Die Sprengung von Munitionsaltlasten bedroht besonders die vom Aussterben bedrohten Ostsee-Schweinswale

Nach Schätzungen von Experten wurden unmittelbar nach dem II Weltkrieg von den Alliierten zwischen 400.000 und 1,3 Mio. Tonnen Altmunition in Nord- und Ostsee versenkt. Neben TNT enthalten die Rüstungsaltlasten auch Schwermetalle und tödliche Nervengase.

Im November 2010 veranstalteten NABU, GRD und GSM den internationalen Kongress MIREMAR (Minimizing Risks for the Environment in Marine Ammunition Removal in the Baltic and North Sea) zur schonenden und damit die Umwelt weniger belastenden Beseitigungsmaßnahmen von Munition in Nord- und Ostsee.

Die Konferenz knüpfte an eine Veranstaltung aus dem Jahr 2007 in Kiel an, bei der erstmals auf die Gefahren von Altmunition aufmerksam gemacht und neue Methoden zur Beseitigung diskutiert wurden. Diese sind bereits die Grundlage für aktuelle Versuche in der Kieler Außenförde, mit Hilfe mit Blasenschleiern Meeressäugetiere vor Sprengungen zu schützen.

Wir fordern die Bergung und Vernichtung der Altmunition an Land und für Fälle, in denen dies nicht möglich ist, die Durchführung effektiver Lärmminderungsmaßnahmen, damit sichergestellt ist, dass Meeressäugetiere nicht zu Schaden kommen.

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Kampagne "umweltgerechte Entsorgung von Munitionsaltlasten"

Ergebnisse der Versuchsreihe mit Blasenschleieranlage im Februar 2010 pdf (pdf)

15.10.2008: Erfolg für die Schweinswale: Blasenvorhang als Schallschutz bei Unterwassersprengungen erfolgreich!pdf

17.07.2008 - Im Bundestag: Munitionsreste in einem Schiffswrack in der Kadetrinne (Kleine Anfrage 16/9878 von Bündnis90/Die Grünen) pdf

11.04.2008: Untersuchung der Kampfstoffreste in Lübecker-Bucht

Späte Verluste: Seit 1945 gab es 283 Tote durch Munitionsunfälle an Nord- und Ostsee

13.11.07: 1. Symposium "Neue Methoden der Munitionsbeseitigung in Nord- und Ostsee"

Hintergrundinformationen Munitionsaltlasten in der Ostssee

Veröffentlichungen | Dokumentationen | Fachliches

Methods for a Cetacean-friendly Removal of Explosives as Alternatives to Blasting (pdf 500KB)pdf | Bericht für die 61. IWC-Tagung v. S. Koschinski u. K.-H. Kock, gefördert vom BMELV

Bericht über die Begleituntersuchungen zur Munitionssprengung in der Ostsee vom 17.02.2009 (pdf 1,5MB)pdf

Munitionsversenkungen durch die Bundesrepublik Deutschland: Legende oder Wirklichkeit? - Artikel von S.Nehring aus WATERKANT (4/2008) (1 MB)pdf

Die Zeitbombe der Munitionsaltlasten in Nord- und Ostsee entschärfen; Bundestagsantrag v. 07.05.2008, Fraktion Bündnis90/Die Grünen (106kb)pdf

Sven Koschinski: "Rüstungsaltlasten gefährden Ostsee-Schweinswale" aus "Betrifft: NATUR 1/07" (NABU-SH) pdf 712KBpdf

Wale können sich nicht die Ohren zuhalten: Bedrohung der Meeresumwelt durch Unterwasserlärm, Bundestagsantrag v. 24.04.2007, Fraktion Bündnis90/Die Grünen (90kb) pdf

Sprengung von Munitionsaltlasten in der Ostsee pdf 57KBpdf

Die Kampagne in den Medien

19.11.07 n-tv.de: Arsenvergiftete Fische in der Ostsee

09.11.07 Deutschlandfunk: Immer mehr tote Schweinswale werden in der Ostsee gefunden

19.10.07 Deutschlandfunk: Gefahr durch Torpedos - Munitionsbeseitigung in Ost- und Nordsee bedroht Schweinswale

13.12.06 n-tv.de: Munitionsbergung in Kiel - Schweinswale bedroht

14.12.06 Focus-Online: Ostsee - Sprengungen gefährden Wale

28.09.07 Ostsee-Netz.de: Erneute Sprengung vor Sassnitz bedroht Ostsee-Schweinswale

09.11.06 Spiegel-Online: Gift aus gesprengter Kriegsmunition bedroht Kieler Förde