Seit Anfang der 90er-Jahre setzt die GRD das internationale Kontrollprogramm für delfinsicheren Thunfisch (SAFE) des amerikanischen Earth Island Institute (EII) in Deutschland um.

Die SAFE angeschlossenen deutschen Importeure und Händler haben sich verpflichtet, nur Thunfisch anzubieten, der nicht mit Treibnetzen oder durch das Setzen von Netzen um Delfinschulen gefangen wurde.

Durch SAFE wurde "delfintödlicher" Dosenthunfisch weltweit weitestgehend vom Markt gefegt. SAFE kontrolliert heute über 90 Prozent des weltweiten Handels in Europa, Kanada, Australien und in den USA, wo der meiste Dosenthunfisch verbraucht wird.

 

Dank SAFE bleiben jedes Jahr 80.000 - 100.000 Delfine vom grausamen Tod als Beifang im Fischernetz verschont!

Die Kriterien von SAFE werden von zahlreichen Tier- und Naturschutzorganisationen unterstützt, darunter Greenpeace (USA), Humane Society of the US (HSUS), Humane Society International (HSI), Defenders of Wildlife, Animal Welfare Institute (AWI), Friends of the Earth, Sierra Club, Marine Connection (UK) oder International Wildlife Coalition (IWC).

Fischlabel, die alle Aspekte des Thunfischfangs (Nachhaltigkeit) berücksichtigen, haben in jüngster Zeit begonnen, auch Thunfisch zu zertifizieren. Dazu zählt z.B. FoS (Friend of the Sea). FoS-zertifizierter Thunfisch muss dabei zwingend auch die SAFE-Kriterien erfüllen.

Das SAFE-Logo.Das Logo "SAFE" ist vom EII geschützt und wird ausschließlich an Firmen vergeben, die am Kontrollprogramm für "delfinsicheren" Thunfisch beteiligt sind. Allerdings ist das SAFE-Logo noch nicht auf allen anerkannten "delfinsicheren" Marken zu finden.

Senden Sie uns in Zweifelsfällen eine E-Mail: info[AT]delphinschutz.org. Um sicher zu gehen, ob ein Dosenthunfischprodukt wirklich "delfinsicher" gefangen wurde, können Sie dies mit unserer Verbraucher-Checkliste überprüfen:

GRD-Verbraucher-Checkliste:
⇒ Dieser Thunfisch ist "delfinsicher"

 

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Die größte Massenvernichtung von Meeressäugern in der Geschichte der Menschheit

Beginnend in den später 1950er Jahren bis Anfang der 1990er Jahre hatte die Thunfischindustrie allein im tropischen Ostpazifik (ETP) durch das Umkreisen von Delfinschulen beim Thunfischfang mit so genannten Ringwadennetzen nach Berechnungen des EII mehr als 7 Millionen Delfine getötet.

Nachdem 1989 erschreckende Undercover-Videoaufnahmen den millionenfachen Delfin-Mord beim Thunfischfang mit Ringwadennetzen dokumentierten und einen weltweiten Aufschrei bewirkten, erklärten die großen Thunfischanbieter in den USA (z.B. Heinz, Starkist), keinen mit diesen kriminellen Methoden gefangenen Thunfisch mehr zu verarbeiten und zu verkaufen.

Um Gewissheit über die Einhaltung dieser Erklärung zu bekommen, etablierte das Earth Island Institute (EII) bereits Ende 1990 das International Monitoring Program (IMP/SAFE) mit bindenden Richtlinien für die Thunfischindustrie.

Diese Richtlinien verlangen, dass Thunfisch weder durch Umkreisen von Delfinen durch Ringwadennetze im Tropischen Ost-Pazifik (hier sind Delfine mit Gelbflossen-Thunfischen vergesellschaftet) noch durch Treibnetze gefangen wird.

