September 2006 - "Ich selbst habe im September 2006 auf See ca. 1,5 sm südlich des Sperrgebietes Schönhagen eine Sprengung miterlebt, bei der die Wassersäule mindestens doppelt so hoch war wie der danebenliegende Zerstörer.
Mein kleines Boot wurde durch die Druckwelle so heftig getroffen, dass ich für einen Augenblick befürchtete, daß das Rigg "von oben kommen" würde, was glücklicherweise nicht der Fall war. Ich habe mich sofort mit Wasserschutzpolizei in Verbindung gesetzt, die von dieser Sprengung im vornherein wohl nicht informiert war, nach weiteren Recherchen fand ich jedoch heraus, dass die Sprengung gleichwohl angemeldet worden war. Hätte sich zu dem Zeitpunkt im September 2006 ein Schweinswal in der Nähe aufgehalten hätte er sicher schwere Schäden davongetragen."
Mit Wind, Strömung, Kälte und der wechselnden Topographie eines flachen Randmeeres
kommen die Schweinswale zurecht nicht aber mit den von Menschen verursachten Bedrohungen, seien
es Stellnetze, Überfischung, zunehmende Verschmutzung oder wie in diesem Fall Unterwassersprengungen. Wann gibt es endlich ein ausreichend großes Meeresschutzgebiet in der Ostsee?
Dr. Andreas Pfander - www.schweinswale.com
E-Mail: apfander@gsm-ev.de
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