Begeisterte Kindergruppe an Bord der Pippilotta. Heute sind wir mit der Kirchengemeinde Süderlügum und Pastor Matthias Corves und mit dem Verein Seebrise von Helga Christiansen auf See gestochen. Zudem waren noch 6 Kinder der Elterngruppe aus Langballig unter Leitung von Prof. Looks dabei.

Kapitän und Seebär Schröder
Pünktlich um 9 Uhr waren alle Kinder da. An Bord stellte sich erstmal der Kapitän der Pippilotta, Hartwig Schröder, den Kindern vor. Seit 40 Jahren fast fährt die Pippilotta bereits mit Kindern segeln und Hartwig ist ein sympathischer Seebär, der immer eine kleine Anekdote und gute Idee auf Lager hat.

Von unserem Verein war Vera Noack wieder dabei, wie auch die Tage zuvor. Vera ist begeisterte Seglerin und kennt alle Knoten und weiß, wie man ein Segel hisst. Ihre Freundin Franzi hat ihr heute assistiert.

Wir haben den Tag mit einer kleinen Vorstellungsrunde begonnen. Die Kinder haben berichtet, was sie schon an ihrem Küsten-und Flussabschnitt Tolles erlebt haben. Dann haben wir ein kleines Quiz gemacht. Überall auf dem Schiff waren Fragezettel aufgehängt mit Fragen rund um das Thema Meer und Naturschutz.

Die Kinder haben so das ganze Boot erkundet und spielerisch kennengelernt. Wurden alle Fragen richtig beantwortet, ergab sich ein Lösungswort: "Was ist die Lieblingsspeise des Schweinswals?" - "Sandaale".

Das Schweinswalspiel
Während eine Gruppe mit Vera Knotenkunde lernte, hat die andere Gruppe mit Lea Vögel beobachtet und das Schweinswalspiel gespielt.

Das Schweinswalspiel ist eigentlich sehr kritisch und ernsthaft in Bezug auf den Inhalt, macht den Kindern aber jedes Mal einen Riesenspaß:

Alle Kinder stellen sich im Kreis auf. In die Mitte kommen ein Kind mit verbundenen Augen hinein, welches den Schweinswal darstellt, und ein weiteres Kind ohne verbundene Augen, welches den Fisch darstellt. Zuvor haben wir besprochen, wie Schweinswale jagen, nämlich mit Echoortung, ihre Augen brauchen sie dabei nicht!

In die Runde hat Lea dann gefragt, welche Gefahren dem Ostseeschweinswal drohen. Wir haben Stellnetze, seismische Erkundungen zur Erdgas- und Erdölsuche, Militärische Übungen, Umweltverschmutzung und Offshore-Windkraft besprochen. Lea hat anschaulich erklärt, dass jede moderne "Windmühle" meist auf 3 Pfeilern steht und jeder einzelne etwa 1000 Schläge zur Verankerung im Boden mit einem riesigen Hammer bedarf. Ein Schlag ist dabei so laut wie ein Mündungsschuss aus einem Infanteriegewehr einen Metern vom Ohr entfernt.

Dann haben die Kinder im Kreis, um das Rammen nachzuahmen, laut gestampft und dabei musste der Schweinswal im Kreis "Klick-Klick" sagen und der Fisch "Klick-Klick" antworten. Bei dem lauten Stampfen hat es der Schweinswal nicht geschafft, den Fisch zu fangen. Dann haben die Kinder das Wellengeräusch mit einem seichten "Sch-Sch" nachgeahmt und prompt konnte der Schweinswal seinen Fisch fangen.

Strandgut – gutes und schlechtes
Danach sind wir in die Schiffsküche gegangen, in der man gemütlich sitzen konnte, und Vera und Lea holten eine Plastiktüte hervor mit allerlei Strandgut. Die Kinder sollten immer eine Sache ziehen und dann wurde besprochen, ob der Gegenstand an den Strand gehört oder nicht. Wenn der Gegenstand sich als Müll, wie Angelschnüre, PET-Flaschen oder Bonbonpapier herausstellte, haben wir mit Hilfe der Umweltbroschüre herausgefunden, wie lange der Stoff braucht, um sich zu zersetzen.

Die Kinder waren ganz entrüstet darüber, dass ihre Fleece-Pullis auch aus Plastik bestehen und bei jedem Waschgang tausende Mikroplastikteilchen verlieren.

Zur Stärkung gab es danach gespendete Brezeln vom Bäcker Allvörden und Saft vom Realmarkt. Draußen war schon die Lotseninsel Schleimünde in Sicht und ein netter FÖJ´ler vom Verein Jordsand wartete auf uns. Die Inseln war total schön und der FÖJ´ler zeigte uns Eiderenten, Küstenseeschwalben und Silber- und Sturmmöwen.

Grafik "Küsten und Flusswächter gesucht"Die Silbermöwen haben einen roten sogenannten "Kotzfleck" am Schnabel. Wenn die Jungen an diesen Fleck picken, dann würgt der Elternvogel das Essen wieder hoch und füttert die Jungen. Die Zeit verging wie im Flug und schon mussten wir wieder auf die Pippilotta zurück.

Meeresbodenprobe
Auf dem Rückweg gab es erstmal gespendeten Kuchen und als Highlight haben wir einen Bodengreifer ins Wasser gelassen, hochgeholt und in einer Wanne entleert. Der Boden war sehr schlammig und roch moderig. Nach ein paar Aufforderungen haben die Kinder gewagt, mit ihren Fingern vorsichtig nach Lebendigem zu suchen und wir fanden viele Seesterne, Muscheln und Garnelen.

Nun war es schon fast 16 Uhr und wir haben uns für ein Gruppenfoto gesammelt. Pastor Matthias Corves war ganz aus dem Häuschen und hat den ganzen Tag viele Fotos gemacht, ihm hat der Törn, wie auch den Kindern, großen Spaß gemacht. Alle Kinder und auch besonders wir vom Verein sind müde, aber glücklich und erfüllt mit ganz vielen tollen Eindrücken und Erinnerungen von Bord gegangen.

Wir freuen uns schon auf die nächsten Törns im September!
Lea Stanke, Projektleiterin & Denise Wenger
Foto: W. Barz

Schweinswale suchen Freunde!

Ein Schweinswal schaut neugierig aus dem Wasser. Foto: S.Koschinski | FjordBaelt, DK, fjord-baelt.dk

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