Die SAFE-Kriterien

SAFE verlangt die Einhaltung der folgenden Bedingungen für "delfinfreundlich" gefangenen Thunfisch:

  • Auf der gesamten Fangfahrt dürfen Delfine weder gejagt noch mit Netzen umkreist werden.
  • Treibnetze dürfen nicht zum Einsatz kommen.
  • Während des Setzens von Netzen dürfen Delfine weder getötet noch ernsthaft verletzt werden - auch nicht unabsichtlich.
  • Weder auf den Fangschiffen noch in den Verarbeitungsbetrieben darf "delfinfreundlich" gefangener Thunfisch mit "delfintödlich" gefangenem vermischt werden (dazu zählen auch als Beifang versehentlich getötete Delfine).
  • Bei Fangfahrten im ETP (tropischer Ostpazifik) müssen Fangschiffe mit mehr als 400 Bruttoregistertonnen einen unabhängigen Beobachter an Bord haben, der die Einhaltung der SAFE-Kriterien attestiert.
  • Das SAFE-Programm beinhaltet Maßnahmen zur Beifangreduzierung für Meeresschildkröten, Haie und andere nicht gezielt befischte Arten, um die durch Fischerei entstehenden Schäden im Ökosystem zu minimieren. Dem SAFE-Programm angeschlossene Fischereien werden dazu angehalten, auf den Fang von Jung-Thunfischen zu verzichten und diese, wie auch alle anderen Beifangarten, wieder freizulassen.

Wie kontrolliert das EII die Einhaltung der Verträge?

EII Dolphin Safe Monitoring Crew.

Das IMP/SAFE beschäftigt Kontrolleure, die Thunfischfänge beim Anlanden und in den Lager- und Verarbeitungshallen kontrollieren.

Mit Treibnetzen gefangener Thunfisch ist z.B. an typischen Verletzungen durch die feinen Nylonmaschen des Netzes erkennbar. Ebenfalls werden Zufallskontrollen an Bord der Fangschiffe durchgeführt, oder die Beobachter des IMP/SAFE gehen mit auf Fangfahrten.

Das IMP/SAFE verlangt Angaben über die Namen und Flaggen der Fangschiffe, das Fanggebiet, die angewandte Fangmethode, das Datum der Fangzeit und des Anlandens, die Mengen des gefangenen Thunfisches, den Standort der Verarbeitungsfabriken, die Kapazität der Kühlhallen, die Herstellungsmengen pro Tag in Tonnen sowie das System der Codierung auf den Dosen und die Etiketten der Thunfischmarken. Diese Angaben werden überprüft, und mit ihrer Hilfe wird der Weg des Thunfisches bis in die Dose mit Etikett verfolgt.

Den IMP/SAFE-Kontrolleuren muss von allen betroffenen Firmen Einsicht in die Unterlagen gewährt werden. Nur diejenigen Firmen, die sich strikt an die Richtlinien des EII halten und regelmäßig überprüft werden, werden als bestätigt in die Listen aufgenommen. Die IMP/SAFE-Kontrolleure sind erfahren auf den Gebieten Umweltschutz, Fischerei und Meeresbiologie.

Das IMP/SAFE führt darüber hinaus Forschungsprogramme und Studien zur Aufklärung über ökologisch verträgliche Fischfangmethoden, über die Mengen und die Spezies des gefangenen Thunfisches sowie über den Anteil des Beifangs durch.

Als ein Ergebnis der Bemühungen des IMP/SAFE wurde 1994 jeglicher Verkauf von "delfintödlichem" Thunfisch in den USA verboten. Im Juni 1994 trat als ein US-Gesetz der "International Dolphin Conservation Act" in Kraft.

Wo ist SAFE verbreitet?

SAFE-Kontrolleure sind weltweit tätig. Thunfischimporteure und -händler werden Land für Land angegangen, aufgeklärt und vertraglich gebunden, keine Treibnetzware mehr zu beziehen.

