US-Küstenwache bringt Piraten-Treibnetzfischer aus Russland auf

Juli 2002 - In einer bislang einmaligen Aktion hat ein Kutter der US-Küstenwache unter Androhung von direktem Beschuss einen russischen Fischtrawler aufgebracht, der außerhalb der US-Hoheitsgewässer vor Alaska die nach einer UN-Resolution verbotenen Treibnetze einsetzte.

Nach fast einwöchiger Jagd über mehr als 1.000 Seemeilen gab der Kapitän des 60 Meter langen Fischtrawlers "Arctic Wind" erst auf, nachdem Kapitän David Ryan befohlen hatte, die Maschinengewehre und die 76mm-Bordkanone der "Sherman" auf das flüchtende Schiff zu richten. Das Hauptquartier der US-Küstenwache hatte einen direkten Beschuss autorisiert. Anschließend wurde die "Arctic Wind" beschlagnahmt.

"Die illegale Treibnetzfischerei hat in den letzten Jahren immer stärker zugenommen. Die Aktion war mehr als überfällig", begrüßt die GRD das harte Vorgehen der Küstenwache. "Insbesondere russische Fischtrawler dringen immer wieder aus russischen Hoheitsgewässern, wo Treibnetze noch erlaubt sind, in internationale Gewässer ein".

Die "Arctic Wind" hatte mehr als eine Tonne Lachs an Bord, eines ihrer Netze war 8 Kilometer lang und 100 Meter tief. In dem für Meerestiere nicht zu erkennenden Nylon-Netz fand man 3 tote Haie und über 20 Seevögel, darunter 2 Albatrosse. Ein Überwachungsflugzeug der US-Küstenwache hatte zuvor beobachtet, wie in einem anderen von der "Arctic Wind" ausgelegten Netz ein Wal ertrank.
GRD-Presse

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