Peter Curth fand beim Spaziergang mit seinem Hund einen toten kleinen Schweinswal in der Hunte.Am 23. April fand Peter Curth fand beim Spaziergang mit seinem Hund einen toten kleinen Schweinswal in der Hunte beim Hemmelsbäcker Kanal in Oldenburg. Herr Curth informierte uns sogleich übers Handy und schickte Fotos von dem toten Wal und eine genaue Beschreibung der Fundortstelle.

Wir sind sehr traurig über diesen Fund. Es handelt sich sehr wahrscheinlich um den kleinen Wal, der auch im Oldenburger Hafen am 31. März noch lebend gesichtet worden war. Leider hat er nicht überlebt und es nicht zurück in die Nordsee geschafft.

Als er gefunden wurde, war er schon länger tot, die Haut war an vielen Stellen abgeschürft. Es waren aber keine äußerlichen Verletzungen zu sehen. Der kleine Körper wurde von der örtlichen Polizei und Feuerwehr geborgen, die von uns über die Totfundmeldung informiert wurde. Das Veterinäramt werde den Schweinswal eventuell untersuchen und die genaue Todesursache feststellen können.
Denise Wenger, 24.04.2016

 

Fundort des toten Schweinswals.

 

Weitere Informationen;

⇒ Bericht im NDR-Fernsehen - Hamburg Journal v. 12. April

⇒ Hier sehen Sie, wo überall Schweinswale in diesem und in den vergangenen Jahren in Elbe, Weser, Ems und Jade gesichtet wurden

⇒ Hier können Sie Ihre Schweinswal-Sichtung Online melden

 

Schweinswale brauchen Hilfe!

Schweinswal taucht ab. Foto: S.Koschinski

Schweinswale suchen Freunde!

Ein Schweinswal schaut neugierig aus dem Wasser. Foto: S.Koschinski | FjordBaelt, DK, fjord-baelt.dk

Erste Hilfe für Schweinswale

Offensichtlich unverletzte Tiere, die z.B. durch Wellenschwall an Land gespült wurden, bitte wieder zurück ins Wasser bringen!

Finden Sie einen schwer verletzten Schweinswal am Strand, lassen sie ihn am besten dort liegen, er hat sich vermutlich selbst ans Ufer gebracht, um weiter atmen zu können. Auf keinen Fall verletzte oder sehr schwache Tiere wieder zurück ins Wasser schubsen, denn sie müssen zum Atmen ja an die Wasseroberfläche, sind sie zu geschwächt, können sie das aus eigener Kraft nicht mehr tun.

Das Blasloch oben am Kopf sollte sich nicht unter Wasser befinden. Wenn Sie keine Scheu haben und es möglich ist, dann lagern sie das verletzte Tier im flachen Wasser sicher, sodass es atmen kann. Waschen Sie sich aber danach gründlich die Hände.

Rufen Sie am besten sofort uns:
 0176-222 08 271, die Polizei/Wasserschutzpolizei oder den Amtsveterinär an, damit man sich um das verletzte Tier kümmern kann. In den meisten Fällen sind die Verletzungen so groß, dass man nicht mehr viel tun kann, aber es konnten auch schon Schweinswale gerettet und gesund gepflegt werden.
Denise Wenger