In diesen Ländern gibt es entweder überprüfte "delfinsichere" Thunfischverarbeiter oder SAFE ist dort mit verschiedenen Projekten zur Einbindung von Fischern, Verarbeitern, Importeuren und Verbrauchern in das Thunfisch-Kontrollprogramm zur Beendigung des sinnlosen Massenmordes an Meeressäugetieren beschäftigt.

Die GRD und der deutsche Thunfischmarkt

Weltumsegler warf Fischdosen aus Regal.Die Gesellschaft zur Rettung der Delphine e.V. (GRD), von Weltumsegler Rollo Gebhard zur Bekämpfung der Treibnetzfischerei und des millionenfachen Mordes an Delfinen ins Leben gerufen, begann direkt nach ihrer Gründung 1991 mit einem in allen Medien verbreiteten Aufruf an die Verbraucher, auf den Kauf von Thunfischkonserven zu verzichten, nachdem auf gesetzlichem Weg keine Aussicht bestand, die Einfuhr von Treibnetz-Thunfisch und von Thunfisch, der durch Umkreisen von Delfinen mit Ringwadennetzen gefangen wurde, zu verbieten.

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1993 gelang es der GRD dann, deutsche Thunfischimporteure und -händler an den Verhandlungstisch zu bringen. Durch zähe Verhandlungen erreichte die GRD, bis heute über 95% der Importeure zu verpflichten, nur bei Firmen einzukaufen, die SAFE angeschlossen sind und keinen "delfintödlichen" Thunfisch anbieten. Sie haben den Vertrag mit dem EII unterschrieben, demzufolge sie mit Verarbeitern, die auch nur in kleinen Mengen Treibnetzware anbieten, keine Geschäftsbeziehungen mehr unterhalten.

Welche Kontrollen werden in Deutschland von der GRD durchgeführt?

Thunfisch-Einkaufsbelege: Alle bestätigten deutschen Importeure müssen vierteljährlich Kopien ihrer Einkaufsbelege der GRD zur Überprüfung überlassen. Hier wird noch einmal verglichen, ob die dort aufgeführten Thunfischverarbeiter vom EII erfasst sind. Selbstverständlich unterliegen alle Angaben der Firmenbelege dem Datenschutz und werden von uns streng vertraulich behandelt.

Wird ein vom EII nicht bestätigter Verarbeiter entdeckt, fordert die GRD die Firma zur Stellungnahme auf und meldet dies gleichzeitig an das EII. Sollte sich herausstellen, dass der Verarbeiter tatsächlich nicht dem Kontrollprogramm angeschlossen ist und nach Aufforderung durch das EII auch nicht bereit ist, sich diesem anzuschließen, verpflichtet das EII den Importeur, den Einkauf bei dem Verarbeiter sofort einzustellen und die Ware einzuziehen. Die Einhaltung dieser Auflage wird von Mitarbeitern des EII überwacht.

Supermarktkontrollen: Mit Unterstützung von ehrenamtlichen Helfern, den GRD-Aktionsgruppen und Förderern wird mit vorgefertigten Formularen in den deutschen Supermärkten das Thunfischangebot überprüft. Alle für die Kontrolle wichtigen Daten, die sich auf den Thunfischdosen befinden (Thunfisch-Marke und -Art, Name und Adresse des Verarbeiters/Importeurs, Herkunftsland, Codenummer), und die Anschrift des Supermarktes werden in die "Thunfisch-Überwachungsblätter" eingetragen und an die GRD-Zentrale gesandt.

Überprüfung der Daten aus den Supermarktkontrollen: Die GRD überprüft anhand der vom EII vorliegenden Liste, ob alle gefundenen Thunfischkonserven von Verarbeitern/Importeuren stammen, die sich dem Kontrollprogramm angeschlossen haben. Wenn Konserven von nicht bestätigten Verarbeitern/Importeuren auftauchen, werden die betreffenden Firmen umgehend zum Beitritt aufgefordert.

