Ein toter Schweinswal treibt senkrecht nahe bei einem Kajak in der Elbe, von dem Tier ist nur die Schnauzenspitze über Wasser zu erkennen.Am Abend des 8. Mai 2013 gegen 20 Uhr haben zwei Kajakfahrer einen Schweinswal vor dem Mühlenberger Segelclub tot in der Elbe treibend aufgefunden. Gegen 18:30 Uhr hatte ein anderer Kajakfahrer das Tier am Ufer gefunden. Der Schweinswal war gestrandet und "röchelte", er lag ca. 2 - 3 Meter vom Wasser entfernt auf den Steinen der Uferböschung gegenüber von Airbus. 

Der Paddler stieg beherzt aus seinem Kajak aus und trug den ca. 10 Kilo schweren Schweinswal zurück ins Wasser. Zu diesem Zeitpunkt hatte die Ebbe bereits eingesetzt, der kleine Wal kann also gut und gerne schon über 1 Stunde hilflos an Land gelegen haben.

Träge und langsam hat er sich dann nochmals auf den Weg gemacht und ist davon geschwommen. Doch der kleine Gesell hat es trotz der Rettungsaktion leider nicht geschafft, kurze Zeit später trieb er tot in der Elbe. Leider konnte er nicht geborgen werden und die Todesursache lässt sich nicht mehr klären. In einer stark befahrenen Wasserstraße wie der Elbe sind die kleinen Wale zahlreichen Gefahren ausgesetzt. Kollisionen mit schnellen Motorbooten kommen dabei als Todesursache auch in Betracht.

Die GRD versucht, durch Aufklärung und Aufbau eines Rettungsnetzes mehr zum Schutz der kleinen Wale zu erreichen. Bitte helfen Sie uns dabei durch Ihre Beobachtung, Ihre Sichtungs-Meldung oder unterstützen Sie jetzt mit Ihrer Spende für unser Schweinswal-Schutzprojekt!
Denise Wenger, Mai 2013

Schweinswale brauchen Hilfe!

Schweinswal taucht ab. Foto: S.Koschinski

Schweinswale suchen Freunde!

Ein Schweinswal schaut neugierig aus dem Wasser. Foto: S.Koschinski | FjordBaelt, DK, fjord-baelt.dk

Erste Hilfe für Schweinswale

Offensichtlich unverletzte Tiere, die z.B. durch Wellenschwall an Land gespült wurden, bitte wieder zurück ins Wasser bringen!

Finden Sie einen schwer verletzten Schweinswal am Strand, lassen sie ihn am besten dort liegen, er hat sich vermutlich selbst ans Ufer gebracht, um weiter atmen zu können. Auf keinen Fall verletzte oder sehr schwache Tiere wieder zurück ins Wasser schubsen, denn sie müssen zum Atmen ja an die Wasseroberfläche, sind sie zu geschwächt, können sie das aus eigener Kraft nicht mehr tun.

Das Blasloch oben am Kopf sollte sich nicht unter Wasser befinden. Wenn Sie keine Scheu haben und es möglich ist, dann lagern sie das verletzte Tier im flachen Wasser sicher, sodass es atmen kann. Waschen Sie sich aber danach gründlich die Hände.

Rufen Sie am besten sofort uns:
 0176-222 08 271, die Polizei/Wasserschutzpolizei oder den Amtsveterinär an, damit man sich um das verletzte Tier kümmern kann. In den meisten Fällen sind die Verletzungen so groß, dass man nicht mehr viel tun kann, aber es konnten auch schon Schweinswale gerettet und gesund gepflegt werden.
Denise Wenger