die strengere Maßnahmen zur nachhaltigen Fischerei von der EU fordern.

Ein Gelbflossenthunfisch wird auf einem japanischen Fischmarkt begutachtetWWF: Der Bestand des Gelbflossenthuns im östlichen Pazifik ist voll genutzt.

GRD: Stimmt, der Bestand steht also am Rande der Überfischung. Daher ist es uns ein Rätsel, wie man diese Fischerei als nachhaltig und bestandserhaltend bezeichnen kann. Unter dem Kontrollprogramm für delfinsicheren Thunfisch/SAFE der GRD erwerben die beteiligten deutschen Importeure und Händler daher auch größtenteils die Thunfischart "Skipjack", eine robuste Art, deren Bestände größtenteils noch nicht voll ausgeschöpft sind.

WWF: Es sind Management-Maßnahmen ergriffen worden, um die Fangkapazität in dieser Fischerei zu limitieren, damit nur so viel Thunfisch gefischt wird wie auch nachwachsen kann.

GRD: Die GRD, ebenso wie das Earth Island Institute und andere Umweltorganisationen sowie die Wissenschaftler der IATTC, halten die derzeitigen Fischerei-Management-Maßnahmen für ungenügend, um den Bestand der Gelbflossenthunfische im tropischen Ostpazifik stabil zu halten. Das EII und die GRD schließen sich den Forderungen der IATTC-Wissenschaftler an und fordern unter anderem längere Schonzeiten (also Fangverbote insbesondere zu den Laichzeiten der Thunfische).

WWF: Die Fischereikontrollen sind gut, auf jedem Fangschiff gibt es einen unabhängigen Beobachter, der die Fänge überwacht und and die regionale Fischereikommission (IATTC) meldet.

GRD: Stimmt. Das gilt auch für den unter SAFE gefangenen Thunfisch.

Aber: SAFE geht weiter und verbietet das Setzen von Netzen um Delfine!

Wer sicher gehen will, dass an seinem Thunfisch kein Blut von Delfinen klebt, sollte sich an das Logo SAFE bzw. an die regelmäßig aktualisierte Verbraucher-Checkliste der GRD halten.

GRD-Verbraucher-Checkliste:
⇒ Dieser Thunfisch ist "delfinsicher"

Delfinschützer und Bambi-Preisträger Ric O'Barry mit Baseballkappe hält in der rechten Hand eine Tunfischdose von Edeka, seine linke Hand hält er mit dem ausgestreckten Daumen nach unten zeigendPressemitteilung, 29.03.2012 - Richard O'Barry (Held des Oscar-prämierten Dokumentarfilms "Die Bucht" 2010, Bambi-Preisträger 2011, Ex-TV-"Flipper"-Trainer) aus Miami warnt eindringlich vor "delfintödlichem" Dosenthunfisch, der von EDEKA verkauft wird: "Es ist schändlich und verdammenswert, dass sich einer der größten deutschen Lebensmitteldiscounter an grausamen Delfinmorden beteiligt und bereichert. Damit stellt sich EDEKA moralisch auf eine Stufe mit den japanischen Fischern in Taiji, die jedes Jahr Hunderte Delfine brutal abschlachten."

Beim Fang der von EDEKA vermarkteten Thunfischprodukte starben nach offiziellen Angaben allein 2010 etwa 1200 Delfine als Beifang - wobei Experten von einer weit höheren Dunkelziffer sprechen. Die intelligenten Meeressäuger ertrinken langsam und äußerst qualvoll in den Ringwadennetzen der Fangschiffe, deren Thunfisch-Filets dann nett etikettiert als "naturschonend und selektiv gefangen" von EDEKA in Deutschland verkauft werden.

"EDEKA watet im Blut toter Delfine, nicht anders wie die japanischen Delfinfänger", erklärt der Diplom-Biologe Ulrich Karlowski, von der Gesellschaft zur Rettung der Delphine (GRD) aus München.

Logo SAFE"Leider erweist sich EDEKA seit nun einem Jahr als beratungsresistent. Man beharrt darauf, weiter aktiv am Delfinmorden teilzunehmen und den Verbraucherinnen und Verbrauchern in Deutschland Dosenthunfisch, an dem Delfinblut klebt, anzubieten", so Karlowski. Dosenthunfisch, der nachweislich "delfinsicher" ist, erkennt man am Logo SAFE oder man zieht die GRD-Verbraucher-Checkliste zurate.

