Die Sprengung von Munitionsaltlasten bedroht besonders die vom Aussterben bedrohten Ostsee-Schweinswale

Auf dem Grund der Nord- und Ostsee vergammeln seit dem Zweiten Weltkrieg Hunderttausende Tonnen Sprengstoff und chemische MunitionNach Schätzungen von Experten wurden unmittelbar nach dem II Weltkrieg von den Alliierten zwischen 400.000 und 1,3 Mio. Tonnen Altmunition in Nord- und Ostsee versenkt. Neben TNT enthalten die Rüstungsaltlasten auch Schwermetalle und tödliche Nervengase.

Zur Beseitigung der mittlerweile stark korrodierten Seeminen, Torpedosprengköpfe oder Artilleriegranaten greifen die Behörden meist zum einfachsten und kostenkünstigsten Mittel: Der Sprengung

Rüstungsaltlasten wie Bom- ben, Seeminen und Torpedos gefährden Fischer, Strandbesucher, Taucher, Was- sersportler, Fischbestände und das MeeresökosystemIn mehreren Anläufen protestierten GRD, NABU Schleswig-Holstein, die Gesellschaft zum Schutz der Meeressäugetiere (GSM) und der BUND Mecklenburg-Vorpommern gegen die Sprengung von Altmunition in der Ostsee.

Schleswig-Holstein zeigte erfreulicherweise ein hohes Verantwortungsbewusstsein und verhängte ein vorläufiges Moratorium. Der Umweltminister von Mecklenburg-Vorpommern, Dr. Till Backhaus, sicherte immerhin zu, dass Sprengungen zukünftig nur noch in Einzelfällen und als allerletzte Möglichkeit durchgeführt würden.


Wir fordern die Bergung und Vernichtung der Altmunition an Land und für Fälle, in denen dies nicht möglich ist, die Durchführung effektiver Lärmminderungsmaßnahmen, damit sichergestellt ist, dass Meeressäugetiere nicht zu Schaden kommen.
Grafik: SZ, Quelle S.Nehring

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Kampagne "umweltgerechte Entsorgung von Munitionsaltlasten"

Ergebnisse der Versuchsreihe mit Blasenschleieranlage im Februar 2010 (pdf)

Amt für Katastrophenschutz: Versuchsreihe mit Blasenschleieranlage im Februar 2010

15.10.2008: Erfolg für die Schweinswale: Blasenvorhang als Schallschutz bei Unterwassersprengungen erfolgreich!

12.08.08: Die MLUR-"Ente": Umweltorganisationen bezweifeln Ungefährlichkeit von Kampfmittelaltlasten

17.07.2008 - Im Bundestag: Munitionsreste in einem Schiffswrack in der Kadetrinne (Kleine Anfrage 16/9878 von Bündnis90/Die Grünen) pdf

11.04.2008: Untersuchung der Kampfstoffreste in Lübecker-Bucht

Späte Verluste: Seit 1945 gab es 283 Tote durch Munitionsunfälle an Nord- und Ostsee

13.11.07: 1. Symposium "Neue Methoden der Munitionsbeseitigung in Nord- und Ostsee"

Hintergrundinformationen Munitionsaltlasten in der Ostssee

Veröffentlichungen Dokumentationen Fachliches

Methods for a Cetacean-friendly Removal of Explosives
as Alternatives to Blasting (pdf 500KB)
pdf | Bericht für die 61. IWC-Tagung v. S. Koschinski u. K.-H. Kock, gefördert vom BMELV

Bericht über die Begleituntersuchungen zur Munitionssprengung
in der Ostsee vom 17.02.2009 (pdf 1,5MB)
pdf

Munitionsversenkungen durch die Bundesrepublik Deutschland: Legende oder Wirklichkeit? - Artikel von S.Nehring aus WATERKANT (4/2008) (1 MB)pdf

Die Zeitbombe der Munitionsaltlasten in Nord- und Ostsee entschärfen; Bundestagsantrag v. 07.05.2008, Fraktion Bündnis90/Die Grünen (106kb)pdf

Sven Koschinski: "Rüstungsaltlasten gefährden Ostsee-Schweinswale" aus "Betrifft: NATUR 1/07" (NABU-SH) pdf 712KBpdf

12.07.07: European Parliament resolution: On a future maritime policy for the European Union: a European vision for the oceans and seas (Punkt 139)

Wale können sich nicht die Ohren zuhalten: Bedrohung der Meeresumwelt durch Unterwasserlärm, Bundestagsantrag v. 24.04.2007, Fraktion Bündnis90/Die Grünen (90kb) pdf

Sprengung von Munitionsaltlasten in der Ostsee pdf 57KBpdf

Die Kampagne in den Medien

17.10.2008 Probsteier Herold: Blasenschleiertechnik erfüllt hohe Erwartungen

15.10.2008 NRW.TV: Gutachten belegt Wirksamkeit von Blasenvorhängen bei Unterwasser-Munitionssprengungen

02.04.2008 Ostseezeitung: Usedom - Gefahr am Strand - Bernstein entpuppte sich als gefährliches Phosphor-Stück (pdf)

10.03.2008 Neues Deutschland: Explosive Altlasten unter Wasser

19.11.07 n-tv.de: Arsenvergiftete Fische in der Ostsee

09.11.07 Deutschlandfunk: Immer mehr tote Schweinswale werden in der Ostsee gefunden

19.10.07 Deutschlandfunk: Gefahr durch Torpedos - Munitionsbeseitigung in Ost- und Nordsee bedroht Schweinswale

17.10.07 ddp-Feature: Tickende Zeitbomben - Ostsee birgt Gift und Sprengstoff unbekannten Ausmaßes - Experten warnen - pdf 64KBpdf

11.10.07 NDR Info - Das Forum: "Bombiges Gewässer" - In der Ostsee lagern noch immer Kampfstoffe - pdf mit Text des Podcast 67KBpdf

14.12.06 Focus-Online: Ostsee - Sprengungen gefährden Wale

13.12.06 n-tv.de: Munitionsbergung in Kiel - Schweinswale bedroht

28.09.07 Ostsee-Netz.de: Erneute Sprengung vor Sassnitz bedroht Ostsee-Schweinswale

09.11.06 Spiegel-Online: Gift aus gesprengter Kriegsmunition bedroht Kieler Förde

 
Kampagne Munitionsaltlasten in der Ostsee