Ein Schweinswal schaut neugierig aus dem Wasser: er streckt seine Schnauze bis zu den Mundwinkeln leicht schräg auftauchend in die Luft, ein Auge, der Rest des Kopfes, ein Flipper und sogar der Ansatz der Rückenfinne sind im klaren Wasser gut zu erkennen.Vom 18. bis 19. September 2015 fand in Jena das "Symposium Säugetierschutz - Schutzbemühungen um die heimische Säugetierfauna" statt. Veranstalter waren u.a. die Arbeitsgruppe Artenschutz Thüringen e.V., die Universität Osnabrück, Fachbereich Ethologie und die Senckenberg Naturhistorische Sammlungen, Dresden

Am Eröffnungstag hielt die GRD-Biologin Denise Wenger einen Vortrag zum Thema "Die Wale und Delphine an unseren Küsten: Neues zu Verbreitung, Gefährdung und Schutz des Schweinswals (Phocoena phocoena) und anderen Walarten" halten.

Weitere Themen des Symposiums:

  • Abundanz und Dichte des Luchses im westlichen Harz
  • Parameter von Habitatqualität und Sozialverhalten des Fischotters
  • Die Waldbirkenmaus (Sicista betulina) im Bayerischen Wald
  • Potenzieller Lebensraum des Goldschakals – Status, Habitatfaktoren und Modellierungsansatz
  • Ein jahrzehntelanger, andauernder Rückgang in der Reproduktionsrate bedroht die gesamte Feldhamsterpopulation
  • Erfahrungen mit der Haselmaus aus Planungsvorhaben in Baden-Württemberg
  • Wisente in Europa

 

⇒ Einladung und Programm "Symposium Säugetierschutz - Schutzbemühungen um die heimische Säugetierfauna" (PDF)

Schweinswale brauchen Hilfe!

Schweinswal taucht ab. Foto: S.Koschinski

Schweinswale suchen Freunde!

Ein Schweinswal schaut neugierig aus dem Wasser. Foto: S.Koschinski | FjordBaelt, DK, fjord-baelt.dk

Erste Hilfe für Schweinswale

Offensichtlich unverletzte Tiere, die z.B. durch Wellenschwall an Land gespült wurden, bitte wieder zurück ins Wasser bringen!

Finden Sie einen schwer verletzten Schweinswal am Strand, lassen sie ihn am besten dort liegen, er hat sich vermutlich selbst ans Ufer gebracht, um weiter atmen zu können. Auf keinen Fall verletzte oder sehr schwache Tiere wieder zurück ins Wasser schubsen, denn sie müssen zum Atmen ja an die Wasseroberfläche, sind sie zu geschwächt, können sie das aus eigener Kraft nicht mehr tun.

Das Blasloch oben am Kopf sollte sich nicht unter Wasser befinden. Wenn Sie keine Scheu haben und es möglich ist, dann lagern sie das verletzte Tier im flachen Wasser sicher, sodass es atmen kann. Waschen Sie sich aber danach gründlich die Hände.

Rufen Sie am besten sofort uns:
 0176-222 08 271, die Polizei/Wasserschutzpolizei oder den Amtsveterinär an, damit man sich um das verletzte Tier kümmern kann. In den meisten Fällen sind die Verletzungen so groß, dass man nicht mehr viel tun kann, aber es konnten auch schon Schweinswale gerettet und gesund gepflegt werden.
Denise Wenger