Richard O'Barry wird vom 29. März bis 19. April in Deutschland, der Schweiz und in Dänemark an Aktionen gegen Delfinarien teilnehmen und hierbei auch den "Delfin-Killer-Thunfisch" von EDEKA thematisieren.
GRD-Presse

Zum Schutz von Delfinen und anderen Meeressäugetieren sollte man generell weniger Fisch essen und auf Fischarten verzichten, deren Fischerei unselektiv und mit einer hohen Beifangrate verbunden ist.

Logo SAFELogo FoSGreifen Sie unbedingt auf nachhaltig gefangene Produkte, z.B. von Friend of the Sea (FoS) oder bei Dosenthunfisch auf Produkte mit dem Label SAFE zurück.

GRD-Verbraucher-Checkliste:
⇒ Dieser Thunfisch ist "delfinsicher"

images/stories/logos/safe-blau100x100.jpgPressemitteilung, 18.04.2012 - Als großen Erfolg für den Delfinschutz wertet die Gesellschaft zur Rettung der Delphine e.V. (GRD) die jetzt von EDEKA getroffene Entscheidung, keine "delfin-tödlichen" Dosenthunfischprodukte mehr zu beziehen.

Die GRD hatte seit dem vergangenen Jahr Verbraucherinnen und Verbraucher vor dem Verzehr des EDEKA-Thunfischs, bei dessen Fang jährlich etwa 1.200 Delfine als Beifang grausam getötet werden, gewarnt: "An diesem Thunfisch klebt das Blut von Delfinen".

„Wir freuen uns sehr, dass sich EDEKA, zwar aus fadenscheinigen Gründen aber immerhin, entschlossen hat, nicht weiter aktiv am Delfinmorden teilzunehmen“, erklärt der Diplom-Biologe Ulrich Karlowski von der GRD. In einem der GRD vorliegenden Schreiben von EDEKA heißt es: „Die Bestandssituation des … verwendeten Gelbflossen-Thunfischbestands hat Ende 2011 … eine Umbewertung … erfahren. Daher erfüllt dieses spezifische Produkt nicht mehr unsere Kriterien und wird deshalb nicht mehr von uns bezogen“.

Die GRD hatte allerdings bereits Anfang 2011 darauf hingewiesen, dass der von EDEKA verwendete Gelbflossen-Thunfischbestand kritisch ist und als gefährdet eingestuft werden muss.

Delfinschützer und Bambi-Preisträger Ric O'Barry mit Baseballkappe hält in der rechten Hand eine Tunfischdose von Edeka, seine linke Hand hält er mit dem ausgestreckten Daumen nach unten zeigendIn den USA war und ist der Verkauf der von EDEKA angebotenen Thunfischprodukte schon immer verboten, weil sie die strengen US-Vorgaben für "delfinsicher" gefangenen Thunfisch nicht erfüllen. In Deutschland werden die EDEKA-Thunfischdosen, an denen das Blut von Delfinen klebt, allerdings noch eine Weile in den Regalen der EDEKA-Supermärkte zu finden sein.

Ende März dieses Jahres hatte der Bambi-Preisträger und Delfinschützer Ric O’Barry sich dem Protest der GRD angeschlossen und den EDEKA-Dosenthunfisch als "blutige Schande" verdammt.

Zum Schutz von Delfinen und anderen Meeressäugetieren sollte man generell weniger Fisch essen und auf Fischarten verzichten, deren Fischerei unselektiv und mit einer hohen Beifangrate verbunden ist.
GRD-Presse

Logo des SAFE-ThunfischlabelsLogo FoSGreifen Sie unbedingt auf nachhaltig gefangene Produkte, z.B. von Friend of the Sea (FoS) oder bei Dosenthunfisch auf Produkte mit dem Label SAFE zurück.

 

GRD-Verbraucher-Checkliste:
⇒ Dieser Thunfisch ist "delfinsicher"

 

Delfine suchen Freunde!

Drei Spinnerdelfine im Roten Meer. Sie schwimmen eng zusammen aneinander geschmiegt als würden sie ein Unterwasserballet aufführen.Werden Sie noch heute ein Freund der Delfine
Wir freuen uns über jeden neuen Förderer, der unsere Arbeit
unterstützen möchte (Jahresbeitrag ab 35,00 €).

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SAFE

Logo SAFEDas Logo "SAFE" ist vom EII geschützt und wird ausschließlich an Firmen vergeben, die am Kontrollprogramm für "delfinsicheren" Thunfisch beteiligt sind. Allerdings ist das SAFE-Logo noch nicht auf allen anerkannten "delfinsicheren" Marken zu finden.

  • Dank SAFE gehört die Dosen-Thunfischindustrie heute zu den weltweit am besten überwachten Fischereien überhaupt.
  • Ohne SAFE wären die im tropischen Ostpazifik heimischen Schlank- und Spinnerdelfinpopulationen schon längst ausgerottet!