Diejenigen Firmen, die sich trotz Aufforderung nicht zur Kooperation entschließen können, werden auf eine interne "Negativ-Liste" gesetzt.

Bei Rückfragen von Interessierten und Supermärkten bitten wir darum, die Thunfischkonserven dieser Firmen nicht einzukaufen, sondern sich ausschließlich an unsere "Positivliste" und Ware mit dem Logo SAFE zu halten.

Erfassung aller Daten: Alle Daten aus den Überwachungsblättern werden von uns erfasst und ausgewertet, um einen vollständigen Überblick über das Angebot in den deutschen Supermärkten zu erhalten. Die Supermarktkontrollen erstrecken sich auf die gesamte Thunfischeinfuhr und die Überprüfung der Einkäufe der Importeure. Sie kosten viel Zeit und sind sehr aufwändig.

Sind die Kontrollen des EII und der GRD lückenlos?

Wie bei allen Kontrollen dieser Art ist eine 100%ige Überwachung nicht möglich. Aber durch die Unterzeichnung der Verträge, die ständige Überprüfung der Handelsbelege und die jederzeit möglichen SAFE-Kontrollen vor Ort und der GRD-Mitarbeiter in Deutschland ist eine abschreckende Wirkung auf Betriebe gegeben, die durch heimliche Einschleusung von Treibnetzware ihren Absatz aufs Spiel setzen.

Laut Vertrag darf der deutsche Importeur von einer Firma, die nachweislich Treibnetzfisch verarbeitet hat, keine Ware mehr beziehen. Dies trifft die Firma viel härter als etwa eine Geldbuße.

Welche Bedeutung haben die verwendeten Logos oder Aufdrucke "delfinfreundlich gefangen"?

Bis auf das neue Logo SAFE (geschütztes und durch EII eingetragenes Warenzeichen), sind andere Logos oder Aufdrucke in Deutschland nicht geschützt und werden auch von Importeuren verwendet, die nicht dem Kontrollprogramm angeschlossen sind. Berücksichtigen Sie deshalb beim Kauf die auf unserer Thunfischliste angegebenen Marken und Importeure oder halten Sie Ausschau nach Ware mit dem SAFE-Logo.

Warum rufen wir nicht zum Boykott auf?

Die Thunfischindustrie hat durch die Unterzeichnung und Einhaltung der Verträge ihren Beitrag geleistet, den in Treibnetzen oder durch Umkreisen von Delfinen mit Ringwadennetzen gefangenen Thunfisch unverkäuflich zu machen. Damit haben sie die zunächst vom deutschen Verbraucher ausgeübte Kaufverweigerung auf die nächste, höhere und weitaus wirkungsvollere Ebene - nämlich zum Thunfischverarbeiter - verlagert. Die Thunfischindustrie selbst boykottiert jetzt delfin-tödliche und ökologisch schädliche Ware.

Würde ein genereller Thunfischboykott fortgesetzt, welche Veranlassung hätten die kooperativen Firmen noch, sich den Einschränkungen der Verträge zu unterziehen? Sie würden dann aus Gründen der Preispolitik und des Konkurrenzkampfes auf Billigangebote zurückgreifen. Opfer wären die Delfine und unzählige andere Meerestiere!

Ohne SAFE wären die Ozeane heute sehr viel leerer, es gäbe weitaus weniger Delfine und auch weniger Thunfische mit den entsprechenden nachgelagerten Folgen für das gesamte Ökosystem der Meere.

Generell empfehlen wir allerdings, weniger Fisch zu essen. Die Ozeane sind akut überfischt, viele Zielfischarten, darunter auch einige Thunarten, sind vom Aussterben bedroht.

 

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Ulrike Kirsch
Tel.: 089 - 74 16 04 10
E-Mail: ulrike.kirsch[AT]delphinschutz.org