Schüler mit ihren Strandfunden. Hallo liebe Freunde und Unterstützer des Küsten- und Flusswächterprojekts,

heute, am 19. Mai, haben wir mit den Schulbesuchen und Freiland-Begehungen mit den Schülern begonnen. In der Schule Kupfermühle habe ich gemeinsam mit den Lehrern und knapp 40 Kindern den praktischen Einstieg ins Projekt gemacht:

Untersuchung eines Küstenabschnitts
Wir haben einen Küstenabschnitt ausgewählt und sind diesen 200 Meter abgegangen und haben den Bereich markiert mit einem Ast und Steinen.

Dann haben wir etwas Hartes, Weiches, Eckiges und Rundes und etwas besonders Schönes gesucht. Ich habe mich vorgestellt und nach den Erwartungen gefragt. Die Kinder haben beschrieben, welche Erfahrungen sie schon an dem Küstenabschnitt gemacht haben und wir haben die Fundstücke sortiert und besprochen.

Wir haben über Feuersteine gesprochen und eine Ohrenqualle gefunden. Dann haben wir Müll gesammelt. Da waren die Kinder ganz verrückt nach. Dann haben wir den Müll sortiert und uns überlegt, was für Müll das jeweils war und woher er wohl stammt und wie lange er ungefähr braucht, um sich zu zersetzen.

Wir sind dann zurück in die Schule gegangen und die Kinder haben eine Skizze ihres Küstenabschnittes gemacht. Dann habe ich eine Gruppe genommen und in der Sporthalle das Schweinswalspiel, das in unserer Umwelt-Broschüre beschrieben ist, gespielt. Vorher erzählte ich ein bisschen etwas über die Biologie der Schweinswale und dass die Schweinswale mithilfe der Echoortung jagen und daher empfindlich gegenüber Lärm sind.

Dann haben die Kinder ein paar weitere Gefahren aufgelistet: Meeresverschmutzung, Fischerei, zunehmender Schiffsverkehr und Windparks im Meer wurden genannt.

Fundstück Feuerstein. Das Schweinswalspiel
Ein Kind war bei dem Spiel ein Schweinswal und hatte ein Band um die Augen, ein anderes Kind war der Fisch. Beide standen im Kreis. Die anderen Kinder bildeten drum herum einen Kreis. Dann sollte der Schweinswal "Klickklick" sagen und kurz danach der Fisch "Klickklick" antworten. Die anderen Kinder haben dann Störgeräusche gemacht, z.B. also "tttt" gesagt, was die Jagd des blinden Schweinswals im Kreis sehr erschwert hat, er konnte den "Fisch" nicht mehr "orten" und nicht fangen.

Das hat den Kindern riesig Spaß gemacht. Im Nu waren 3 Stunden um und ich habe mich verabschiedet.

In der einen Klasse habe ich noch kurz gesagt, dass genau bei dem ausgesuchten Küstenabschnitt Stellnetze stehen, die man an den orangenen Fahnen erkennt. Ich erwähnte, dass die Schweinswale sich leider oft darin verheddern.

Ohne dass ich mehr gesagt habe, meinte ein Kind, ob man nicht die Stellnetze einfach kaputtmachen könne. Ich sagte, dass wir natürlich nichts zerstören und keine Gewalt anwenden dürfen und wollen, aber dass es ganz toll wäre, wenn sich die Kinder Gedanken machen, wie man das Problem mit den Stellnetzen lösen könnte (es war eine 3. Klasse).

Lea Stanke mit Schülern an der Ostseeküste. Gleich sagte ein Kind, dass man doch Buntgarnnetze wie früher nehmen könnte, und dass der Staat die bezuschussen könnte. Ein anderes Kind meinte, dass man doch Schutzgebiete einrichten kann, wo nicht gefischt werden darf. Das hat mich verblüfft, dass die Kinder so gut informiert und pfiffig waren.

Petition an Umweltminister Habeck
Dann sagte ich, dass eine Möglichkeit wäre, dass man Unterschriften sammelt für so etwas und dass man unserem Umweltminister Habeck ja eine Petition überreichen könnte. In jedem Fall sind die Kinder alle echt großartig gewesen. Ich meinte am Ende noch, dass die Fischer es ja einfach eventuell nicht besser wissen oder machen können, weil sie selbst nicht viel Geld haben und überleben müssen.

Da riefen aber alle Kinder vehement, dass sie keinen Fisch essen werden, wenn dafür Wale sterben müssen. Naja, ich liebe jedenfalls dieses unmittelbare Gerechtigkeitsdenken der Kinder.
Lea Stanke Projektleiterin, Protect Nature e.V.
Fotos: Dirk Thaysen

Schweinswale suchen Freunde!

Ein Schweinswal schaut neugierig aus dem Wasser. Foto: S.Koschinski | FjordBaelt, DK, fjord-baelt.dk

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